Fotos aus dem Web – erstaunlich gut, erstaunlich preiswert

Für die Gestaltung benötigt man oft Fotos oder Bilder, welche bestimmte Motive oder Stimmungen zeigen. Ursprünglich gab es dazu große Sammlungen auf CDs und DVDs, welche von den Werbeagenturen reihenweise gekauft wurden. Die Qualität war im Allgemeinen so gut, dass auch extreme Vergrößerungen beispielsweise auf Plakaten möglich waren.

Dann kamen die ersten Digitalkameras, welche jedem Nutzer eine direkte Einstellung seiner Bilder in Internetportale und Fotogalerien ermöglichten – ohne das umständliche Einlesen der Fotos auf teuren Scannern. Die Qualität handelsüblicher Digitalkameras ist mittlerweile so hoch, dass auch starke Vergrößerungen problemlos machbar sind. Um Gesichtspunkte wie Randverzerrungen oder Farbechtheit muss man sich derweil für die Verwendung im Internet keine großen Sorgen machen – so gut wie kein Bildschirm ist farbecht geeicht, die Wiedergabe fällt naturgemäß immer unterschiedlich aus.

Heute ist eine Demokratisierung sowohl beim Kauf, wie auch dem Verkauf von Bildern gegeben. Wer Bilder kaufen möchte, kann sich diese einzeln und bequem beispielsweise bei fotolia herunterladen. Der Kauf teurer Sammlungen entfällt – man bezahlt nur noch für das, was gerade tatschlich benötigt wird. Hierzu muss man nicht einmal mehr den Arbeitsplatz verlassen.

Auch der Verkauf ist einfach. So kann schon jeder ambitionierte Hobbyfotograf seine Bilder auf die verschiedensten Plattformen hochladen und bekommt für jeden Download einen kleinen Betrag. Erstaunlich übrigens, welche Qualität dabei teilweise erreicht wird.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen für die Branche sind beachtlich. Fotografen haben ein deutlich schärferes Konkurrenzumfeld und die ehemaligen exklusiven Bilderhändler werden nicht mehr unbedingt ganze Sammlungen auf einen Schlag los. Interessenten picken sich aus einer viel größeren Auswahl viel preiswerter die gewünschten Motive heraus. Hier dürfte noch deutlich mehr in Bewegung kommen, wenn die traditionell doch eher reaktionsschwachen Werbeagenturen immer mehr auf eine günstige Einkaufsquelle achten.

Meine Prognose: In absehbarer Zeit wird es nur noch für großformatigen Digitaldruck und Plakate teure Bilder geben. Die Vielzahl von Anwendern wird sich direkt aus dem Web bedienen.

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Und wieder mal Schrott mit Gewinnbeteiligung

Hurra – wieder mal vermeintlich leichtes Geld. Und natürlich wieder mal Betrug:

Good Day Friend,

With warm heart I offer my friendship, and my greetings, and I hope this letter meets you in good time. It will be surprising
to you to receive this proposal from me since you do not know me personally.However, I am sincerely seeking your confidence
in this transaction,which I propose with my free mind and as a person of integrity and from a family with high moral respect.
My name is Dickson Mubane, the first son of Mapele Mubane, of the  most popular black farmer  from Zimbabwe,murdered in the
land  dispute in my country. As led by my instict, My motherand Idecided  to contact you  through email, after searching for
contacts via the internet,as it  is the only means I can contact anybody since I am cutting off ties with  Zimbabwe for security
and safety reasons.  However, I apologize  if this is not acceptable to you.

