Kommt bald das Ende für 9Live?

Da sind aber böse Gerüchte unterwegs. Laut http://www.dwdl.de/story/29369/cashcow_hat_ausgedient_sind_die_tage_von_9live_gezhlt/ kann es sein, dass 9Live demnächst verschwindet.

Persönliche Meinung, keine Tatsachenbehauptung im rechtlichen Sinn:

Endlich, denn dieser Beschiss geht auf keine Kuhhaut.

Wo liegen die Probleme? 9Live macht sein Geld mit höchst dubiosen Gewinnspielchen. Man soll anrufen, um dann ggf. einen Preis gewinnen zu können. Machen das viele Menschen, klingelts bei 9Live mächtig in der Kasse, da ausnahmslos sauteure “Mehrwertnummern” verwendet werden. Der Zuschauer hat aber keine reelle Chance auf den Gewinn sondern wird durch dämliches Moderatorengequatsche bei der Stange gehalten, um dann bei den Lösungen oft sein blaues Wunder zu erleben. Währenddessen soll kein Anrufer eine der freien Leitungen treffen? Schwachsinn und Manipulation! Nicht selten sind die Lösungswege und Lösungen selbst absolut abstrus, wenn es um richtig Geld geht. Es soll eben keiner draufkommen. Bei kleineren Beträgen hingegen kann der Sender großzügig sein und verteilt auch schon mal ein paar Hunderter.

Beispiel gefällig?

http://www.youtube.com/watch?v=w0vBLXeXYAQ

Guckt Euch mal ruhig unter den Suchbegriffen: 9Live Betrug  bei youtube um……. weitere Beispiele – wobei SevenOne gerade massiv Beiträge bei youtube sperren lässt – warum wohl?

Ich würde den Abzockern keine Träne nachweinen und ebensowenig dem dreist quatschenden, mit-beschummelnden Moderatorengesindel.

Ende der persönlichen Meinung.

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Wikileaks – es langweilt langsam

Schon wieder haben diverse Medien und Internetplattformen nichts Neueres zu liefern, als das US-Getratsche vergangener Jahre. Wohlgemerkt, was man in den meisten Fällen sowieso schon die ganze Zeit wusste. Dazu kommt die tendenzielle Heulerei der Wikileaks-Fans und das reflexhafte Schreien der Wikileaks-Gegner. Als obs aktuell nichts Wichtigeres auf der Welt gäbe, wird zwischen beiden Standpunkten erbittert um die goldene Ananas geprügelt. Langsam wirds langweilig…

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Eurobonds – der gleiche Mist wie unser Länderfinanzausgleich

Gerade geistern ja wieder ein paar ziemlich phantasievolle Vorschläge zur “Rettung des Euro” sowie zur Hilfe für klamme Mitgliedsstaaten in der Gegend herum. Ich halte davon gar nichts, wenn man nun eine gemeinsame Euroanleihe herausbringen will, wo sich die eher schwachen Staaten billigeres Geld leihen können, während die starken Staaten mehr als bisher für geliehenes Geld zahlen müssen.

Wir haben hier in Deutschland ein ähnliches System, das sich Länderfinanzausgleich nennt. Klar, die Bundesländer mit stärkerer Wirtschaftskraft treten für schwächere Bundesländer ein. Allerdings sei die Frage erlaubt, warum es schon auf dem alten Gebiet der Bundesrepublik einige Bundesländer seit Jahrzehnten nicht schaffen, endlich mal Ordnung in ihre Finanzen zu bringen. Eine mögliche Antwort ist der fehlende Anreiz. Man kann eben munter so lange öffentliche Gelder – oft sinnlos – verblasen, wie ein dauernder Nachschub aus anderen Ländern gewährleistet ist. Es fehlt der Anreiz für verantwortungsvolles Wirtschaften.

Nimmt man dazu noch die neuen Bundesländer, wird es noch chaotischer. 20 Jahre nach der Einheit fließt der Solidaritätsbeitrag ohne Prüfung einer tatsächlichen Notwendigkeit immer noch automatisch flächendeckend. Auch das gehört auf den Prüfstand. Es kann nicht verantwortungsvoll und gerecht sein, wenn mit der Dusche Geld vergeben wird – unabhängig davon, wo es tatsächlich brennt. Einige Teile von Mecklenburg-Vorpommern entvölkern sich geradezu, während man dem traditionell ebenso schlecht wie arrogant wirtschaftenden Berlin munter das Geld hinterherträgt.

Was sollte da bei den geplanten Eurobonds anders sein? Glaubt irgendwer ernsthaft, dass Länder wie Italien oder Griechenland von heute auf morgen eine Ausgabendisziplin erlernen? Die Bananenrepublik Italien ist zudem mit ihrem m.E. Ober-Affen Berlusconi geradezu durchseucht von Vetternwirtschaft, Korruption und mafiösen Strukturen. Auch kann die griechische Regierung zwar ernst machen, jedoch bis der neue Kurs sich in der Verwaltung, den Seilschaften etc. durchgesetzt hat, wird es dauern. Meines Erachtens würden die zentralen Euroanleihen nicht funktionieren, weil sie als Selbstbedienungsladen zur Kompensation unfähiger Politik missbraucht würden. Ich habe keine Lust, dafür zu zahlen.

