Eintragung in Suchmaschinen – ja, aber

Wow, da bietet jemand Einträge in soundsoviel Hundert Suchmaschinen an. Klingt wichtig, oder? Und was benützen Sie selbst für Suchmaschinen? Gängig sind Google, MSN, Yahoo, Lycos, Fireball, Altavista, Allesklar oder Exalead. Damit haben Sie fast den gesamten Markt abgedeckt.

Klassische Suchmaschinen (nicht Portale, Communities oder Kataloge!!!) machen eigentlich immer dasselbe. Sie indizieren Seiten nach deren Bedeutung und deren Verlinkung. Gibts viele Inhalte, eine gute Struktur und viele wichtige Links aus dem Web, steigt die Seite im Ranking.

Ok, und was ist mit den anderen Suchmaschinen, immerhin ein paar Hundert, in die man sich sonst noch eintragen kann? Messen Sie ruhig einmal auch bei einer großen Webseite deren Relevanz. Meine Meinung: Nett, wenn man drinsteht, aber bringen tuts nix. Zumal sich viele kleinere Suchmaschinen bei den großen Anbietern bedienen.

Zurzeit laufen wieder einige – persönliche Meinung – Scharlatane in der Gegend herum, die fürchterlich viel Aufhebens um die Einträge in nicht wirklich bedeutsame Engines machen. Nett, aber das macht unsereins ohne viel Aufhebens und mit Hello Engines binnen weniger als einer viertel Stunde.

Entscheiden Sie selbst, wie viel Wert diese Dienstleistung hat. Know-How benötigt man nicht (wie gesagt, wir reden über Suchmaschinen und nicht Kataloge, Branchenverzeichnisse und dergleichen). Hello Engines gibts bei vielen Providern im Paket und der Arbeitsaufwand ist wirklich nicht so doll.

Brückentage – Gift für ebay

Freitags ein Feiertag, idealerweise auch nach Schumis Rücktritt noch ein Formel-1 Rennen am Sonntag. Und schon sind die Zugriffszahlen für ebay im Keller. Kommt dazu noch ausgesprochen schönes Wetter, sind viele potentielle Kunden entweder auf der Autobahn oder im Kurzurlaub. Das betrifft mehr oder minder alle Artikelgruppen, von Freizeit bis High-Tech.

Wer in dieser Zeit eine Auktion durchführen möchte, muss sich im Klaren sein, dass dies gründlich in die Hose gehen kann.

Auf der sicheren Seite ist man mit Mindestgeboten (die aber wiederum den Nachteil haben, dass sie nicht so viele Käufer anziehen). Festpreisangebote sind auch eine Möglichkeit, allerdings fallen dann die Einstellgebühren in voller Höhe an. Auch nicht wirklich empfehlenswert.

Was kann man tun? Ein Kalender an der Wand mit bundeseinheitlichen Feiertagen sowie Feiertagen der Länder hilft. Dazu sollte man Großereignisse berücksichtigen – oh, Mann, während der Fussball-WM war aber auch gar nichts auf den Servern los. Und spätestens bei Karneval und Co fehlen mehrere Millionen potentielle Käufer aus dem Rheinland.

Generelles Prinzip: Denken Sie so, wie ein Käufer. Wenn der gerade etwas anderes vorhat, bietet er nicht. Wenn dagegen gerade zig-Käufer in Kauflaune sind, geht der Preis nach oben.

Organisationsform Online Marketing

Wie passt ein Online Marketing Manager in eine Firma? Genau diese Frage stellen sich gerade eine Vielzahl von Unternehmen. Marketing? Klar, er muss die gute Nachricht der Firma positionieren. Vertrieb? Logisch, irgendwo soll ja auch was Zählbares dabei herumkommen. Technik? Aber sicher, das Handwerkszeug besteht aus komplexen Systemen, die alle mehr oder weniger IT-basiert sind. Controlling? Natürlich, immerhin kann man sehr genau messen, was gerade mit den Etats passiert. Strategie und Beratung? Auch nötig, weil Trends in der Organisationsentwicklung eines Unternehmens abgebildet werden müssen.

