Banker oder besoffene Schimpansen?

Es scheint irgendwie aufs Gleiche rauszukommen, ob man eine Horde besoffener Schimpansen eine Bank leiten lässt oder gelernte Bankleute. Ups, mal eben um über 55 Milliarden verrechnet. Kann ja mal passieren. Ich frage mich, ob die sich irgendwas in den Kaffee kippen oder sonstwie Zugang zu Bewusstseinserweiterungen aus der Apotheke haben. Da sollen Manager rumlaufen, deren Gehalt auf 500.000 EUR pro Jahr beschränkt wurde. Sorry, aber für diese “Leistung” gibts meines Ermessens höchstens ein Büschel Bananen zum selber biegen.

Aber irgendwie scheint eine leichte Rechenschwäche Tradition bei der HRE zu haben. Wir erinnern uns: in der Krise sollten ursprünglich ein paar Milliarden für die Rettung reichen. Dann fand die Deutsche Bank weitere Leichen im Keller (wieder zig Milliarden) und lehnte dankend eine Übernahme ab. Zuletzt brauchten die m.E. so ziemlich unfähigsten Banker in der Geschichte Deutschlands über 100 Milliarden.

Naja, wenigstens reduziert sich der Schuldenstand etwas. Zumindest, bis einige Schlauköpfe erschreckt merken werden, dass die Bad Bank der HRE noch einige griechische Staatsanleihen im Portfolio hat………..

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Das war ein kurzer Hoffnungsschimmer – Slowakei knickt ein

Wird wohl nix mit dem Stopp des vollkommen schwachsinnigen, weil untauglichen Rettungsschirms. Und wieder einmal bastelt man an den Symptomen herum, ohne die tatsächlichen Probleme zu lösen. Und wieder mal wird der Bürger für den vollkommenen Blödsinn anderer zur Kasse gebeten. Das Beste, was Griechenland passieren kann, ist der Austritt aus dem Euro. Nur dann kann man mit einer Abwertung einer eigenen Währung wieder konkurrenzfähig werden. Und zuvor wird es so oder so einen Schuldenschnitt, also eine Insolvenz des Landes geben müssen. Alles andere ist Augenwischerei und Bankenrettung. Augenwischerei brauche ich nicht und die Banken sind mir egal – es gibt so gut wie keine systemrelevanten Banken, die nicht zu ersetzen wären.

Trichet hat die EZB zur Bad Bank gemacht, die wahrscheinlich mit unserem Steuergeld auf sehr vielen Schulden sitzen bleiben wird. Das ist im französischen Interesse, weil dort viele Banken am Fliegenfänger hängen. Im deutschen und europäischen Interesse ist es nicht.

Wir können uns Pleitestaaten und Luftschlösser im Euro nicht leisten. Vernünftiges Wirtschaften wird bestraft, während die Spaßfraktion munter herumprasst und kein Bein vors andere bekommt. Nach meiner Meinung sollte man nur wirtschaftlich ähnlich, d.h. solide arbeitende Staaten im Euro belassen und gerne auch neue aufnehmen – Polen und Tschechien. Längst ist eine Transferunion entstanden, welche die tollsten Kapriolen dubioser Politiker und zockende Banken finanziert. Für nichts und wieder nichts. Der Maastricht-Vertrag wurde de facto ausgehebelt und die Politiker treiben es immer toller mit unserem Geld, das viel sinnvoller eingesetzt werden kann.

Griechenland ist mit einer Rekordzahl von Beamten nicht mal in der Lage, die regulären EU-Strukturhilfen abzurufen. In Italiens Süden versackten Milliarden ohne jeden Gegenwert im Korruptionssumpf. Spanien blähte seine Bauindustrie bis zum Gehtnichtmehr auf und jetzt platzt die Blase – sie können es aber noch in den Griff bekommen. Portugal kann ich nicht genau beurteilen aber dort bemüht man sich wenigstens auf niedrigem Niveau. Wer so einen gesammelten Schwachsinn dauerhaft subventionieren will, schadet dem europäischen Gedanken massivst. Auch der Blödsinn mit den Eurobonds kann nicht funktionieren, weil es auf eine Überbeanspruchung der gesunden Volkswirtschaften herausläuft, die dann durch mies wirtschaftende Länder heruntergezogen werden. Tja, und wenn sich Banken verzocken, muss es für sie die gleiche Konsequenz haben können, wie für jedes andere Unternehmen: Notfalls Konkurs.

