Akquisition – neuer Kongress und richtig gute Information

So, die Planung ist abgeschlossen und im nächsten Jahr geht es los. Als Nachfolger der bekannten Kongresse in Kassel gibt es die verbesserte Neuauflage in Form des Akquisitions-Kongress 2009. Statt finden wird das Ganze aber nicht mehr in Kassel. Statt dessen ist Melle angesagt und zwar gleich das ganze Van der Valk Hotel! Das macht gegenüber den bisherigen Lösungen ein dauerndes Pendeln zwischen Unterkunft und Tagungsort überflüssig. Zudem schneidet das Hotel bei den gängigen Bewertungsportalen gut ab, ich freue mich darauf.

Auch bei den Referenten zum Thema Akquisition hat sich einiges verändert. Es gibt nur noch gestandene Profis, die aus ihrem jeweiligen Fachgebiet berichten. Die meisten habe ich schon persönlich kennen und schätzen gelernt in Kassel, wo ich in diesem Jahr einen noch relativ kleinen Bereich abgedeckt habe. Natürlich ändert sich das im nächsten Jahr, Online Marketing hat mit einem Vortrag zur Gesamtübersicht und zwei knackigen Workshops einen gleichberechtigten Stellenwert bekommen.

Sehr pfiffig und vor allem kompetent arbeitet als Organisatorin Claudia Nothbaum. Die gute Dame hat nicht alleine aus Xing die besten Leute rausgefischt (gerade lobe ich mich selbst, naja ;-) ). Entstanden ist eine beachtenswerte Mischung, die Schwerpunkte bei der Neukundengewinnung abdeckt. Entsprechend werde ich vor und nach meinen Workshops auch einmal still und heimlich in andere Workshops heineinschauen, etwa Networking. Gerade dies spielt eine zunehmende Rolle, auch, wenn man es einmal losgelöst vom Online Business betrachtet.

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Dachbeschichtung Alfa – ungefragter Anruf

Tjaja, so ist das mit den Callcentern. Laut Aussage der netten Dame der Dachbeschichtung Alfa will man mir nichts verkaufen, sondern einen unverbindlichen Beratungstermin mit einem “Meister” ausmachen. Ich denke mir mal, es würden Mängel gefunden, die beseitigt werden sollen. Entsprechend habe ich die Dame darauf aufmerksam gemacht, dass ein unverlangter Anruf nicht zulässig ist.

Tja, da sollte die Dachbeschichtung Alfa vielleicht mal nachsehen, was denn so in den einschlägigen Gesetzen und Verordnungen drin steht. Übrigens lustig, dass die ein eigenes Callcenter haben sollen, so die Auskunft am Telefon.

Jetzt klingeln schon die Handwerker ungefragt wegen irgendeinem Zeug an. Oder, ne, halt, Handwerker? Oder eher Vertriebsfirma? Auf der Webseite der Dachbeschichtung steht eine Stellenanzeige, die suchen eher etwas, was zu einem Vertreter passen würde:

  Berater (w/m)
Verkäufer (w/m)
Anforderungen und Voraussetzungen:

- Fachkenntnisse im Dachbereich
- Ein gepflegtes Erscheinungsbild
- Deutsch in Wort und Schrift
- Mobilität vorausgesetzt

Na dann, prima Qualifikation ;-)

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Domainkauf bei ebay – zig Projekte, Ebook-Shops und alles gaaaanz erfolgreich

Guckt man sich bei ebay einmal die Verkäufe an Domains, Projekten und Software für Domains an, kommt man ins Staunen. Alle Jubeljahre, genauer Tage oder sogar Stunden, gibt es DIE Geschäftsgründung und DAS supererfolgreiche Forum ab 1 Euro.

Nehmen wir mal die ach so beliebten EBooks. Da gibt es also bei ebay recht oft die “Master Lizenz” und man kann sofort los legen und Millionär werden. Aber sicher.

Oder die beliebten Erotikportale. Klar, Schweinkram verkauft sich im Web glänzend. Daher ist es auffällig, dass zig Anbieter den Traum vom großen Geld freiwillig ausgeben und in ihrer großen Gnade jede Menge Projekte anbieten, auf dass der Textverarbeitungskünstler mit seinem Uralt-PC von nebenan auch am Reichtum partizipiere.

So geht es munter weiter. Mal gibts das Zeug bereits mit registrierter Domain, mal muss man sich selbst eine angeln. Die ganz noblen Anbieter haben bereits einen Webspace mitbestellt – für so um die 5 – 10 Euro. Ach, jetzt werden sogar noch ganze Shops und Domain-Verkäufe angeboten.

Bei den meisten “Projekten” , “Geschäftsideen” oder gar “Existenzen” handelt es sich um Software, die man einfach so aus dem Web runterladen kann. Hurra.

Und dass es zig andere Leute gibt, die genau den gleichen Mist machen – meist erfolglos -, ebenfalls hurra.

Guckt man bei den fertigen Projekten auf die Linkstruktur, gibt es oft nur drei, vier linkgebende Seiten. Oft vom gleichen Urheber. Klar, wenn die Links dann wegfallen würden, wäre der einzige Kaufanreiz, die Linkpopularität, auch noch weg.

Man kann nur jedem raten, davon die Finger zu lassen, wenn man nicht ganz genau weiß, was man da machen kann und auch möchte. Immerhin verdient sich im Web das Geld auch nicht von selbst. Domains und Webprojekte wollen kompetent gepflegt und vernetzt sein.

Das ist richtig viel Arbeit und Können. Zum Nulltarif wird man nicht Internetmillionär.