The purpose of this letter is to seek your most needed assistance in a business venture. Due to the land and political problems in
Zimbabwe,as a result of President Robert Mugabe’s introduction of new Land Act Reform wholly affecting the rich white farmers and
the few rich black farmers, and his desire to hold on to power for life,  my father for saw the danger that came in Zimbabwe. Before
he was murdered, he withdrew all of our business foreign accounts in dollars  and sold up our shares in major companies. We then went
to SOUTH AFRICA to deposit the sum of US$50.million  (Fifty million, US dollars),in a private security company. This money was
deposited with this Private Security company for safety and security reasons, and was to be used for the purchase of land, new
machines and chemicals establishment of new  farms in Europe.President Mugabe’s support for the violent Zimbabwean war veterans
and some lunatics in the society, led to the murder of my beloved  fatherand other innocent lives.

I was continually threatened to  abandon my inheritance from my father after he was murdered. I  resited for a while, but when the
danger became unbearable, and I  survived two murder attempts, I fled Zimbabwe.  I am currently staying in the Netherlands where I am
seeking  political asylum. In fact my decision to come here to seek asylum, is  because the security company from South Africa, has
a branch here,  and they have moved the deposit from their office in Johannesburg down  here. I need you to assist in receiving this
consignment from the security  compamy. Since the law of Netherlands prohibits a refugee (asylum seeker) to be involved in such
transactions and my mother advised that  it will be better for our foreign partner to help receive this fund to avoid any eye brown
being raised by Robert Mugabe, this is why  I am seeking a genuine  and reliable  partner,who will  assist in receiving the funds
and also investing  it wisely in a profitable venture.You have to understand that this decision taken by me  entrusts my future and
in your hands, as a result of the safe keeping of this money. If you accept to assist me, all I want you to do for  me, is to assist
with arrangements to claim the deposit from the  security company from their office here in The Netherlands, as it has  now been
transfered from Johannesburg,South Africa to their branch in The Netherlands. The company will be legally informed  of you representing
my family.For your assistance, I have two options for you. Firstly you can choose to have 10% of the money for your assistance, and
helping my family investing this funds, or you can go  into partnership with me for the proper profitable investment of the  money in
your country. Whichever the option you want, please to  notify me in your reply.  I have also set aside 1% of this money for all kinds
of expenses that come our way in the process of this transaction, and 4%  of the total  sum for Charity donation.If you prefer to accept
the 10% for assisting in representing my family to receive this funds, then 85%will  be left for my family.Please, I want you to maintain
the absolute secrecy for the purpose  of this transaction.  I look forward to your reply and co-operation, and I thank you in  advance as
I anticipate your co-operation.You can reach me on my  private line which is  or via email DicksonMubane@aim.com

Sincerely,
Dickson Mubane.
PLEASE YOU  CAN READ ABOUT PROBLEMS IN ZIMBABWE FROM
THE LINKS BELOW.

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Reputation im Web – Vorsicht geboten?

Gerade kam in der Tagesschau ein Bericht über Arbeitgeber, die das Web nach privaten Daten ihrer Arbeitnehmer oder denen von Bewerbern absuchen. (Huch, und ich schreibe hier die ganze Zeit unverblümt im Blog….)

Der riesige Datenwust lässt sich recht einfach nach allen möglichen Kriterien absuchen, in der Tat. Nur ist die Frage, ab wann es kritisch wird für einen Menschen, ab wann einem Headhunter bestimmte Kriterien gefallen oder eben nicht gefallen. Ich glaube, das kann man alles etwas lockerer sehen, als es kolportiert wird.

Berufsseitig bin ich zwangsweise oft in Google zu finden – logisch bei meiner Aufgabe als Onlinemarketer. Alleine schon beim Linkaufbau findet sich neben manchen Pseudonym eben der Name im Klartext. Da schreibe ich über alles Mögliche, was zunächst nach blankem Unfug, komischem Deutsch oder nicht gerade sachlicher Betätigung aussieht. Das muss so aussehen, wenn es etwas in der natürlichen Suchausgabe von Google bringen soll. Wäre interessant zu wissen, wie da ein unbefangener Headhunter reagiert, wenn er einen solchen Text findet.