Dass die Kreditvergabe und Bankenhilfe nicht die Bohne funktioniert, sieht man an der IKB und HRE. Da stecken zig Milliarden sauer erarbeitete Steuergelder drin, von denen wir wenig oder gar nichts wieder sehen werden.

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Ich mag die Slowakei

Nanü, man ist überrascht. Es finden sich in europäischen Parlamenten offenbar doch noch Reste von gesundem Menschenverstand. Nichts ists mit der Ausweitung des Rettungsschirms und ich hoffe, das bleibt auch so. Wer Griechenland oder so manche Bank retten möchte, kann auch gleich noch versuchen, die  Gezeiten des Meeres abzustellen. So langsam wirds auch der politischen Klasse klar, dass Griechenland besser pleite geht und man ggf. auch einige zockende Banken über die Klinge springen lassen sollte.

Mal ehrlich, wer hat denn im Ernst an eine Rückzahlung der griechischen Schulden geglaubt? Wie blöd müssen Bank-Manager sein, wenn sie der Politik und deren Bitte geglaubt haben, die griechischen Papiere zu halten? Wir reden nicht über solide Geschäftsleute, sondern Politiker. Die Devise musste sein: rette sich wer kann und bloß weg mit dem Müll. Nein, lieber wollte man die ach so dollen staatlichen Garantien nutzen, um mit irren Zinssätzen so richtig Kasse zu machen. Das geht jetzt in die Hose.

Ich finde, man sollte auch ganz bewusst diverse Banken auf ihren Miesen sitzen lassen und deren Zusammenbruch riskieren. Andere, solidere Institute würden deren Rolle leicht übernehmen können. Es kann nicht sein, dass zum zweiten Mal der Bürger für die Unfähigkeit der Banker einspringen muss. Banken sollten nur dann Geld bekommen, wenn sich der Staat als für seine Bürger handelndes Instrument einen dicken Gewinn verspricht und meinetwegen von den Immobilien bis zu sonstigen Betriebsmitteln alle Sicherheiten übereignet bekommt.

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Die Meinungsmacher verdienen gut an Trends – der Rest weniger

Auch im Internet gibt es Stars. Meist sind dies Personen, welche sich munter durchs Netz wühlen und interessante Gedanken aufgreifen. Das wird dann sehr oft als eigenes Gedankengut umformuliert und möglichst publikumswirksam als Erkenntnis offenbart. Hat man die entsprechende Publicity im Hintergrund, etwa durch Fernsehauftritte, Beiträge in Print-Magazinen oder auch Auftritten auf Kongressen, ist Ruhm und Ehre garantiert. Naja, vor allen Dingen Ruhm und Geld, da diese Personen als Informationsverdichter und teilweise auch Visionäre wahr genommen werden.

Diesen Mechanismus versuchen, viele zu kopieren. Indem sie beispielsweise die Erkenntnisse und Statements der Gurus aufnehmen und selbige als Trend ihren Kunden verkaufen möchten. Wer sich einmal ansieht, wie viel über soziale Netze oder Web 2.0 geschrieben wurde und wird, konstatiert schnell ein verzweifeltes Rennen um eine schnellstmögliche Marktabschöpfung. Mal mehr, mal weniger geglückt. Richtig verdienen dürften nur ein paar öffentlich in allen Kanälen (auch außerhalb des Internet) präsente Personen, während sich die große Masse der Nachzügler um die Brosamen prügelt.

