Onlinemarketing – Verknappung bei gutem Personal

Da möchte man selbst eine Stellenbörse an den Markt bringen (kommt ca. Februar) und sieht sich ein wenig auf anderen Stellenbörsen um. Bevor jetzt jemand meint, der Markt sei schon besetzt und es gibt wenig Chancen – weit gefehlt – abwarten.

Im Bereich Onlinemarketing wird es arg knapp. Kein Wunder, denn die Technologie ist neu und entwickelt sich ständig weiter. Ein jetzt ins Berufsleben eintretender Absolvent dürfte in den seltensten Fällen genügend Erfahrung haben. Auch wird meiner Meinung nach noch zu wenig Onlinemarketing gelehrt. Gerade die technische Komponente kommt bei einem „normalen“ Marketingstudium zu kurz.
Die „alten Hasen“ kommen dagegen eher aus anderen Disziplinen und sind mit dem Web gewachsen. Und wachsen weiter mit dem Web. Dieser Wissens- und Erfahrungsvorsprung ist schwer einzuholen, zumal die dynamische Entwicklung des Web dauernd weiter geht.

Dabei können gute Onlinemarketer einiges bewegen. Kaum ein anderes Mittel bietet einen so großen Hebel für den Umsatz einer Unternehmung. Zumal die Produktionskosten immer noch deutlich unter anderen Medien liegen. Bin mal gespannt, was demnächst für Tagessätze gezahlt werden………..

Web 2.0 auf Shoppingtour

Aha, die Web 2.0 Welle hat jetzt die Internetshops erreicht. Dort werden zunehmend Funktionen eingebaut, welche irgendwelche Rückmeldungen seitens der Benutzer (Käufer) ermöglichen sollen. Hier ein Blog, da ein Kommentarfeld. Das Ganze erweist sich aber oft als nicht sehr praktikabel. Texte lassen sich nur schwer automatisiert sortieren und am Ende muss ein (teurer) Mitarbeiter auch noch Hand anlegen.
Einfacher und sinnvoller ist eine Vergabe von Schulnoten. Ein Kurzes: „Waren Sie zufrieden?“ mit Schulnoten von 1-6 erscheint mir da sinnvoller. Kann man ja meinetwegen auch noch auftrennen nach Qualität der Ware, Bedienbarkeit des Shops oder etwa Versand. Das Ganze läßt sich statistisch schön auswerten und erfordert wenig Pflegeaufwand. Wer will, kann dann die Ergebnisse online stellen und so den Neukunden eine Vertrauensbasis vermitteln. Das Ganze kann man ergäzen um Blogs, aber die Schulnoten sind im praktischen Betrieb einfach effizienter.
Ganz in die Hose werden Versuche gehen, den Kunden zu einem Feedback zu zwingen. Das gibts ja nicht einmal bei ebay. Also nicht mit der Brechstange Web 2.0 durchsetzen, sondern hünsch den Benutzer entscheiden lassen, ob er ein Feedback geben möchte.

DMOZ ist wieder da und Web 3.0 möchte sich schnellstmöglich eintragen.

Eines der bedeutendsten Verzeichnisse im Web, DMOZ, ist anscheinend wieder online und läuft, zumindest bei unseren Versuchen, stabil. DMOZ ist ein wichtiges Instrument im Onlinemarketing, auf das man gerne aus mehreren Gründen zurückgreift. Auch wir von Web 3.0 haben uns schnell eingetragen. Man weiß ja nicht, ob es nach der Pannenreihe seit dem Oktober 2006 nur ein kurzfristiges Aufflackern war…..
Zunächst einmal kann man sich dort eintragen in Kategorien. Da wird zwar kaum ein Mensch nach Branchenlösungen oder eben Web 3.0 suchen, jedoch mögen Suchmaschinen DMOZ. Die von dort ausgehenden Links haben eine hohe Relevanz, was den Pagerank, also die Bedeutung einer Webseite, steigern kann. In Fachtermini ist DMOZ ein Verzeichnis mit Pagerank-Vererbung. Google sieht DMOZ als wichtig an, ergo sind Verweise von dieser Seite auch wichtig.

DMOZ wird redaktionell gepflegt. Das bedeutet eine manuelle Kontrolle der eingetragenen Seiten udn der von dort ausgehenden Links. Damit ist eine gewisse Qualität gewährleistet, die normale Suchmaschinen nicht gewährleisten können. Diese suchen eher nach rein mathematischen Verfahren. Zusammen mit dem Eintrag in andere Verzeichnisse bekommen Sie oft für umsonst, teilweise mit der Pflicht zu Backlinks, eine hochwertige Verlinkung. Die Bearbeitung kann bei DMOZ ein paar Wochen dauern. Entsprechend wird sich die Eintragung von Web 3.0 erst später auswirken. Dann nämlich, wenn wir eingetragen sind, Google DMOZ neu indiziert und unseren Link dort mit weiteren Links korreliert.

Der Eintrag in Verzeichnisse ist immer Handarbeit und setzt die Kenntnisse der angesagten Verzeichnisse voraus. Wir tragen uns mit Web 3.0 gerade sukzessive in weitere Verzeichnisse ein, je nachdem, wie es die Zeit erlaubt. Mal sehen, was das fürs Ranking und den Traffic bringt.

