Web 3.0 – weg von den Communities?

Zurzeit beobachtet man bei der technischen Avantgarde ein interessantes Phänomen. Während immer noch zahlreiche Nutzer in die sozialen Netze stürmen, ziehen sich eine ganze Menge gute Onlinemarketer zumindest bei den eigenen Aktivitäten zurück. Und zwar in eigene Projekte. Ok, manche möchten immer noch ein paar interessante Kunden und Kontakte im Bereich Social Media sammeln, jedoch steigt der Kommunikationsaufwand und auch die benötigte Zeit für Aktivitäten an. Gleichzeitig gibts so viel zu tun, dass man gar nicht mehr jede Statuszeile von irgendwem lesen möchte.

In den Communities wird zunehmend über Kommunikation kommuniziert. Zumindest, wenn es um professionelle Inhalte beim Online Marketing geht. An sich sind aber oft schon alle Fragen und Antworten gegeben. Dementsprechend langweilig wird es für die Profi-Liga. Und anstelle jetzt jedem möglichen Kunden hinterherzurennen, sich dabei dauernd mit anderen Anbietern herumzuschlagen, gehen viele seit langem ihre eigenen Wege. Ganz einfach auch deshalb, weil immer mehr anspruchsvolle Kunden auch einmal nach älteren Beiträgen suchen und sich gezielt Leute herauspicken, welche schon seit Jahren offensichtlich erfolgreich im Job tätig sind.

Das ist jetzt nicht böse gemeint aber zu viel Kommunikation über Kommunikation ist nicht umsatzfördernd. Reden über Social Media ist für mich so effizient, wie den Vesuv anzuzünden. Das Ding läuft und gut ists. Ab und zu ein paar Highlights setzen reicht vollkommen aus, wenn man wahrgenommen werden möchte. Die richtigen Kunden erkennen dann schon selbst, wer etwas kann und wer nicht. Wie gesagt, es ist nicht böse gemeint aber die Arbeit wird nicht weniger und anstelle fleißig Diskussionsforen zu füllen, kann man auch den eigenen Geldbeutel füllen und gleichzeitig noch für ausgewählte Kunden verfügbar sein. Das Web 3.0 verlagert sich damit von reinen Communities hin zu zielgerichteter Kommunikation. Das gilt auch für die aktive Suche nach neuen Kunden. Ich glaube, dass viele Leute die sozialen Netze immer mehr zur reinen Adress- und Kontaktgewinnung nutzen. Man siehts ja bei den Besuchern des eigenen Profils.

Nach wie vor wird es noch reichlich Aktivitäten in sozialen Netzen geben, keine Frage. Und es ist ehrlich gesagt auch recht praktisch, wenn man mal eben in Facebook ein paar Urlaubsfotos von unterwegs einspielt. Schnell und einfach hat man seinen Freunden weltweit einen Urlaubsgruß gesendet. Dagegen sind, wie schon in einem sehr frühen Beitrag von mir erwähnt, web-3-0-die-untreuen-besucher dauernde Änderungen der Besucherströme je nach Funktionalität und Attraktivität der Communities, kaum mehr verwaltbar. Sehen Sie sich einfach einmal an, wie viele halbwegs ernstzunehmende soziale Netze gerade den Erdball umspannen. Die kann man weder als normaler Mensch, noch als Firma überhaupt noch alle bedienen.

Xing – Unzufriedenheit nach Relaunch anscheinend sehr groß

Da hatte sich Xing nach meinem Ermessen etwas zu viel vorgenommen. Man könnte auch meinen, Xing hat sich übernommen. Nachdem ich in der letzten Zeit eine abnehmende Qualität und Quantität der Beiträge in den großen Foren empfand (und einen Schwund der zahlenden Premium-Mitglieder, inklusive mir), regt sich zumindest in meinem Bekanntenkreis erheblicher Unmut über den Relaunch.

Bislang sehr leicht zugängliche Informationen werden jetzt etwas aufwändiger zu erreichen. Mehr Klicks sind nötig, wenn man beispielsweise an den aktuellsten Beitrag eines Threads gelangen möchte. Ich empfinde eine solche Vorgehensweise bei der Benutzerführung als reichlich unkonventionell. Man könnte auf einige ketzerische Gedanken kommen:

Hat Xing ein Problem mit immer weniger aktiven Benutzern? Sind denen viele Leute aus dem Premium-Bereich abgesprungen? Was ist mit den großen Foren los, warum ist dort in meinen Augen so wenig hochqualitative Aktivität? Dient der Relaunch eventuell einem ganz anderen Zweck, nämlich mehr Seitenaufrufe zu erzwingen, damit man besser an Werbeschaltungen verdient?

