Iran macht wieder Zoff

Nachdem aufgrund der UNO-Berichte über den iranischen Atomwaffenbau die USA, Kanada und Großbritannien die Handels- und vor allem Bankbeziehungen abgebrochen haben, stürmten iranische Studenten die britische Botschaft. Nach internationalem Recht ist das britisches Hoheitsgebiet, also sowohl strafrechtlich, wie auch sonst verboten. Die “Sicherheitskräfte” des Iran schritten nicht ein.

Dies zeigt wieder einmal, welch Geistes Kind das iranische Regime ist. Der totalitäre Staat hätte die Erstürmung durchaus verhindern können. Wie tatkräftig die “Sicherheitskräfte” der Mullahs sind, haben sie mehrfach bei der Niederschlagung von demokratisch gesinnten Demonstrationen bewiesen. Man darf also konstatieren, dass der Wille fehlte. Und man darf auch vermuten, dass die “Studenten” genau so vom Staat gesteuert waren, wie ehedem bei der Geiselnahme in der amerikanischen Botschaft.

Der durchgeknallte Hungerhaken Achmadinedschad hat wahrscheinlich ebenso seine Finger im Spiel gehabt, wie die herrschende Clique mehr oder minder verquerer Geistlicher, welche eine Religion als pervertierten Anspruch auf den eigenen Machterhalt missbrauchen.

Natürlich ist wieder der böse Westen an allem schuld und der arme Iran möchte sich nur wehren. Man bastelt ja “nur” an Atomwaffen und Mittelstreckenraketen, damit man sich gegen die bösen USA, die Welt an sich und alle Andersdenkenden im Speziellen wehren möchte.

Blödsinn.

Mit Mittelstreckenraketen erreicht man nicht die USA. Für die Bedrohung Israels reichen Kurzstreckenraketen. Der Iran werkelt munter an einem überregionalen Machtanspruch und dürfte versuchen, Europa erpressbar zu machen. Während dessen sorgt die Unterstützung von Hamas und Hisbollah für ein wohldosiertes Krisenmanagement gegen den Erzfeind Israel, das von den eigenen Problemen ablenken soll.

Das Regime ist nicht mehr ganz so stabil wie ehedem, die Hoffnungen der Revolutionäre gegen den Schah und auf ein besseres Leben sind längst im Wüstenstaub verflogen. Um an der Macht zu bleiben, ist einem Haufen von politischen Mullahs jedes Mittel recht. Sei es die Niederschlagung von friedlichen Demonstrationen, sei es eine Ablenkung durch Terrorunterstützung, sei es der organisierte “Volkszorn” wie jetzt bei der Bootschaftserstürmung. Das Land ist mit dieser Konstellation hoch gefährlich.

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Die Demokratie muss Zähne zeigen

In dieser Woche sind unglaubliche Vorfälle zu rechtsextremem Terror bekannt geworden. Der Verfassungsschutz hat geschlafen und eine beispiellose Mordserie geht auf das Konto von asozialen Spinnern der rechten Szene. Kann sich eine Demokratie das gefallen lassen? Nein.

Um es vorweg zu nehmen, ich halte sowohl rechte Gruppen, wie auch linke Gruppen und Islamisten für Propaganden absolut nicht funktionierender Gesellschaftsordnungen. Immer wird eine Ideologie vorgeschoben, um angeblich die Welt zu erklären und sich Phantasiegebilde einer vermeintlich besseren Welt zu basteln. Und immer geht es auf Kosten der Allgemeinheit: Erst gibt es Sündenböcke, dann ein nicht funktionierendes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem und zuletzt heftigste Aggressionen gegen alles und jeden, weil man den verqueren Weg irgendwie gegenüber besser funktionierenden Systemen rechtfertigen muss. Die Extremisten drängeln sich mit Ansage ins Chaos. Und irgendwann auch die Staaten, in denen sie wüten.

