Big Brother – wen interessiert das eigentlich?
Beim Fernsehen habe ich ein wenig herumgezappt und bin kurz bei Big Brother gelandet. Irgendwie fehlt mir da aber der Reiz, mir so etwas dauerhaft anzusehen. Für mich persönlich sind die Insassen der Container sehr langweilige Menschen. Einfach, weil es dort für mich nichts Interessantes zu sagen gibt, was aber wiederum in epischer Länge und künstlich aufgebauscht durch die Medien geistert. Natürlich sieht man auf anderen Programmen der RTL-Gruppe dann auch wieder den ein oder anderen Hinweis auf dieses Format, wenn die Insassen angebliche Skandale oder irgendwelche Meinungen kundtun. Um es mit Didi Hallervorden zu sagen: Ooooh, ist das aufregend.
Interessant ist auf jeden Fall, wie sich so etwas überhaupt finanzieren kann. Ich glaube, so eine Sendung spricht den billigen Voyeurismus an, der wahrscheinlich bei der Unterschicht oder unteren Mittelschicht besonders ausgeprägt ist. Interessant wiederum, was man solchen Leuten verkaufen will. Entsprechend ist dort nicht unbedingt Werbung von Mercedes oder Audi zu finden, sondern eher, mhhh, wie soll mans nennen, schnelle Ware für schnelles Glück aus der Dose. Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum nächsten Trend, wo man hinterherlaufen soll. Was mir wiederum zu lästig ist.
Ich weiß nicht, wie sich die Lebensform für so etwas nennt, kann mir aber niemals vorstellen, mich mit so etwas zufrieden zu geben. Ich finde andere Sachen viel spannender und auch unterhaltsamer. Allerdings geht das dann deutlich über Plattitüden und eine Pseudo-Berichterstattung bezüglich der Eingeborenen hinaus. Irgendwie empfinde ich die eingebunkerten Insassen einfach nur als furchtbar langweilig, austauschbar und beliebig. Natürlich dürfte sich der Sender vorher bemüht haben, eine konfliktträchtige Auswahl an “Charakteren” zusammenzustellen, damit man wiederum ein Skandälchen hier und da für die News und als Aufreißer hat. Bringts das? Da wäre ich mir als Nachrichtensprecher oder schreibender Journalist schon zu schade, über solche Typen überhaupt ein Wort zu verlieren.
Zusammenfassend finde ich Big Brother nicht alleine langweilig (ein paar Minuten reichen mir für den Rest meines Lebens), sondern auch noch ausgesprochen uncool obendrein. Irgendwie bringts “Unterhaltung” auf diesem Level für mich nicht und ich würde Fans dieser Serie wahrscheinlich oberschief ansehen.
Persönliche Meinung:
Lieber ein eigenes Leben leben, als für mich höchst uninteressanten Leuten dabei zusehen. Für alles andere gibts diese Zoo-Sendungen, wo Affen (das soll nicht heißen, die Insassen wären Affen, ich möchte die Affen nicht beleidigen, die sind zwangsweise eingesperrt) in größeren Gehegen herumturnen.