Geiles Teil – EOS 5 D

Neben der schon erworbenen EOS 550D ist bei mir jetzt eine Canon EOS 5D im Einsatz. Wow, das Ding kann echt was. Ich benutze beide Kameras sowohl als Fotoapparat, wie auch als Videokamera für meine Arbeit. Mit der 5D kann man noch eine ganze Menge mehr aus Bildern herausholen und zudem gute Objektive besser ausnutzen. Das Wichtigste für mich sind die unterschiedlichen Belichtungsarten. Wo die 550D eher in der Mitte einstellt, kann man bei der 5D mit einem Griff – pardon – Daumenschubser, die Belichtungsautomatik wie mit einem kleinen Joystick verschieben und so sehr effizient komplexe Bilder genau richtig abbilden.

Wahnsinn, was beide Kameras können. Ich bin ja früher mit einer Canon AE1 Program unterwegs gewesen. Das war eine Spiegelreflexkamera mit normalem Kleinbildfilm. Die Qualität war sehr gut, jedoch die neuen Möglichkeiten der Digitalkameras sind einfach nur beeindruckend. Für Zwischendurch habe ich noch eine Casio Exilim 2000, die aber nicht ansatzweise an die beiden Canons herankommt. Da kann man sich eher fast auf aktuelle Handy-Kameras beschränken. Mein olles Samsung 8910 HD macht fast genau so gute (oder mittelmäßige) Fotos, wie die Exilim. Jedenfalls, wenn mans im Vergleich zu den beiden Spiegelreflex-Digitalkameras sieht.

Übrigens gibts hier Tests zu Digitalkameras, die auch wirklich was taugen.

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Chile – Bergarbeiter endlich frei

Ich gebe es ja zu, ich meckere häufig über Vollidioten und Unfug. Aber heute gingen einige Bilder durchs Web, welche die Rettung der Bergleute in Chile zeigen. Das ist menschlich und technisch ein absolut erhabener Moment, finde ich. Und es zeigt, was der Mensch Positives bewirken kann, wenn er nur will.

Mit Hilfe aus der ganzen Welt wurden die Bergleute aus ihrem Gefängnis im wahrsten Sinne des Wortes rausgemeißelt. Die Nasa hat bei der Versorgung und Betreuung Unterstützung gewährt, die Idee für das Rettungssystem kommt aus Deutschland, die Medien haben für die nötige Öffentlichkeit gesorgt.

Es geht also, wenn man nur will.

Ich hoffe, dass dies ein kleines Signal ist, auch andere, vermeintlich unmögliche Projekte anzupacken und die Erde ein wenig in eine bessere Zukunft zu stubsen. Mir gefiel der ursprüngliche Wahlkampfslogan von Obama sehr gut: Yes, we can. Ich würde noch weiter gehen: Warum sollten wir nicht können? Wenn man sich mal ansieht, was der Mensch heute an Möglichkeiten hat, braucht man eigentlich weder Kommunismus, noch Faschismus, noch Medienherrschaft und erst recht nicht religiöse Extremsportler.

Wir haben heute mehr Spitzentechnik als jemals zuvor – auch, um die Auswirkung vergangener Technik in den Griff zu bekommen. Also, Jungs und Mädels: In die Hände spucken und los gehts………

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China macht Terz – mal wieder

Diese Woche wurde einem chinesischen Regimekritiker, Liu Xiaobo, der Friedensnobelpreis verliehen. Prompt empören sich die Machthaber und drohen Norwegen. Ich finde dies interessant, da langsam aber sicher Peking auch sonst immer mehr die Maske fallen lässt, was seine Großmachtbestrebungen angeht.

Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Opfer von Diktaturen, die sich trotzdem um einen Dialog bemühen, hat eine lange Tradition. Zu Zeiten des Naziregimes etwa bekam der im KZ eingesperrte Carl von Ossietzky den Preis, was Hitler und seine braunen Spießgesellen mächtig erzürnte. Andrej Sacharow erhielt den Preis 1975, als er bereits nach Gorki verbannt war und die kommunistischen Herrscher in Moskau eigentlich genau das gleiche Verhalten zeigten, wie es die übliche Diktatur halt gerne macht: Nach innen unterdrücken, nach außen möglichst expandieren. Ein weiterer Nobelpreisträger, Lech Walesa, wurde während der Demokratisierungsbewegung in Polen ausgezeichnet, in der die kommunistischen Diktatoren eben mal das Kriegsrecht verhängten. Der Dalai Lama hat schon einmal den Friedensnobelpreis bekommen, was Peking extrem erzürnte. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: China war und ist stocksauer, dass ein friedliebender, humorvoller und gebildeter Mann den Preis bekommt. Kein Wunder, denn die chinesische Diktatur hat völkerrechtswidrig Tibet nach einer Invasion kurzerhand annektiert. Früher nannte man so etwas Imperialismus….. Liu Xiaobo ist zurzeit ein einem Gefängnis eingesperrt, das wohl von den Normen her einem KZ zur Ehre gereichen würde. Sein Verbrechen ist eine andere Meinung und der Wunsch nach Demokratie.

Es war also zu erwarten, dass der Nobelpreis auch einmal direkt nach China gehen würde, weil dort ein totalitäres System mit Größenwahn und Unterdrückung den Traum der chinesischen Dominanz verfolgt und keine Rücksicht – weder intern noch extern – nimmt. Mit aller Macht und sämtlichen schmutzigen Tricks wird versucht, die Wirtschaft nach vorne zu bringen sowie gleichzeitig eine militärische Supermacht zu werden. Ob die eigene Gesellschaft oder andere Länder zum Teufel gehen – was interessiert es die Clique an den Schalthebeln.

Ich habe den Eindruck, China plärrt gerade los wie ein krimineller Jugendlicher, der mit den Fingern in der Keksdose erwischt wurde. Auch hier muss man sagen: wie mittlerweile üblich. Egal, ob es sich um Produktpiraterie, Ideenklau, elektronische Kriegsführung gegen westliche Staaten (da kann Merkel ein Lied von singen, sie und Deutschland allgemein sollten mittels Computerviren abgehört werden), die Unterstützung von Völkermord in Afrika zwecks Rohstoffbeschaffung handelt: Immer setzt ein Protestgeheul an, das nur eine Wahrheit zulassen will, nämlich die chinesische.

Kein Wunder also, dass es zu Liu Xiaobo Protestgeplärre gibt und der norwegische Staat aus chinesischer Sicht das Nobelpreiskommittee an die Kandarre nehmen sollte. Ich gehe davon aus, dass die Norweger jetzt mindestens Ministerbesuche erst einmal verschieben dürfen und die eine oder andere Handelsdelegation auf Granit beißt. Aber ehrlich, wen interessierts, wenn Chinas Bonzen die Welle Wahnsinn machen? Ich finde es gut, dass die Norweger Mumm bewiesen haben und nicht vor den unverschämten Forderungen zurückgewichen sind. Persönliche Meinung zu Pekings Großmachtwahn, Unterdrückung, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen, permanenter Wirtschaftskriminalität und Einmischungsversuchen in europäischen, demokratischen Staaten: Götz von Berlichingen wäre aktuell………

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Ämter schützen nicht vor Dummheit – und Opposition missbraucht Polizeieinsatz

Ich meine hierbei ausdrücklich die politisch Verantwortlichen in Stuttgart. Wenn es nicht schon genug Gegner für Stuttgart 21 gab, sind es nach den Eskalationen deutlich mehr geworden. Ohnmachtsgefühl und das Wissen um die vermutlichen Unsinnigkeiten des jetzigen Projektplanes dürften sich bei den Landtagswahlen bitter für die CDU rächen. Noch nie hat man einfacher dem linken Lager und den Grünen (oft schwer auseinanderzuhalten) wirkungsvollere Steilvorlagen geliefert. Wenn die Verantwortlichen nicht wegen des Einsatzes selbst rausgeworfen werden, dann wahrscheinlich aufgrund der eigenen Dummheit abgewählt. Und so etwas sollen Ministerpräsidenten und Innenminister sein – armes Deutschland.

Reflexgleich ging übrigens das berufsbetroffene Geheule der Linken und Grünen los, unterstützt von der SPD. In der Sache war an sich und erwartungsgemäß nichts zu hören – wie auch, dafür bräuchte man ja Kompetenz und Sachverstand. Dagegen gab es reichlich billige wie geschmacklose Versuche, alle mögliche Hebel in Bewegung zu setzen, damit bloß die amtierende Regierung getroffen wird. Dass dabei auch übertrieben auf die glücklos und überfordert agierende Polizei gehetzt wurde, rundet das geschmacklose Bild der politischen Landschaft ab. Man wollte irgendwie den Ministerpräsidenten treffen und dazu scheint jedes Mittel recht. Ich finde das ekelerregend. Armes Deutschland.