Beispiele aus der Geschichte gibt es genug. Betrachten wir das Ganze einmal rein wirtschaftlich. Hitlers Wahnstaat wäre ohne Krieg schlichtweg auf die Dauer pleite gegangen. Die Sowjetunion ist pleite gegangen und auseinander gebrochen. Im Iran bröckelt es und auch sonst bekommen Islamisten nirgendwo auf der Welt einen funktionierenden Staat hin. Vollkommen verquere Regime können nicht bestehen. Ich habe es nur rein wirtschaftlich geschildert, vom unsäglichen Leid der Opfer und der zutiefst unmoralischen Vorgehensweise der Machthaber ganz zu schweigen.

Ich will, dass der Staat mit aller Gewalt gegen rechte, linke und islamistische Terroristen vorgeht und meine Ruhe sichert. Es ist nicht akzeptabel, diesen Gestalten auch nur ein bißchen Spielraum einzuräumen. Ok, Deutschland hat seine Probleme, vielfach ist der Staat zur Beute der Parteien, Interessensverbände, Gewerkschaften und Meinungsmacher verkommen. Aber Deutschland muss sich wehren. Wir haben den Ostblock pleite gerüstet, die RAF erledigt und treten Islamisten in Afghanistan mächtig auf die Füße. Auch das rechte Gesocks muss die volle Härte und Kampfkraft einer Demokratie abbekommen.

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Die Gerüchteküche Internet

Holla, da habe ich ein wenig herumgesurft und bin auf allerlei Dinge gestoßen, die, sagen wir mal, interessant sind. Überall im Web lauert die Verschwörung ;-) . Und wenn keine da ist, wird schnell eine erfunden. Dazu gibt es geradeweg eine Inflation von allen möglichen Esoterikseiten, welche sich mit reichlich abstrusen Theorien beschäftigen. Nachfolgende “Tatsachen” sind kein von mir erfundener Witz, sondern werden tatsächlich munter im Web verbreitet und teilweise heiß diskutiert.

So soll beim Anschlag auf das World Trade Center tonnenweise Thermit, ein Gemisch aus brennbarem Leichtmetall und Eisenoxid, im Gebäude verbreitet worden sein, um den Spezialstahl mit einem Schmelzpunkt weit jenseits von 2.500 °C, welcher genau in dieser Form auch bei der Concorde verbaut wurde, zu beschädigen. Tja. Als erstes fragt man sich, wie man denn schubkarrenweise das Thermit unauffällig an die Stahlkonstruktion bringen konnte. Beim WTC fand guter Baustahl Verwendung, der in dieser Form niemals im Flugzeug eingesetzt wird. Und eigentlich kennt auch niemand eine Stahlsorte, die über 2.500 °C aushält – bei max 1.800 °C wird auch das beste Material ziemlich flüssig…….

Geht aber noch weiter. Wir werden alle ausspioniert. Von der Regierung, vom CIA und sonstwem. Alles dunkelste Kreise, über die “Insider” berichten. Und die bösen Mächte begnügen sich nicht etwa mit dem Abhören von Telefonen oder der Ausspähung von Computern. Nein, es werden Gedanken gelesen! Es gibt tatsächlich Leute, welche sich eine Glasschüssel über den Schädel ziehen, damit der Feind die ach so wichtigen, eigenen Gedanken nicht mithören kann. Abgesehen davon, dass so etwas selten dämlich aussehen muss, ist Glas (außer Bleikristaill und ähnlichen Sorten) nicht unbedingt als hervorragende Abschirmung für elektromagnetische Wellen bekannt. Darum gehts aber bei Gedanken, es sind zusammengesetzte elektrische Impulse auf Nervenbahnen und Synapsen. Und mich würde mal interessieren, wie man aus dem Feuerwerk an kleinen Impulsen Formulierungen im Klartext erstellen kann. Wer das schafft, hat die nächsten Nobelpreise sicher.

Weiter gehts mit den großen Verbrechen, wo irgendwer irgendwas gemacht hat und nur die “Spezialisten” kennen die Wahrheit. So geistern immer noch diverseste Theorien um die Ermordung von Kennedy in der Gegend herum. Die seriöseren Leute nehmen an, es handelte sich um ein Mafia-Attentat, weil die Kennedys zwar gerne die Wahlstimmen der Mafia nahmen, diese aber später abservieren wollte. Das einzige, was derweil an den alternativen Theorien tatsächlich noch fehlt, sind kleine grüne Männchen.

