Web 2.0 – bitte erst einmal bei O`Reilly nachlesen

Es wird immer besser. Jetzt versuchen Agenturen und Berater, jedem, der nicht rechtzeitig ausweichen kann, Web 2.0 zu verkaufen. Dabei stellt sich die Frage, ob die überhaupt wissen, was es sein soll(te). Die Standarddefinition ist bei oreillynet nachzulesen. Da gibt es auch Informationen über das Geschäftsmodell von Web 2.0 sowie Technik.

Vollkommen konträr stolpere ich immer wieder über Versuche, alles Konventionelle mit dem Schlagwort Web 2.0 zu verkaufen.

Ein ganz normaler Geschenkservice mutiert durch Web 2.0 zum social networking. Was social networking in diesem Moment heißt: Man kann Geschenke empfehlen und beschreiben. Hurra. Sowas nennt man gemeinhin cross selling und Benutzerempfehlung. Gibts alles schon längst bei amazon, etc..

Auf die gleiche Art geht es bei normalen Internetshops weiter. Auch hier wird dank Web 2.0 der Vertrieb zum social networking, das normale Onlinemarketing zum Feedback.

Entweder haben die entsprechenden Agenturen und Berater zu wenig Englischkenntnisse, das Prinzip Web 2.0 nicht verstanden oder möchten ihre Kunden um diverse Euros erleichtern.

Mal sehen, wo das alles noch hinführt……..

Flash – nicht unbedingt ideal für Google, Yahoo & Co

Wer seine Webseite im natürlichen Ranking von Google, Yahoo, Lycos, etc. möglichst optimal platzieren möchte, sollte mit Flash vorsichtig umgehen.

Die Bots der Suchmaschinen suchen nach Inhalten. Eine genügend hohe Dichte an Keywords, in der Praxis mindestens 2-3 Prozent, muss im Text vorhanden sein, damit dieser als relevant eingestuft wird.

Starke grafische Elemente mögen den Besucher begeistern, für Google sind sie oft schlicht und einfach nicht lesbar. Und was nicht lesbar wird, wird nicht gefunden. Was nicht gefunden wird, kann eine Seite nicht nach oben treiben. Flash bietet sehr schöne Animationsmöglichkeiten, die im Zweifelsfall aber nicht als Inhalte erkannt werden. Auch problematisch und von vielen Agenturen vernachlässigt: Irgendwo muss die Suchmaschine ihre Tags herbekommen. Wer jetzt neben der reinen Animation keine „Führung“ der Suchmaschine programmiert, verschenkt wertvolle Zugriffe.
Ein möglicher, wenn auch suboptimaler Ausweg sind Flash-Grafiken, auf die reiner Text eingespielt wird. Die Grafik dient nur als Hintergrund, während sich eine Suchmaschine auf die Inhalte konzentrieren kann. Ist nicht ganz leicht abzubilden und schränkt zudem die grafische Gestaltung ein.

Empfehlenswert ist daher, möglichst kein Flash-Intro auf einer Seite anzubieten, wenn diese nicht gleichzeitig extern massiv beworben wird, etwa in Google Adwords oder bei Gewinnspiel-Suchmaschinen. Auch zu bedenken sind die verschiedenen Versionen von Flash, die sowohl Suchmaschinen, als auch die installierte Basis bei den Benutzern überfordern können. Wenn schon, dann lieber ein oder zwei Versionsnummern zurück gehen und so eine möglichst breite Basis adressieren. Mit der aktuellen Version von Flash 8 kann man problemlos auch Code der Version 7 erzeugen, was einigermaßen auf der sicheren Seite liegt.

Natürlich gar nicht sinnvoll gefunden werden Sounddateien. Ergo ist alles, was als mini-Podcast in eine Flash-Animation integriert wird, auch als textlicher Inhalt abzubilden.

ebay – Zeitsteuerung muss sein

In ebay gehört eine vernünftige Zeitsteuerung zum Handwerkszeug. Immer noch machen Verkäufer den Fehler, nicht zu sehen, wann ihre Auktionen auslaufen. Gerade an Brückentagen (Kurzurlaub möglicher Kunden), Feiertagen mit Familiencharakter (mehr Leute auf der Autobahn als in ebay) und Events (besonders drastisch war die WM) laufen Auktionen aus, die zu wenig Resonanz bringen.

Ein einfacher Kalender an der Wand mit nach Bundesländern eingetragenen Feiertagen hilft, die gröbsten Schnitzer zu vermeiden.

Google Analytics alleine reicht nicht

Wer in Google wirbt, bekommt ein Analytics-Konto umsonst. Damit kann man aber nicht alle Zugriffe auf die Webseite messen, logisch.

Gerade beim Betrieb von Blogs, Newslettern oder vielen externen Verlinkungen gibt es mit Etracker, Webtrends oder bzw. Econda leistungsfähige Lösungen, die sehr genau den gesamten Verkehr messen.

Gibt da übrigens ganz interessante Resultate, vor allem bei Blogs und redaktionell starken Seiten. Gegenüber Adwords verblieben die Besucher teilweise viermal so lang und riefen auch mehr Seiten auf. Scheint doch was dran zu sein, dass man gute Inhalte braucht ;-).

Tipp: Zeitsteuerung bei Google Adwords und Yahoo

Bevor man sich in Riesenetats stürzt, lohnt ein Blick auf das Onlinecontrolling. Zu bestimmten Zeiten bei bestimmten Benutzergruppen (ach, wie herrlich unspezifisch) kommen fast nur Requests aus dem Google-Partnernetzwerk. Will man dieses nicht ausblenden, weil genügend andere interessante Zugriffe daraus erfolgen, stellt man alle Kampagnen eben nur zu bestimmten Zeiten online. Einfach mal auf den eigenen Seiten messen. Es lässt sich vortrefflich an unattraktiven Zeiten sparen, damit man bei gleichem Gesamtbudget zu attraktiven Zeiten weiter oben steht.