Probleme bei ebay? Shops gehen zurück?

Kam gerade auf e-commerce-blog.de, wollte ich aber auch schon etwas drüber schreiben. Danke Michael *grrr*, warst aber einfach schneller *Kompliment*. OK, was tut sich denn da? ebay ist meiner Meinung nach für viele Käufer und vor allem Verkäufer ein zunehmend schwieriges Feld. Die Preise sind flächendeckend im Keller, gut für Schnäppchenjäger. Sehe ich ja auch bei meinen Kunden. Denen empfehle ich nur Waren anzubieten, die nicht sofort vergleichbar sind, wo dann irgendein verzweifelter Verkäufer sofort die Preise unterlaufen kann.

Für Käufer hat wohl die ein oder andere Meldung über komische Praktiken und selbst Berichterstattung in den Medien bez. Betrügereien für Verunsicherung gesorgt.

Was kann man daraus lernen? Meine Kunden bieten nur Waren an, die so nicht direkt vergleichbar sind, also Alleinstellungsmerkmale haben. Man bekommt diese Produkte nicht an jeder Ecke, sie sind qualitativ hochwertig und setzen sich beispielsweise bei Hochdruckreinigern nicht auf eine Stufe mit Baumärkten oder Billigware. Dazu gibt es auch die entsprechende Fachberatung und Systemlösung. Etwas, das Kistenschieber meiner Ansicht nur in den seltensten Fällen anbieten können. Die können sich ja gerne um Preise prügeln, mein Kunde hat lieber zufriedene Stammkunden.

Auch sind längst nicht alle Produkte in ebay gelistet. Im ebay-Shop gibt es nur einen Überblick, was prinzipiell im Programm ist. Der interessierte Besucher erfährt etwas zur Technik und den Vorteilen. Die richtig großen Profi-Geräte oder etwa hochwertige gewerbliche Lösungen gibts nur im normalen Onlineshop. Das gleiche gilt auch für anspruchsvolle Heimanwender, ebay ist hier nur eine Werbeplattform. Macht zwar Umsätze, aber die Stammkunden haben wir lieber im Onlineshop.

Die Internetseite bettercom.de, im Dauerclinch mit ebay, listet die erfolgreichsten Verkäufer in ebay auf, inklusive Bewertungen. Auch analysiert bettercom aus den öffentlich zugänglichen ebay-Seiten die Struktur, etwa die Anzahl der Powerseller. Und die gingen laut Aussage von bettercom zurück. Wer das Geschäft in ebay nicht beherrscht, hat sowieso von vornherein verloren.
Warum bettercom von ebay verklagt wurde? Weil genaue Analysen und Marktbeobachtungen meiner Meinung nicht gut fürs Image sind, wenn sie Fehler aufzeigen………. Trotzdem, schauen Sie einmal bei bettercom vorbei, lohnt sich.

Reisebuchung 3.0 – via Web

War zu erwarten und ist auch so gekommen. Die Reisebuchungen über das Internet nehmen drastisch zu. Ein immer größerer Teil der Kunden sucht Flüge, Hotels, Events oder auch Pauschalreisen im Web. Warum? Da dürfte vor allem erst einmal der Preisvorteil zählen. Wer gut mit dem Web vertraut ist, findet immer das eine oder andere Schnäppchen. Mal gibt es Billigflüge zum Sonderangebot, mal ein Hotel auf einer Mittelmeerinsel für kleines Geld.

Die großen Anbieter wie ltur, hrs, expedia, opodo usw. haben dabei sehr unterschiedliche Preisgefüge für dieselben Angebote. Das können Sie selbst einmal durchtesten, indem Sie Billigflieger aufrufen und dort die Preise für Flugstrecken abfragen. Auch interessant sind die verschiedenen Preise für ein und dasselbe Hotel. Muss man halt ein wenig herumsuchen und vergleichen.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Beschreibungen von Hotels. Da kann es schon mal 5-Sterne „Landeskategorie“ oder 3-Sterne Normalstandard sein……..

Sehr gut fürs Sparen geeignet sind Buchungen von Restkontingenten. Was von den Veranstaltern irgendwie noch zur Kostendeckung rausgehauen werden muss, ist manchmal zu echten Superpreisen erhältlich. Das hier Kataloge gar nicht mehr mithalten können, versteht sich von selbst.
In Deutschland rechnet man mit rund einem Drittel Reisbuchungen über das Web, Tendenz steigend. Anderswo, etwa in Großbritannien, soll der Anteil bei rund 50% liegen. Schwere Zeiten für Reisebüros. Wenn die nicht z.B. ein Angebot machen: wir suchen für Sie eine möglichst preiswerte Kombination im Web, kostet sie 10 Euro. Aber so etwas können auch erfahrene Computernutzer übernehmen.

Daher, der Tipp von Web 3.0: Verdienen Sie nicht oder wenig an der Buchung. Das schafft auch ein mehr oder minder geübter Surfer. Verdienen Sie am Know-How, Informations- oder Zeitvorsprung. Als Geschäftsidee für Web 3.0: Vergessen Sie die üblichen Preisrecherche-Agenturen. Bieten Sie einen Mehrwert, der sich auch bezahlen lässt.