Auch erlaube ich mir öfter einmal absoluten Klartext oder lästerliche Bemerkungen. Wie sonst kann man in der Kürze der Zeit Inhalte zielgerichtet vermitteln. Natürlich besteht permanent die Gefahr, dass jemand etwas in den falschen Hals bekommt oder einen potentiellen Arbeitnehmer in eine bestimmte Schublade einordnet. Hier darf man aber wohl auf die Kommunikationsgrenzen des Web hinweisen. Es ist eben keine direkte Interaktion möglich. Die Zusammenhänge etwa bei Diskussionen oder allgemeinen Forenbeiträgen wären erst dann verständlich, wenn man sich als Beobachter eines Menschen tagelang durch die verschiedenen Vorgänge arbeitet. Da wird es alleine technisch schon schwierig, geschweige denn die Genauigkeit der Personeneinschätzung ausreichend. Und vom Diskussionsstil in einigen Fachforen reden wir besser gar nicht.

In so fern kann man vieles recht gelassen betrachten.

Aber es gibt auch Fälle, da würden bei mir mit Personalverantwortung die Alarmglocken schrillen. Wer nur pöbelnd oder mit Trunkenheitsbildern durchs Web zieht, kommt wohl kaum als zuverlässiger Teamplayer in Frage. Auch extremistische Äußerungen oder etwa die Zugehörigkeit zu Scientology wären für mich absolute Ausschlusskriterien.

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Die Börse – nicht nur für Internetwerte ein Wackelkandidat

Seit dem Crash in diesem Jahr schießen die Kurse wieder nach oben. Um die 50% hat der DAX an Wert gewonnen und auch der Dow Jones legte kräftig zu. Alles klar, alles in Butter, oder?

Nein.

Es ist unheimlich viel Geld im Umlauf, das irgendwo angelegt werden muss. Während des Crahs sind jede Menge Anleger ausgestiegen, die jetzt noch auf beträchtlichen Barreserven hocken. Zudem verleiten viele billige Kredite zur Spekulation. Die Kurse steigen, scheint ja soweit auch zu funktionieren.

Eben nicht.

Was man zurzeit sieht, sind viele Gewinnmitnahmen, welche die Kurse auch schon mal 4% an einem Tag einbrechen lassen. Betriebswirtschaftlich ist das nur zu erklären, wenn jemand auf ein Pferd gesetzt hat und schnell noch die Siegesprämie mitnimmt, bevor es zum Doping-Test geht.

Den hatte VW gerade in Form der neuen Aktionäre. Aus Katar kommt frisches Geld, das mit einem Preis von um die 170 Euro pro Aktie angelegt wurde. Währenddessen stand der VW-Kurs an der Börse deutlich über 200 EUR. Haben die Kataris also ein Schnäppchen gemacht? Mitnichten. Sie haben eben das gezahlt, was das Unternehmen wert ist. Die Spanne zwischen 170 EUR und weit über 200 EUR ist das, was die Spieler so gerne als “Phantasie” oder “Gewinnerwartung” bezeichnen. Mithin pure Psychologie und Show jenseits handfester Daten.

Klar, dass wieder viele angefangen haben zu zocken. Wie lange geht der Spaß jetzt gut bevor der nächste Einbruch kommt? Also schnell rein in die Aktien und beim geringsten Knirschen wie die Lemminge panikartig den Raum verlassen. Die aktuellen Schwankungen sind im Vergleich zu einem wirklich stabilen Markt sowie zu sowohl den Nachrichten, als auch Unternehmenswerten, als auch Konjunkturzyklen vergleichsweise hoch. Das deutet auf ein hektisches Hin- und Hergeschiebe hin, ohne dass sich an den Unternehmen und Absatzmärkten selbst etwas grundlegend getan hätte.

Natürlich gibt es dabei wieder satte Provisionen abzugraben. Das motiviert zusätzlich.