Meiner Ansicht nach ist es nicht effizient, Trends hinterher zu rennen, um dann letztlich den noch ahnungsloseren Kunden den Trend an zu drehen. Es ist mir einfach zu lästig, bei jedem Schluckauf der Branche das früher Gesagte wieder umzuwerfen und eine neue Sau durchs Dorf zu treiben. Man müsste mit diesem Mechanismus immer wieder den Kunden erklären, warum der letzte Trend nicht funktioniert hat und dass der neue garantiert ganz anders aussieht. Kunden, die derweil abgesprungen sind, müssen durch neue Kunden ersetzt werden, denen man wieder etwas vom Pferd erzählt und fortan wie eine Wanderbaustelle auf der A2 durch die Auswirkungen des Trends stolpert.

Ich glaube, die meisten Trendsetter und Folger der Gurus haben ein sehr stressiges Leben ohne wirklich oft bedeutende Einnahmen. Das hindert die Folger nicht daran, jedes mal wieder einen großen Erfolg zu vermelden, der bei genauerer Überprüfung oft eine Luftnummer ist. Vielen Unternehmern und Beratern im Bereich des ehemaligen Web 2.0 sowie aktuell Social Media geht es jedenfalls nach meiner Beobachtung nicht wirklich gut. Man muss sich an die Spitze der Trends setzen, damit man diese mit gestalten kann. Und man sollte nicht alle Ideen und Fähigkeiten öffentlich heraus posaunen, sondern still und heimlich zu eigenen, marktfähigen Produkten entwickeln. Das würde dann auch von den Meinungsmachern wahr genommen und diese können dann als Multiplikator genutzt werden………..

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Ja wo laufen sie denn? Soziale Netzwerke

Himmelhilf, das wird ja richtig Arbeit, wenn man überall die Augen offen halten muss – wenn es etwas Neues an Beiträgen oder von Mitgliedern allgemein gibt. Nimmt man nur mal Xing, Facebook und Google+, wäre man bei einem einigermaßen ausgeprägten Freundeskreis täglich je rund eine halbe Stunde beschäftigt, sich alles durchzulesen und eventuell darauf zu reagieren. Und dann gibts ja noch die Plattformen wie LinkedIn usw., die ab und an auch gepflegt sein wollen.

Das ist richtig Arbeit, die von anderer Arbeit abhält. Ich mache es mir seit geraumer Zeit sehr viel einfacher und fahre sehr gut damit.

Die meisten Statements sind für mich direkt nicht von Belang, also beachte ich sie nicht. Auch diverse Postings in Xing-Gruppen dienen zwar prächtig als Aufhänger, jedoch wird mir die daraus wahrscheinlich entstehende Diskussion einfach in mehr als 99 Prozent der Fälle zu zeitintensiv und zu unergiebig. Ergo setze ich nur noch ab und an ein paar Highlights und gehe auf die Masse an Meinungen oder Thesen überhaupt nicht mehr ein.

Ich gehe sogar so weit, dass ich Einladungen u.a. als Freund bei Facebook, für irgendwelche Gruppen in Xing oder Kreise in Google+ gar nicht mehr beantworte, sondern kommentarlos wegklicke. Damit könnte ich zwar den ein oder anderen interessanten Kontakt verpassen, spare mir jedoch sehr viel unnützes Gerede und vollkommen uninteressante Angebote. Gerade letztere haben gerade wieder einen ziemlich heftigen Level erreicht. Und, ehrlich, mir ist die Reaktion der Leute dann ziemlich egal. Immerhin wollen die was von mir und ich nichts von denen. Die ganzen Berater, Versicherungsfuzzis, Esoterik-Typen, Coaches, hoffnungsvolle Gruppen-Moderatoren und was noch immer da herumflitzt, brauche ich nicht zum Leben oder für mein Glück. Sehr wohl brauche ich ab und an etwas Ruhe in einem Vollstress-Job oder auch Zeit für mich. Mir ist es lieber, meinetwegen angeln zu gehen oder ein gutes Buch zu lesen, als im Endresultat sinnlos an der Tastatur zu hängen und während dessen für jeden Hinz und Kunz erreichbar zu sein. Ich bin dann lieber für Kollegen und Freunde da, jedoch keine öffentliche Person mit fremdbestimmter Zeiteinteilung durch eine letztlich ergebnislose Kommunikationsüberlast.

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