Hier liegt insgesamt ein sehr interessantes Phänomen vor. Menschen möchten an etwas glauben und einfache Antworten sind für viele unbefriedigend. Auch bietet das Web Spinnern eine enorm kostengünstige Plattform an, um ihre Abstrusitäten günstig unters Volk zu bringen. Durch die Interaktion lassen sich Gerüchte beliebig weit streuen und man findet auch für die ausgefallenste Logik irgendwo irgendwie einen Abnehmer und Mitdiskutanten. Gerade in Foren verselbständigen sich hierbei gerne die Theorien und wer immer schon die große Verschwörung vermutete, findet genügend Anlässe zur Bestätigung eines noch so verqueren Denkansatzes. Gerne wirds dann auch noch ideologisch, weil bestimmte Tatsachen eben nicht sein dürfen und die Verschwörungstheoretiker so lange herumbasteln, bis die frisierten Fakten wieder in ihr Weltbild passen.

Es bleibt spannend. Und denken Sie an den persönlichen Schutz vor Gedankenklau mittels einer aufgesetzten Salatschüssel ;-) !

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Rating-Agenturen? Wohl eher Rate-Agenturen!

Diese Woche hat es Frankreich erwischt. Standard&Poor`s senkten in einer Email die Kreditwürdigkeit des Staates. Prompt müssen die Franzosen mehr Zinsen zahlen, wenn sie sich Geld für den Staatshaushalt leihen wollen. Und prompt spekulierten die Hyänen gegen Frankreich. Obwohl, im Vergleich zu den Spekulanten sind Hyänen eigentlich eher moralische und kuschelige Haustierchen. Ich werde den Eindruck nicht los, dass man seitens bestimmer Bankenkreise, wozu ich die Rating-Agenturen trotz der immer beteuerten Unabhängigkeit rechne, sich gerne der Rating-Fuzzis bedient, um Kasse zu machen. Anders kann ich mir nicht erklären, was da gerade abgeht.

Ich halte die Rating-Agenturen für entweder total unqualifiziert oder korrupt bis in die Haarspitzen.

Wir erinnern uns: Jahrelang wurden amerikanische Schrott-Papiere von den ach so kompetenten Rating-Agenturen als seriös eingestuft. Das Ende vom Lied kennen wir: einige zockten ab, der Rest durfte die weltweite Bankenkrise finanzieren. Lehman wurde als seriöses Unternehmen eingestuft, bis das ganze Kartenhaus mit Ach und Krach zusammenbrach. Diverse Internetportale, Blogs, alle möglichen Zeitschriften von Focus bis Spiegel und sogar TV-Sender haben rechtzeitiger über die drohenden Katastrophen berichtet, als es die vermeintlichen Bewertungs-Profis taten. Die Liste der Peinlichkeiten lässt sich noch viel weiter fassen. Banken, die angeblich gesund sind, haben jetzt noch massiv Zockerpapiere im Tresor. Mehr Zockerpapiere, als die Banken selbst wert sind oder Eigenkapital haben. Kein Wunder also, dass sich die Banken untereinander nicht mehr so richtig trauen, selbst wenn die Rating-Agenturen alles ach so schön rechnen.

Und immer wieder verwundert mich eins: Europa wird kaputtgeredet und man nimmt sich seitens der Zocker ein Land nach dem anderen vor. Die Zocker verdienen gut daran und wenns schief geht, schreien sie weltweit nach dem Staat. Ich wage zu bezweifeln, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Als Richtgröße seien einmal die USA genannt, die immer sehr gute Noten von den Rating-Agenturen bekommen. War da nicht mal was mit kompletter Überschuldung, geplatzter Immobilienblase, Kahlschlag beim amerikanischen Mittelstand, riesigen Auslandsschulden in China, bescheidener Wertschöpfung der Industrie (was gibts denn da überhaupt noch, wo richtige, industrielle Wertschöpfung im eigenen Land passiert ?), Kreditklemme bei den traurigen Resten verschiedenster Branchen und Banknotendruck bis die Druckmaschine glüht? Und so etwas soll genau so gut oder besser dastehen wie bspw. Frankreich mit niedrigerer Staatsverschuldung, einem großen Binnenmarkt, höherer Produktivität?

