Gewerbeauskunft-Zentrale.de – in meinen Augen Blödsinn

Da habe ich doch ein Schreiben von der Gewerbeauskunft Zentrale bekommen. Ich soll mich für ca. 40 Euro netto pro Monat bei denen eintragen. Aufgemacht ist das Schreiben der Gewerbeauskunftzentrale wie ein amtliches Schreiben, also Umweltschutzpapier, das typische Layout und so weiter.

Warum ist die ganze Nummer nun meiner Meinung nach eine versuchte Erschleichung meines Geldes für völlig unbrauchbare Dienstleistungen?

Die Gewerbeauskunft-Zentrale eignet sich aus SEO-Sicht nicht für das Linkbuilding in Google, da gibt es bedeutend sinnvollere Verlinkungen. Auch die möglichen Einträge werden wenig Besucher in Google finden (von denen sie dann auf die eigentliche Homepage weiterklicken können), dafür ist die Positionierung des Anbieters zu schwach – auch hier gibt es bedeutend sinnvollere Lösungen. Die angeschriebene Adresse kann zudem nur aus dem Pool eines Adresshändlers kommen – der Firmenname ist seit über 10 Jahren passee und geistert wohl nur noch durch diverse Datenbestände von Adresshändlern und Adressvermittlern. Kommt dazu noch die pseudo-amtliche Aufmachung, riecht das Ganze für mich schon arg nach Bauernfängerei – kein echter Betrug, aber eben auch keine so dolle Wirkung fürs Geld.

Zudem kann den Käufern von Einträgen der Gewerbeauskunft-Zentrale etwas ganz Schlimmes passieren: Google gibt in seinen Richtlinien für Webmaster eindeutig vor, dass keine Links gekauft werden dürfen. Damit können die möglichen Kunden der Gewerbeauskunft-Zentrale tierisch auf die Nase fallen, wenn erst einmal dieser Dienst selbst durch Google völlig entwertet wird und gleichzeitig Googles Qualitätsteam einmal genauer nachsieht, wer denn da alles einen Eintrag gekauft hat.

Also, zusammengefasst aus persönlicher Profisicht: Hände weg, besser selbst Alternativen suchen oder einen SEO beauftragen.

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Fußball WM – musikalisch

Nach den reichlich unsäglichen Bemühungen der deutschen Schlagerbarden mit “Stimmungsliedern” (also beliebigem Discofox für den Friseusen-Spartanz) gehen diverse Alternativen durch das Web.

Recht bekannt dürfte mittlerweile sein:

www.youtube.com/watch?v=ZDojLZlgxSI

Ähnlichkeiten mit der Lena-Mania sind rein zufällig ;-) . Es sind auf jeden Fall schon zig-Aufrufe der verschiedenen Versionen erfolgt und Stefan Raab übernimmt ja gerade die Promotion.

Etwas drastischer geht es hier zu Werke:

www.youtube.com/watch?v=w2JEpEj10a8

Ein gewisses Bild der italienischen Fussballweise (groooßes Kino beim Hinfallen ohne Feindeinwirkung mit zuviel Seitenwind). Naja, wer so etwas wie Berlusconi zum Boss macht………..

Fürs einfachere Gemüt gibts derweil Ikke Hüftgold www.youtube.com/watch?v=FLBccKhbERo , Reime nicht gerührt, sondern geschüttelt.

Ansonsten kann man immer noch Brings, Tony Marshall oder dergleichen mit den altbekannten “Stimmungsliedern” antun. Habe gehört, dass die ab 3 Promille sogar erträglich werden sollen…..

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Schon alle ausgerüstet? Günstiges WM Fan-Set

Upps, gerade erst gesehen. Schnell vor der WM kann man sich noch ein Fan-Set für einen günstigen Tarif sichern. Außer knapp 5 Euro Versand kostet das hier:

http://www.magnus.de/microsites/pearl-wm-aktion-second/

Nix.

Erfreulich, denn wir müssen alle sparen, meint Mutti Merkel ;-)

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Hilfe für Opel? Warum?

Gerade wird ja diskutiert, ob man Opel mit Bürgschaften von über einer Milliarde Euro unter die Arme greifen soll. Das finde ich höchst erstaunlich. Unter anderem deswegen, weil der Deutschland-Fonds nach meinem Wissen eine sehr klare Bedingung hat: Unternehmen soll nur dann geholfen werden, wenn sie vor der Finanzkrise noch keine Probleme hatten. Soweit ich das sehe, hatte Opel schon vor der Krise diverse Schwierigkeiten.