Ein gesunder Beteiligungsmarkt sieht meiner Meinung nach immer noch anders aus und ob das Geld jetzt noch in Aktien richtig angelegt ist – zweifelhaft, die Rallye ist m.E. kurz vor der Disqualifikation. Nur wann, ist die Frage. Zumal immer noch die gleichen Gestalten an den Töpfen hocken und wieder Provisionen einsacken, welche anfänglich den Mist verbockt haben.

Und, mal im Ernst. Vor ein paar Monaten war der DAX im Keller. Fragen Sie sich einfach: a) waren die Unternehmen damals wirklich so wenig wert und b) sind sie heute wirklich 50% mehr wert?

Wie gesagt, bei jedem Handel gibt es Provisionen……. the show must go on.

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Google kooperiert mit der Bibliotheque Nationale

Lange währte der Widerstand, jetzt ist Google drin. Nachdem vom französischen Staat initiierte Projekte für eine eigene Suchmaschine nicht so rechten Anklang fanden, kooperieren die Bibliotheque Nationale de France (BNF) und Google bei der Digitalisierung und Veröffentlichung von Büchern und Dokumenten.

Vorausgegangen waren Bestrebungen noch von Chirac, einen französischen Gegenpol zum Suchmaschinenriesen zu setzen. Doch die Europeana kam nie so richtig in Fahrt, obwohl dem Vernehmen nach zig Millionen in das Projekt gesteckt wurden. Jetzt soll auch die Gallica – die digitalisierte Version der BNF – mehr oder minder komplett in Google eingebunden werden. Zudem scannt und digitalisiert Google jede Menge Content für lau. In Zeiten knapper Kassen kann man mit solchen Verlockungen richtig punkten. Angeboten werden Dokumente, die allgemein frei zugänglich sind oder bei denen die Urheberrechte abgelaufen sind.

In den französischen Medien wird extrem emotional berichtet. So gut wie alle wichtigen Zeitschriften berichten online und auf Papier über das Geschehen. Bei vielen Beiträgen ist das Pathos recht hoch gehängt und reicht bis zu Aussagen wie: “Die Nationalbibliothek kapituliert vor Google.” Naja.

Tatsache ist, dass Google auch im Bereich Wissenschaft und Kultur mächtig Einfluss hat und diesen sukzessive verstärkt. Da wird man bei internationalen Recherchen kaum um Google herumkommen, zu bequem und umfangreich ist das Angebot.

Zurzeit werden Stimmen von Kritikern laut, die ein Meinungsmonopol befürchten und um die Authenzität sowie Einmaligkeit der Informationen bangen. Tatsächlich aber ist die erste Auswirkung viel banaler. Jeder wird weltweit an Dokumente herankommen, welche bislang durch Wissenschaftler und Journalisten evaluiert und in ihren Informationen verdichtet wurden – meinetwegen für Dokumentationen, Biographien oder Sachbücher. Das wird wohl in Zukunft auch vom heimischen Schreibtisch aus für jedermann funktionieren.

Mit anderen Worten: Wer ein Blog oder CMS bedienen kann, wird veröffentlichen – wenn ihn ein Thema interessiert. Damit ist eine Art Verallgemeinerung der Wissenschaft möglich, die in ihren Konsequenzen bislang nicht abgeschätzt werden kann. (Und das ausgerechnet im Land der Revolution ;-) ).

Wenn man es auf die Spitze treibt, könnte man sagen: Nette Sache mit den Doktortiteln, aber das Resultat bsp. einer Dissertation können geschickte Nutzer “mal eben” aus dem Web zusammenstellen. Man beachte hier die Doppeldeutigkeit der Aussage. So schnell wie nie sind für den Doktorentitel riesige Datenbestände durchforstet. Umgekehrt kann sich jeder das Resultat aus Recherche, Quellenanalyse, Verifizierung und verschiedensten Studien selbst zügig zusammenbasteln – vielleicht ist das schon ein neues Businessmodell?

Es bleibt spannend.

Geschrieben in Aktuelles,Web 3.0 | 1 Kommentar