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Textil: klassische Kaufhäuser gehen in die Pleite, Ursachen

Hertie, Sinn Leffers, Wehmeyer – es hat in der letzten Zeit einige Textilketten böse erwischt. Währenddessen boomt das Online-Geschäft aber auch andere Textilketten leben ganz gut. Wie kommts?

Alles, was an gleichen Produkten verfügbar ist, wird heute fast nur noch über den Preis oder ein Einkaufserlebnis verkauft. Beim Preis dominieren die Internetangebote und Outlet-Center, welche eine deutlich bessere Kostenstruktur haben. Beim Einkaufserlebnis dominieren die Geschäfte, welche sich eindeutig positionieren und einen zahlungskräftigen Markt bedienen.

Die oben genannten Betriebe sind Gemischtwarenläden aus billigster Eigenproduktion, solider Standardware und auch Standardware im Bereich der gehobenen Mittelklasse. Da ist keine Identität erkennbar, wenn neben Gonzo-Schlonzo-Eigenmarken-Styling Hemden von Seidensticker oder Jacken von Bugatti angeboten werden. Man zielt auf eine möglichst breite Masse und damit voll daneben. Der Käufer von Gonzo-Schlonzo sucht preiswerte Ware und sieht sich nur aus Neugier die 300 EUR Bugatti-Jacke an. Der Bugatti-Käufer hingegen sucht Ergänzungen in seiner Preisklasse, könnte bsp. bei Hilfiger, Lauren, meinetwegen noch Hechter, Olymp oder Eterna fündig werden. Diese Käufer interessieren sich nicht für Gonzo-Schlonzo.

Ergo verschenkt man Stellfläche – die Produkte passen einfach nicht zusammen, Käufer haben jeweils nur einen Bruchteil der für sie interessanten Preis- oder Markengruppen im Laden – das andere interessiert nicht. Und bis auf die Eigenmarken sind alle Preise sehr leicht vergleichbar, immerhin gibt es die Bugatti-Jacke doch auch gleich um die Ecke bei Peek&Cloppenburg zum gleichen Preis. Da wiederum kann man dann aber noch eine Hose, ein passendes Hemd finden. Auch die Eigenmarken sind höher positioniert.
Auch bei H&M gibts vieles, was thematisch zusammenpasst. Hier ist die scharfe Fokussierung auf junge Mode das Raster für die Zielgruppe.

C&A machts auch besser als die Problemunternehmen. Die konzentrieren sich auf Eigenmarken. Reicht mittlerweile durchaus bei den besseren Stücken bis zur qualitativen Mittelklasse. Auch der ganz billige Schrott ist nicht mehr im Angebot – das überlassen die den reinen Billiganbietern.

Merken Sie was?

Sowohl C&A, als auch H&M und Peek&Cloppenburg bedienen ein genau bestimmtes Kundensegment mit genau passenden Produkten.

Das sind dann auch die Unternehmen, welche gegen nur preisaggressive Onlineanbieter eine Chance haben. Nebenbei, jede Wette, dass genau die erfolgreichen Textilketten massiv ihre Onlinepräsenz ausbauen werden.

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Bahn hat es wieder einmal geschafft – miese Kundenzufriedenheit

Die Bahn und ebay haben eine gemeinsame Aktion laufen. Bahntastisch heißt das Ganze und ermöglichte den vermeintlich preiswerten Erwerb von Bahntickets über ebay. Vermeintlich, denn das Angebot hat eine ganze Menge Haken und Ösen – Meh(r)dorns Mannen haben wieder ganze Arbeit geleistet.

Zunächst mal zur Kundenzufriedenheit.

Das hier sieht nicht gut aus: negative Ebay-Bewertungen edit: Link gelöscht
Mit zum Zeitpunkt der Auktion 10.08.08 satten 6192 Bewertungen sind sage und schreibe 230 negative und 209 neutrale dabei. Das ist eine ganze Menge Holz und würde nicht mal für ebay Powerseller reichen, da braucht man 98% oder mehr positive Bewertungen, die Bahn krebst bei unter 95,4 % rum. Peinlich.

Was haben die Bahner denn so alles verstolpert?

Zunächst wurden Bahnfahrten als Auktionen reingesetzt. Die gingen in den Preisen auch hübsch hoch, teilweise deutlich über 100 EUR. Direkt danach gabs dann SofortKauf Aktionen, wo man Fahrten für 66 EUR bekam. Kein Wunder, dass sich die ersten Käufer verarscht fühlen.

Bei der Nutzung der Züge war vielen Benutzern nicht klar, dass sie Hin- und Rückfahrt gebucht hatten, keine einzelnen Fahrausweise zur beliebigen Nutzung. Liebe Bahn, in ebay sagt man gaaaaaanz klar, was geboten wird, unmissverständlich. Und wenn Ihr der Meinung seid, Ihr habt es alles richtig gemacht, dann habt Ihr irgendwie an sehr vielen Leuten vorbeigeredet.

Nicht zuletzt die zeitliche Einschränkung der jetzt laufenden SofortKauf Aktionen bis zum Fahrtermin 30.10.2008 ist kaum geeignet, Neukunden zu begeistern.

Und dann soll die Bahn auch noch auf AGBs und Hinweise außerhalb von ebay verwiesen haben – da hat wohl wer die AGB von ebay nicht soooo gelesen. Alle zum Vertragsabschluss nötigen Informationen müssen meines Wissens nach ebay rein und nicht irgendwo auf bahn.de rumgammeln.

Tja, lieber Mehdorn, ich würde einmal über die Freisetzung der Marketing- und Serviceverantwortlichen nachdenken.

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