Schaaade. Nix mit Party am 22……

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,769602,00.html

Genau wie bei Facebook, gab es auch eine Einladung bei Xing zur Party. Ähm, also, so eine Party, bei der jeder mitmachen kann und wo der Veranstalter vielleicht mit der Systembedienung und den Klicks etwas falsch bedient hat. Kann auch sein, dass die Funktionen nicht ausreichend waren. Kann dies und das, men weset nisch.

Ok, das kann bei 16-jährigen Mädels in Facebook schon mal passieren.

Passiert ists auf Xing (Businessnetzwerk!!!) – das in Zeit nach der Systemumstellung von vielen Nutzern als schwer bedienbar angesehen wird. Die Krtik der Nutzer ob der Usability verhallte bisher in vielen Fällen.

Der Systembediener und Party-Einlader war in diesem Fall ein Vice President des Unternehmens selbst ;-) .

Geschrieben in Aktuelles | Keine Kommentare

Web 3.0 – weg von den Communities?

Zurzeit beobachtet man bei der technischen Avantgarde ein interessantes Phänomen. Während immer noch zahlreiche Nutzer in die sozialen Netze stürmen, ziehen sich eine ganze Menge gute Onlinemarketer zumindest bei den eigenen Aktivitäten zurück. Und zwar in eigene Projekte. Ok, manche möchten immer noch ein paar interessante Kunden und Kontakte im Bereich Social Media sammeln, jedoch steigt der Kommunikationsaufwand und auch die benötigte Zeit für Aktivitäten an. Gleichzeitig gibts so viel zu tun, dass man gar nicht mehr jede Statuszeile von irgendwem lesen möchte.

In den Communities wird zunehmend über Kommunikation kommuniziert. Zumindest, wenn es um professionelle Inhalte beim Online Marketing geht. An sich sind aber oft schon alle Fragen und Antworten gegeben. Dementsprechend langweilig wird es für die Profi-Liga. Und anstelle jetzt jedem möglichen Kunden hinterherzurennen, sich dabei dauernd mit anderen Anbietern herumzuschlagen, gehen viele seit langem ihre eigenen Wege. Ganz einfach auch deshalb, weil immer mehr anspruchsvolle Kunden auch einmal nach älteren Beiträgen suchen und sich gezielt Leute herauspicken, welche schon seit Jahren offensichtlich erfolgreich im Job tätig sind.

Das ist jetzt nicht böse gemeint aber zu viel Kommunikation über Kommunikation ist nicht umsatzfördernd. Reden über Social Media ist für mich so effizient, wie den Vesuv anzuzünden. Das Ding läuft und gut ists. Ab und zu ein paar Highlights setzen reicht vollkommen aus, wenn man wahrgenommen werden möchte. Die richtigen Kunden erkennen dann schon selbst, wer etwas kann und wer nicht. Wie gesagt, es ist nicht böse gemeint aber die Arbeit wird nicht weniger und anstelle fleißig Diskussionsforen zu füllen, kann man auch den eigenen Geldbeutel füllen und gleichzeitig noch für ausgewählte Kunden verfügbar sein. Das Web 3.0 verlagert sich damit von reinen Communities hin zu zielgerichteter Kommunikation. Das gilt auch für die aktive Suche nach neuen Kunden. Ich glaube, dass viele Leute die sozialen Netze immer mehr zur reinen Adress- und Kontaktgewinnung nutzen. Man siehts ja bei den Besuchern des eigenen Profils.

Nach wie vor wird es noch reichlich Aktivitäten in sozialen Netzen geben, keine Frage. Und es ist ehrlich gesagt auch recht praktisch, wenn man mal eben in Facebook ein paar Urlaubsfotos von unterwegs einspielt. Schnell und einfach hat man seinen Freunden weltweit einen Urlaubsgruß gesendet. Dagegen sind, wie schon in einem sehr frühen Beitrag von mir erwähnt, web-3-0-die-untreuen-besucher dauernde Änderungen der Besucherströme je nach Funktionalität und Attraktivität der Communities, kaum mehr verwaltbar. Sehen Sie sich einfach einmal an, wie viele halbwegs ernstzunehmende soziale Netze gerade den Erdball umspannen. Die kann man weder als normaler Mensch, noch als Firma überhaupt noch alle bedienen.

Geschrieben in Aktuelles,Web 1.0,Web 2.0,Web 3.0 | Keine Kommentare

Nein zur Griechenland-Hilfe!

Ich hoffe, bei unseren Volks(ver)tretern siegt doch noch der gesunde Menschenverstand. Ok, die Hoffnung ist zugegeben gering aber vielleicht finden sich ja doch noch ein paar wenige Aufrechte. Ich habe nichts gegen den Euro und auch nichts gegen Griechenland. Sehr wohl habe ich etwas gegen Verschwendung von Steuergeldern, Abzocke der Banken und unfähige oder korrupte Politiker.

