Hypes

Kommt eine neue Technologie, kommen die Trendsetter. Dabei ist nicht jede neue Technologie so neu, wie oft beschrieben wird. Auch darf man kritisch hinterfragen, ob wirklich alles Sinn macht. Gehen wir mal kurz in die Historie und gucken uns an, was so alles als Schlagworte durchgespielt wurde.

Content Marketing. Natürlich braucht man im Online Marketing gute Inhalte und muss diese auch überzeugend vermarkten. Neu ist daran nichts.

Inbound Marketing. Man wartet auf die Kunden, indem man sich auffindbar macht. Auch nichts Neues, Adwords und SEO funktionieren genau so.

Social Media. Nichts Neues. Gibts seit den ersten Tagen des Internet. Zuerst auf Mailboxsystemen, später beispielsweise auf IRC (Internet Relay Chat).

Ok, dann gucken wir uns mal an, was da jeweils für ein Wirbel drum gemacht wird. Social Media ist für viele das Allheilmittel im Online Marketing. Nun, das ist es definitiv nicht. Es funktioniert für verschiedene Benutzergruppen gut, für bestimmte Dienstleistungen und Produkte überhaupt nicht. Was mir bei den Anbietern oft fehlt, sind Zielgruppenanalysen und die Messung der Werbewirksamkeit. Nett schwätzen kann man überall. Wichtiger ist, was an Umsatz für den Kunden mit welchem Aufwand herein kommt.

Was an Inbound Marketing neu sein soll, erschließt sich mir nicht. Adwords gibts schon seit Jahren, SEO auch. Das ist per Definition inbound.

Und dass gute Inhalte sowohl der Schlüssel für Kundeninteresse ist, wie sich auch selbst ganz gut vermarkten lässt, ist eine Binsenweisheit seit dem Beginn des Internet.

Was mir wichtig ist: wie kann man die Themen auf dem Stand der Technologie ausreizen? Bei Social Media gehts um echtes Kundeninteresse und Reputation. Dafür braucht man Daten. Wo sind die Nutzer, wer sind die Multiplikatoren? Wie komme ich an die ran? Wie kann ich eine gute Reputation erreichen, damit man im Zweifelsfall mich fragt? Mit welchen Keywords oder Hashtags unterhalten sich die Leute über meine Themen? Welche Plattformen machen am meisten Sinn? Wie ist das Verhältnis von Aufwand und Nutzen, welche Kennzahlen eignen sich dafür?

Dafür muss man auch einmal Themen hinterfragen. Ganz banales Beispiel: Tesla Motors jagt wie ein Gewitter durch Facebook, weil sie ein neues Elektrofahrzeug für ca. 30.000 EUR angekündigt haben. Überall Interesse. Ist aber noch nicht da. Tesla hat im Mai 2016 laut Kraftfahrtbundesamt genau 53 Neuzulassungen. Volkswagen hat 55.472, Audi 26.713, Mercedes 25.064. In so fern darf man den Hype auch einmal von dieser Datenquelle aus betrachten. Und auch die Reaktionen etwa auf Facebook nach wahrscheinlichen Möglichkeiten über einen Zeitverlauf abschätzen.

Das ist nur ein Beispiel, wo man Hintergrundinfos und Daten zur Validierung braucht.

Denken Sie nach!

Und dann sind wir längst noch nicht bei Online-Strategien oder intelligent gesteuerten Kampagnen.

Autor: Georg Grohs Online Marketing

Onlinemarketing als Extremsport. 8 Jahre Erfahrung, einige einzigartige Erfolge. Aber immer mit einem Lächeln. www.georg-grohs.de