Und wo gibts sowas von der Stange? Nirgendwo. Die Ausbildung im Marketing hängt selbst auf Hochschulniveau meilenweit hinter der dynamischen Praxis, die sich ständig verändert. Bei den anderen Disziplinen sieht es mit Standardangeboten auch nicht viel besser aus.

Online Marketing ist eine Schnittstellenfunktion, die hoch spezialisiert alle erwähnten Aspekte vereint. Noch besser: Es gibt im Bereich Online Marketing sogar schon längst eigene Spezialisierungen, etwa SEM, SEO, Affiliates, ebay.

Hier sehen gerade viele Firmen etwas ratlos auf den Markt. Wie passt eine solche Funktion ins Unternehmen? Indem es beispielsweise und de facto zwei Marketing-Abteilungen gibt. Die eine ist klassisch, die andere saust mit einem Affenzahn durch die Welt, redet mit allen möglichen Aufgabenträgern und integriert dies in ein sinnvolles Konzept. Und Online Marketing kann dabei durchaus auch direkt im Vertrieb aufgehängt sein. Huch.
Bei mir persönlich habe ich einige Handlungsfreiheiten, etwa im Bereich Etats, die es nirgendwo sonst gibt. Wenn die Konkurrenz technisch und mit aggressiven Anzeigen auftrumpft, muss man ggf. schnell dagegenhalten. Absprache mit der Chefetage: Budgets angepasst oder schnell Gegenangebote initialisiert. Budgetplanung über ein Jahr, verteilt auf einzelne Monate? Vergessen Sie es einfach, langfristig ist nicht alles planbar. Eine noch so gute Strategie muss operativ über den Haufen geworfen werden, wenn mögliche Kunden gewonnen werden können. Entweder, weil die Konkurrenz pennt oder man aggressiv gegen eine ebenso aggressive Kampagne gegenhält.
Ich bin einmal gespannt, wie die klassische BWL demnächst in der Literatur die Position Online Marketing Manager beschreiben und einbinden wird. Alleine schon die Unterschiede zwischen Groß- und Kleinunternehmen werden fürs Online Marketing sehr unterschiedliche Lösungsansätze nötig machen.

Und jetzt einmal als Orakel von Web 3.0 : Es wird neue Strukturen und Informationsflüsse geben, die weit mehr Handlungsfreiheiten, eine schnellere interne Kommunikation, eine viel höherer Reaktionsgeschwindigkeit und eine bislang nicht da gewesene Schnittstellenfunktion bringen. Man darf gespannt sein, wie die Organisationsentwicklung verläuft.

Ich bin auserwählt!

Ja, ich bin genau der richtige und wichtig! Zumindest, wenn man den zurzeit massenhaft auftretenden Werbeeinblendungen auf diversen Webseiten glaubt. Von GMX bis hastenichtgesehen gibt es aufplöppende Fenster: Ich kann an Verlosungen teilnehmen, von einem A3 bis hin zu irgendwas. Ist immer die gleiche Adresse hinterlegt.

Abgesehen davon, dass genau diese Nachricht wohl jeder erhält, der auf den entsprechenden Seiten unterwegs ist, erstaunt mich etwas ganz anderes. Da muss ein Riesenetat hinterstecken, der eine flächendeckende Bewerbung in diesem Umfang ermöglicht. Rechnet man alleine die durchschnittlichen Kosten für Bannerwerbung und Pop-Ups bei GMX, wird einem reichlich schwindlig. Der TKP x Einblendungen, wow.

Offensichtlich hat da wer eine ziemlich große Nummer vor und sammelt fleißig Adressen. Der dahinter liegende Anbieter ist Planet49, die Kooperationspartner sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Bin mal gespannt, was denn so kommt, habe mich gleich mal mit einer meiner vielen Emailadressen (einige sind nur für die gelegentliche Teilnahme an einem Gewinnspiel geschaltet, andere nur für langweilige Statusnachrichten bei Suchmaschineneinträgen) eingetragen.