Zunächst mal ganz klar. Griechenland hat sich selbst mit Anlauf in die Bredouille geritten. Deren Politikergesindel und die Gewerkschaften haben beschissen, abgezockt und Geld ausgegeben, dass sie nicht hatten und niemals verdienen werden. Da können sich die griechischen Bürger mal selbst an die Nase fassen, was  für Typen den Kurs bestimmt haben und wer diese Heinis gewählt hat. Das kann nicht unser Problem sein und werden. Wer sich Luxus nicht leisten kann, sollte eben nicht so viel Geld ausgeben.

Banken haben Griechenland reichlich Geld zu abnormen Zinssätzen geliehen. Und haben sich dumm und dämlich verdient. Verdienen sich wohlgemerkt jetzt immer noch dumm und dämlich. Und würden sich auch weiterhin dumm und dämlich verdienen, wenn der IWF sowie Europa jetzt noch Geld ins nicht mehr zu rettende System Griechenland hereinpumpen. Wo bekommen IWF und Europa das Geld für solche Kapriolen her? Von u.a. den deutschen Steuerzahlern und anderen Ländern, die halbwegs vernünftig gewirtschaftet haben. Griechische Staatsanleihen haben Prozentsätze, da wird einem schlecht. Und die Banken, die teilweise gerade erst bei der Wirtschaftskrise von den Regierungen gerettet wurden, machen einen Riesengewinn. Und der wird indirekt von uns allen bezahlt. Ich habe aber keine Aktien der Deutschen Bank oder anderer “Institute”. Mir ist es schnurzegal, wenn die mal ein paar Miliarden Miese machen. Dafür zahlen will ich nicht. Das kann nicht unser Problem sein und werden. Wer zockt und auf die Nase fällt, ist selbst schuld.

Es geht aber noch doller. Zurzeit besucht ja Sarkozy unsere Kanzlerin. Und er hat ein Riesenproblem. Genauer: französische Banken haben ein Riesenproblem, denn sie haben Griechenland zig Milliarden geliehen. Wenn jetzt Griechenland baden geht, hängen einige französische Banken reichlich in Schräglage. Also hat Sarkozy ein extremes Interesse, dass die Banken eben nicht an der Pleite Griechenlands beteiligt werden, sonst könnte es bei ihm knallen. Aber auch das ist nicht unser Problem und sollte es auch nicht werden. Wäre ja noch bekloppter, wenn die deutschen Steuerzahler für den Unsinn französischer Banken aufkommen müssten und nach der eh irgendwann stattfindenen Staatspleite Griechenlands auf den Miesen sitzenbleiben. So nicht, meine Damen und Herren! Privatwirtschaft heißt Risiko und wenn jemand ein Unternehmen aus Gier oder Dummheit vor die Wand fährt, darf es nicht zum Ballast für die Allgemeinheit werden.

Man darf es ruhig so sagen, wie es ist: Griechenland ist vollkommen pleite und jeder Versuch, da noch Geld hereinzupumpen, ist verlorenes Geld. Griechenland hat aufgrund seiner Betrügereien der Politiker die Mitgliedschaft im Euro erschlichen. Gleichzeitig sitzen teilweise dieselben Typen noch im griechischen Parlament oder bei den Gewerkschaften und blockieren munter jede sinnvolle Reform, während denen das Land um die Ohren fliegt und Mittelstand sowie einfache Angestellte vor die Hunde gehen. Das ist nicht unser Problem, weil wir nicht eingreifen können.

Wenn der Euro an Griechenland scheitern sollte, ist das prinzipiell unser Problem. Das schmeckt mir nicht. Aber noch dümmer wäre es, jetzt schlechtem Geld gutes Geld hinterherzuwerfen. Die bisherigen Hilfen können wir abschreiben und viele Banken werden das insgeheim auch schon gemacht haben. Trotzdem soll jetzt noch Geld fließen, direkt in die Tasche der Banken – sie würden weiter exorbitante Zinsen von Griechenland kassieren und wir würden mit Steuergeldern dafür gerade stehen müssen. Das ist sehr wohl unser Problem.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Griechenlands Bürgerschaft kann sich ja mal bei denen umsehen, die dort munter die Hand aufgehalten haben und beispielsweise bei Bonzen, Geschäftemachern, Immobilienhaien oder dem dortigen Parteigesocks kassieren. Meinetwegen können sie auch ihre Politiker verprügeln, Gewerkschaftsbonzen ins Mittelmeer werfen oder die Abzocker enteignen. Lieber ein radikaler Schnitt und Wiedereinführung der griechischen Drachme als ewig zahlen zu müssen. Und meinetwegen ein stabiler Nord-Euro ohne Ballast.