Weiterhin gibt es da noch die Muttergesellschaft General Motors, welche nach ihrer Pleite und der Neugründung auf sehr hohen Reserven hockt – man redet von um die 10 Milliarden. Ergo wäre es für GM sehr leicht, ein Zehntel davon in Opel zu investieren. Wieso das nicht gemacht wird und warum jetzt der Steuerzahler haften soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Außer, wenn GM versucht, abzuzocken. Mit einer derartigen Philosophie wären dann jedoch die Arbeitsplätze auch nicht langfristig gesichert – Unternehmen mit solchen Geschäftspraktiken pflegen nicht, sich für langfristige Engagements und sichere Arbeitsplätze zu verpflichten. Zu groß ist der Druck der Aktionäre, das Möglichste herauszuquetschen. Obendrein kann ich nicht beurteilen, was die neuen Chefs von GM tatsächlich können. Immerhin hatte die alte Führungsriege den Crash von GM zu verantworten. Entsprechend kann ich nicht einschätzen, was die neuen Chefs tatsächlich draufhaben.

Eines jedoch hatten sie erwiesenermaßen schon drauf: eine saubere Verarschung beim geplanten Verkauf von Opel. Wir erinnern uns: Die Bundesregierung hatte sich ein Bein ausgerissen, um Opel in gute Hände zu geben, Stichwort Verkauf an Magna. Nach monatlelangem Verhandeln hieß es dann plötzlich: ätsch, war alles nicht so gemeint. Und still und heimlich waren zuvor beispielsweise die wertvollen Patente, das Kern-Know-How, als Sicherheit für GM aus Opel herausgezogen worden.

Zusammengefasst traue ich GM keinen Millimeter weit. Ob man dieser Firma vertrauen kann, wenn sie jetzt mit staatlicher Bürgschaft arbeitet, um Opel-Standorte zu retten? Meiner Meinung nach ein klares Nein. Falls GM tatsächlich Opel dichtmachen möchte, könnten sich Bund und Land ja andererseits einmal überlegen, welche Fahrzeuge angeschafft werden. Beim Kauf von VWs, Audi, BMW, Mercedes bleibt das Geld im Lande.

Mit 1,1 Milliarden ließen sich zig Blockheizkraftwerke, Solarpanels und Windkraftanlagen bauen oder Dämmungen für Häuser errichten. Das würde erstens Arbeitsplätze schaffen, diese durch Wartungsmaßnahmen in Deutschland halten und obendrein umweltfreundliche Energie nebst mehr Unabhängigkeit von unsicheren Lieferanten bedeuten. Meines Erachtens sinnvoller, als GM zu pushen.

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Blogs im Aufwind – Apple mag sie nicht, Google schon

Zunächst mal ein Zitat von Matt Cutts (Googles oberster Qualitätswächter): “Google mag Blogs”. Kein Wunder, denn die unzähligen Blogger versorgen das Netz immer wieder mit frischen Inhalten. Es ist dabei absolut erstaunlich, wie viele Hochkaräter bei den Blogs unterwegs sind. Von der Tomatenzucht bis zu erlesenen Programmiertipps ist faktisch jeder Inhalt irgendwo in Blogs zu finden. Das ist eine mächtige Konkurrenz für etablierte Geschäftsmodelle, da Blogger die Inhalte frei zur Verfügung stellen.

Das genaue Gegenteil ist Geschäftsmodell von Apple. Für den iPad gibt es eine große Zahl kostenpflichtiger Abos, welche klassische Zeitungen und Magazine abbilden. Bei jedem Abo verdient Apple munter mit. Entsprechend kann es nicht im Interesse von Apple sein, dass viele Inhalte kostenlos im Web stehen und über Google gesucht werden.

Hier bahnt sich ein Kampf der Systeme, Geschäftsmodelle und Ideologien an. Apple braucht Verkäufe, Google finanziert sich über Werbung. Apple möchte seine Hardware an den Mann bringen und an proprietären Anwendungen verdienen, Google ist die Hardware egal – Hauptsache, die Benutzer gehen überhaupt ins Web.

Steve Jobs wettert entsprechend gegen Blogs und propagiert qualitativ hochwertigere Inhalte.

Stopp! Da stimmt etwas nicht. Blogger erreichen teilweise eine Top-Qualität, welche von vielen Zeitschriften und Magazinen eben nicht erreicht wird. Aufgefallen ist mir dies nicht zuletzt bei Finanznachrichten. Da gibt es einige Blogger, welche genüsslich den Jahresabschluss beispielsweise der HRE auseinandergenommen haben und weit vor den ersten Zerfallsspuren detailliert darlegten, warum es dort krachen würde. Nicht nur hier waren die Blogger um einiges schneller und ließen zudem fundierte Informationen einfließen, welche in der Öffentlichkeit bislang so nicht wahrgenommen wurden.

Dieses Beispiel kann man durchaus auch auf andere Branchen übertragen, weil mittlerweile auch eine Menge Firmenblogs unterwegs sind. Da gibt es dann detaillierte Informationen beispielsweise zu technischen Themen bis hin zu fein ausgearbeiteten Ingenieurinfos.

Ich bin gespannt, wie sich die Märkte weiter entwickeln. Zurzeit tendiere ich zu mehr Meinungsmacht und auch Meinungsfreiheit im offenen Web – Googles Geschäftsmodell. Die Informationshoheit in Hardware (iPad) abzubilden, erscheint mir hingegen zu teuer und für den Massenmarkt nicht sonderlich geeignet.

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