Unter einer Bedingung könnte ich den zentralen Euroanleihen allerdings problemlos zustimmen:

Das wäre machbar, wenn die Finanzpolitik ebenso zentral in Europa gesteuert würde. So könnte man den dubiosen Kandidaten sehr genau auf die Finger gucken und nur die Budgets freigeben, welche sinnvoll und nachhaltig angelegt werden. Außerdem sollten Steuerschlupflöcher geschlossen, die Steuerraten selbst sowie die Ausgabendisziplin angeglichen werden. Damit fällt dann auch das gegenseitige Ausspielen von Standorten flach, was bislang in Europa nur für Verlagerungen von Produktionsstätten und Verwaltungen sorgte, jedoch keine neuen Arbeitsplätze gesamteuropäisch schuf.

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Wikileaks – Sympathisanten greifen Zahlungssysteme an

Ich hatte ja schon einmal orakelt, dass es im Zuge der Veröffentlichungen bei Wikileaks Ärger geben wird. Das war nicht nur auf die diplomatische Ebene bezogen. Jetzt trudeln immer mehr Meldungen ein, dass Wikileaks die Geldquellen und Server abgedreht werden sollen. Und die Sympathisanten starten einen Kreuzzug gegen die Unternehmen, welche bislang als Spendenplattformen fungierten.

Kurz nach der Veröffentlichung der doch nicht so inhaltsträchtigen Dokumente auf Wikileaks ging es los. Kreditkartenfirmen und andere Unternehmen zur Zahlungsabwicklung sperrten nacheinander die Geldsammelfunktionen. Was sollen die auch anderes machen, wenn ihnen die US-Justiz im Nacken hängt. Aktuell werden von Sympathisanten daher verschiedenste Angriffe gegen Master Card, Visa oder Paypal gefahren. Üblicherweise handelt es sich um Denial of Service Angriffe, bei denen die Server mit Anfragen so zugemüllt werden, dass sie die Zahlungsfunktionen nicht mehr durchführen können sollen.

Zuvor hatte es Wikileaks selbst erwischt. Auch hier gab es Denial of Service Attacken, welche die Server de facto lahmlegten. Es geht hier aber auch ums Geld. Je mehr Anfragen ein Server bedienen muss, desto teurer wird es für den Webseitenanbieter- immerhin erfordert mehr Last auch kräftigere Systeme ud nicht zuetzt die Kosten für den Traffic gehen massiv nach oben. Logisch, dass es bei Wikileaks daher eng wird. Es kommt weniger Geld herein und die Kosten explodieren.

Beide Seiten spielen also gerade mit äußerst harten Bandagen.

Für mich verlieren damit beide Seiten den Anspruch, einfach Recht zu haben. Die verbissene und hoch ideologisch durchgeführte Auseinandersetzung hat irgendwie etwas peinliches. Auf der einen Seite die selbsternannten Kreuzritter der Weltordnung, auf der anderen Seite die selbsternannten Kreuzritter der Wahrheit. Ich glaube, beide verlieren in diesem Konflikt, weil beide unglaubwürdig sind.  Als erstes stirbt im Krieg die Wahrheit und beide Seiten sind de facto im Cyberwar.

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Novell – auf Wiedersehen

Das wars dann wohl auch offiziell. Novell lässt sich kaufen. Da ist kaum noch etwas übrig (zumindest im Vergleich zur ehemaligen Marktposition sowie den Steigerungsraten der Mitbewerber), was über die installierte Basis hinausgeht. Wer schon länger mit IT unterwegs ist, kennt vielleicht noch die Novell Netzwerksoftware sowie sogar ein Betriebssystem namens Novell DOS 7. Auch die ehemalige Beziehung zu WordPerfect, ebenfalls ein Veteran aus den Anfängen des PC, hats auf nicht mehr gebracht, als eine Geschichtsnote.

Dabei waren einige Technologien brandneu. So erlaubte das System mit als erstes einen einheitlichen Login – weltweit. Wohlgemerkt vor dem Boom des Internet. Auch die Directory Services waren bahnbrechend, was die Vereinheitlichung der Datenhaltung angeht. Hat alles nix genutzt. Ein meiner Meinung nach katastrophales Marketing, die Verstrickung in unproduktive Prozesse sowie nicht zuletzt das unglückliche Engagement in Linux mit dem Kauf von SuSE haben es einfach im Internetzeitalter nicht mehr gebracht. Tragikkomisch ist die Tatsache, dass man beispielsweise mit Android und AppleOS ganz gute Gewinne machen kann, die eigentlich auch nur auf Linux basieren. Nur haben es die entsprechenden Firmen geschickter gemacht…..

Ich glaube, dass die neuen Eigentümer hauptsächlich auf die installierte Basis sowie einige Technologiehighlights setzen werden. Immerhin kann man aus beidem noch einiges herausholen. Das wars aber auch schon.

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