Geschrieben in Aktuelles | 4 Kommentare

Xing – Unzufriedenheit nach Relaunch anscheinend sehr groß

Da hatte sich Xing nach meinem Ermessen etwas zu viel vorgenommen. Man könnte auch meinen, Xing hat sich übernommen. Nachdem ich in der letzten Zeit eine abnehmende Qualität und Quantität der Beiträge in den großen Foren empfand (und einen Schwund der zahlenden Premium-Mitglieder, inklusive mir), regt sich zumindest in meinem Bekanntenkreis erheblicher Unmut über den Relaunch.

Bislang sehr leicht zugängliche Informationen werden jetzt etwas aufwändiger zu erreichen. Mehr Klicks sind nötig, wenn man beispielsweise an den aktuellsten Beitrag eines Threads gelangen möchte. Ich empfinde eine solche Vorgehensweise bei der Benutzerführung als reichlich unkonventionell. Man könnte auf einige ketzerische Gedanken kommen:

Hat Xing ein Problem mit immer weniger aktiven Benutzern? Sind denen viele Leute aus dem Premium-Bereich abgesprungen? Was ist mit den großen Foren los, warum ist dort in meinen Augen so wenig hochqualitative Aktivität? Dient der Relaunch eventuell einem ganz anderen Zweck, nämlich mehr Seitenaufrufe zu erzwingen, damit man besser an Werbeschaltungen verdient?

Ich hatte ja schon einmal über untreue Besucher berichtet, die von einer Social Media Plattform zur nächsten ziehen. ( web-3-0-die-untreuen-besucher ) Trifft das eventuell gerade in voller Härte auf Xing zu, werden die zahlenden Mitglieder schnell weniger?

Geschrieben in Aktuelles,Online Marketing,Web 1.0,Web 2.0,Web 3.0 | 10 Kommentare

Zeitfresser im Onlinebereich

Was gibt es nicht alles an Foren, Portalen und Communities. Wenn man alle in hoher Qualität bedienen würde, käme man vermutlich nicht mehr zum Arbeiten. Speziell im Bereich der sozialen Netze explodieren geradezu die Aktivitäts- und Statusmeldungen. Nehmen wir mal an, man hätte bei Facebook 50 Freunde, die ihrerseits jeweils noch einmal 50 Freunde haben. Geht man zunächst nur auf seine Freunde ein, sollte man auch ab und an schauen, was deren Freunde wiederum bezüglich der Statusmeldungen seiner ursprünglichen Freunde posten oder kommentieren. Nicht nur aus reiner Höflichkeit, sondern auch, um kommunikativ am Ball zu bleiben.

Ergo steigt das Kommunikationsaufkommen selbst bei zurückhaltender Aktivität stark an. Und weil es nicht nur Facebook gibt, gilt ein ähnlicher Mechanismus auch für andere soziale Netze.

Es lauert die Falle, dass irgendwann Kommunikation nur noch der Kommuniaktion wegen statt findet. Damit wäre ein produktives Arbeiten selbst für die Verfechter von Social Media im Web nicht mehr möglich. Man erstickt förmlich an Beiträgen, Kommentaren und Antworten.

Eine Selbstbeschränkung muss her, sonst geht die Qualität zu Lasten der Quantität verloren. Zumal verschiedene Diskussionen zusätzlich massiv Zeit kosten. Man kann dabei sagen: je größer das Forum, desto eher laufen Threads aus dem Ruder und machen richtig böse Aufwand, wenn man vernünftig dabei bleiben will. In dieser Situation wird auch das eigene Marketing immer schwieriger. Besonders, wenn man die von vielen Leuten eingeforderte “Kommunikation auf Augenhöhe” mit allen Interessenten und möglichen Kunden anstreben möchte.

Auch hier muss weniger mehr sein. Geschäftsvorfälle mit vielen Diskussionen drumherum sind irgendwann nicht mehr handhabbar -  rein technisch gesehen. Und auch die bloße Konversation erweist sich irgendwann als nicht mehr praktikabel, wenn man sämtlichen Anreizen und potentiell interessanten Themen hinterherhechelt.

Ich glaube, ja ich weiß, dass viele Teilnehmer der sozialen Netze vor genau diesem Dilemma stehen. Auch ist eine derartige Reizüberflutung Gift für tatsächlich statt findende Umsätze. Entsprechend rechne ich mit einer noch ansteigenden Welle an Social Media Aktivitäten durch Unternehmen, welche jedoch sehr schnell in sich zusammenbrechen kann und zu einer Konsolidierung am Markt führen wird……..

Geschrieben in Online Marketing,Web 1.0,Web 2.0 | Keine Kommentare