Stuttgart 21 wird als Musterbeispiel in die Geschichte eingehen, wie man besser keine Projekte durchführt: Irgendwo in höheren Sphären denken sich Staatsdiener und Bahn-Manager (Bundeseigentumsverwalter) ein Projekt aus und versäumen die direkte Einbindung der Politik und vor allem der Bevölkerung. Dann wird ein meiner Meinung mangelbehafteter Plan erstellt, der zum denkbar blödesten Zeitpunkt – Haushaltsdefizit – absehbar teurer wird. Anstelle die Bevölkerung einzubinden, gibt es ein Obrigkeitsgebaren wie in Preußen. Kommunikativ ist das im Internetzeitalter selten dämlich. Und nicht zuletzt bekommen sich jetzt Politiker aller Lager in die Wolle, welche nach meinem Eindruck in den 80ern gerade mal für den Kreistag ausgereicht hätten…..

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Ist jetzt der Staat gegen die Bürger – oder was?

Also langsam verstehe ichs nicht mehr. Nachdem man Banken wegen ihrer eigenen Dummheit zunächst massenhaft Kohle zugestanden hat, seit Jahren die Sozialisation von altem Hartz 4 Adel (Atze Schröder) nicht in den Griff bekommt und die Sicherheit aller durch den Bundeswehr-Kahlschlag absägt, läuft die Polizei in Stuttgart Amok.

Wer das Blog schon länger verfolgt hat, weiß, dass ich gegenüber gewalttätigen Demonstranten wie bei den Maikrawallen in Berlin oder im Hamburger Schanzenviertel eine eindeutige Meinung habe: Wer nicht hören will, muss fühlen.

Was aber jetzt in Stuttgart passiert, ist ja wohl abersinning bis völlig durchgeknallt.

Da soll ein Tunnel gebaut und der Hauptbahnhof unter die Erde verlegt werden. An sich eine gute Idee, weil Stuttgart als Sackbahnhof Probleme macht. Auch, dass man dafür Euros in die Hand nehmen muss, kann ich nachvollziehen. Nur: welcher Idiot hat das Projekt geplant? Bereits jetzt ist auch von staatlichen Stellen zu hören, dass die Kosten explodieren werden. Man ist versucht zu sagen: wie üblich, weil bei den involvierten Verwaltungsdeppen traditionell nichts so läuft, wie geplant. Obendrein, wenn noch die Bahn im Projekt mitmischt, könnten sich Verspätungen und Teuerungen potenzieren. Und zu guter oder schlechter letzt ist fraglich, ob die Kapazität des unterirdischen Bahnhofs nicht ein wenig knapp bemessen ist – nur 8 Gleise. Das ist verdammt wenig für einen Großstadtbahnof.

Zusammengefasst riecht es nach einem milliardenschweren und obendrein voraussehbaren Reinfall. Gerade in Zeiten knapper Kassen ist so etwas bedenklich.

Und was sehe ich da gestern im Fernsehen? Baden-Württembergs Innenminister Rech labert leicht überheblich grinsend, dass das Projekt rechtstaatlich beschlossen ist und mit aller Gewalt durchgesetzt wird.

Gewalt ist dabei ein gutes Stichwort. Was hat eigentlich die Polizei geritten, mit Wasserwerfern und Reizmitteln auf normale Bürger loszugehen? Ja, es hat auch gewaltbereite Demonstranten gegeben aber zumindest auf den Fernsehbildern waren diese gegenüber ganz normalen Bürgern verschwindend. Es waren eben nicht die Chaoten aus Berlin oder Hamburg, denen man ruhig mal richtig in den Arsch treten sollte. Es waren eine Menge Leute von nebenan, Steuerzahler und Wähler. Geht`s noch?

Nach diesem Ausrasten für die Rechtfertigung einer absehbaren Fehlplanung ist der Innenminister spätestens nach dem dreisten Gelaber im anschließenden Fernsehinterview unhaltbar. So etwas gehört aufs Abstellgleis.

Und der immer dreister auftretende Verwaltungs- und Politapparat sollte sich langsam mal überlegen, durch wen er eigentlich legitimiert ist und bezahlt wird: Durch die Bürger.

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