Nie im Leben!

Ich bleibe bei meinen beiden persönlichen Beurteilungsmöglichkeiten der Rating-Gurus: Entweder vollkommen imkompetente Spinner oder Trickser und Betrüger.

Natürlich muss auch Frankreich seine Hausaufgaben machen aber derartige Fehlgriffe der Rating-Agenturen sollten sich mal ein paar Kunden dieser Heinis bei klarem Verstand durch den Kopf gehen lassen. Die Bewertungen sind meiner Ansicht nach Null und Garnichts wert………außer für Zocker und Gerüchteküche.

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Der Wahn geht weiter – Griechenland

Schäuble nimmt gerade mal wieder den Mund sehr voll und möchte Griechenland retten sowie im Euro belassen. Die Opposition möchte munter in ein Fass ohne Boden investieren und schwankt rhetorisch zwischen Bekundung der “Solidarität” und höchst möglicher Beteiligung der Banken. Die FDP schlängelt sich wie üblich durch. Und nun möchte der griechische Chef mal eben sein Volk befragen, ob es denn mit den geplanten Sparmaßnahmen einverstanden ist.

Ich glaube, da sind alle Parteien mächtig auf dem Holzweg. Klar, Papandreou spielt auf Zeit und ein irgendwie geartetes Referendum schiebt das eigentlich Unausweichliche nur wieder heraus: Griechenland ist pleite. Und mit den bisherigen Strukturen wird es nicht auf die Beine kommen, selbst, wenn man ihnen die Hälfte der Schulden erlässt. Zu schlecht ist die Verwaltung, zu lahm die Wirtschaftsleistung, zu ineffizient die Steuererhebung.

Hier kreide ich es Steinbrück an, ein absolut nicht für den Euro geeignetes Land in den Euroraum geholt zu haben. Schon mit den “offiziellen” Zahlen war es nicht zu verantworten, eine derart labile und rückständige Wirtschaft in den Euro aufzunehmen. Dass obendrein seitens Griechenland betrogen und gelogen wurde, musste eigentlich jedem klar sein, der 1 und 1 zusammenzählen kann. Die Lage hat sich noch um ein Vielfaches verschlimmert, weil jede griechische Regierung nach der Aufnahme in den Euroraum dank nun günstigerer Kredite wie verrückt weiter Schulden aufhäufte. Und genau diese Politiker sitzen noch im Parlament.

Was soll dabei herauskommen, wenn Papandreou seine Volksabstimmung durchführt?

Gar nichts.

Gewinnt er, ändert sich nichts an den eklatanten Missständen. Verliert er, sitzen genau die Betrüger wieder am Hebel, welche den ganzen Mist verursacht haben. In beiden Fällen wird es weder eine schnelle Besserung der Lage noch eine grundsätzliche Entlastung geben.

Es gibt nur einen Ausweg: Griechenland muss aus dem Euro austreten und seine Währung so lange abwerten, bis es wieder halbwegs konkurrenzfähig ist. Gleichzeitig sind Verwaltungen zu straffen, Geschenke der Regierungen ans Stimmvieh zurückzufordern und die wohlhabenden Trickser im Lande abzusahnen.

Wer das als deutscher Politiker nicht mitmacht, ist für mich nicht wählbar. Im Amtseid geht es um das Wohl Deutschlands und seines Volkes. Dem sind die deutschen Politiker verpflichtet. Auch sind deutsche Politiker dem europäischen Gedanken (den ich nach wie vor unterstütze) verpflichtet. Es steht sogar alles brav aufgelistet in den Maastricht-Verträgen: keine Unterstützung für selbstverschuldete Schieflage.

Die Verpflichtung hört spätestens auf bei der Sanierung von Betrügern, Investitionen in nicht zu rettende Systeme sowie Verschwendung von Steuergeldern für die Sicherung von Bankenkrediten, welche als normales Geschäftsrisiko bei Unternehmungen zu betrachten sind.

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