Ich hatte ja schon einmal über untreue Besucher berichtet, die von einer Social Media Plattform zur nächsten ziehen. ( web-3-0-die-untreuen-besucher ) Trifft das eventuell gerade in voller Härte auf Xing zu, werden die zahlenden Mitglieder schnell weniger?

Chaos um den Euro

Im Focus hat man mal zusammengerechnet, wie viel Deutschland bislang für den Euro bezahlen musste. Die Autoren kommen auf ca. 2.500 Milliarden. Wird so nicht ganz stimmen, weil wir als Exportnation auch massiv durch den Euro verdienen. Und schließlich zahlen bspw. die Griechen bislang noch brav die Zinsen für die Kredite. Unter dem Strich bleiben aber exorbitante Ausgaben. Die könnte man meines Erachtens auch sinnvoller verwenden. Gehen wir mal davon aus, dass der Euro bislang 500 Milliarden gekostet hat. Dafür kann man ganz Deutschland mit erneuerbaren Energien versorgen. Entsprechend relaxed könnten wir uns zurücklehnen und angesichts steigender Rohstoffpreise oder der unsinnigen Kernernergie nur noch lächeln. Auch wären wir vollkommen unabhängig von unsicheren Lieferstaaten für Erdöl und vor allem Erdgas.

Andere Möglichkeiten sehe ich in schlichtweg weniger Arbeitszeit – wenn der Mehraufwand an Arbeit zum Teil ja wieder an anderer Stelle abgezwackt wird. Über den Daumen gepeilt, hätte jeder ca. 2 Wochen mehr Urlaub im Jahr bei gleichem Ergebnis für unsere Volkswirtschaft. Wohlgemerkt, wenn die zusätzlich verdienten Umsätze nicht abgeführt würden. Nicht zuletzt ließen sich unsere Staatsschulden minimieren oder die Steuern senken. Das hat durchaus angenehme Anreize.

Ich habe nichts gegen eine europäische Gemeinschaftswährung, das sei ganz klar gestellt. Aber das löchrige Instrumentarium der Verschuldungsaufsicht sowie die doch etwas ahnungslos anmutende Truppe aus Politikern halte ich für Fehler im System, die schnellstmöglich korrigiert gehören. Man könnte ja einen Nord-Euro andenken, bei dem die vernünftig arbeitenden Volkswirtschaften in Nordeuropa und die aufstrebenden Länder im Osten gemeinsame Sache machen. Die Wackelkandidaten könnten dann ruhig mal ihre Währung abwerten und so Schulden minimieren. In jedem Fall wären wir aus der Haftung raus. Angesichts der Geschehnisse um den griechischen Euro-Beitritt sowie die Bananenrepublik Italien wäre mir da viel wohler.

Übrigens hat sich gerade Obama gemeldet und den Euro mit verantwortlich gemacht für die Wirtschaftskrise. Das wiederum ist ausgemachter Blödsinn. Die USA haben sich im Rekordtempo auf Rekordhöhe verschuldet. Dazu kommen noch Politikgenies wie Bush Junior und eine völlig verkorkste Unternehmensstruktur. Jahrelang haben die Amerikaner geschludert und geborgt. Das ist dem Euro ja wohl nicht anzulasten. Speziell dann nicht, wenn in den USA kaum noch Realgüter produziert werden, die man branchenübergreifend auf dem Markt ernst nehmen kann. Mal ehrlich: die meisten Export-Produkte lassen die USA in Asien zusammenschustern. Und was die selbst produzieren…… wer kauft sich bspw. freiwillig ein amerikanisches Austo, wenn er was Vernünftiges aus Europa bekommen kann? Der Verkauf geht nur über den Preis……..

China hat versucht, Google zu hacken

Das wird gerade sehr hoch aufgehängt: Hillary Clinton sagte in einem Interview, dass chinesische Hacker versucht haben, Google-Emailaccounts zu hacken. Das FBI ist eingeschaltet und ermittelt. Reiner Zufall wird das nicht gewesen sein, denn China ist seit langem bekannt für staatliche Computerkriminalität sowie Ideenklau en masse. Auch Deutschland sollte einmal ausgespäht werden, Ziele waren die  Bundesregierung sowie Ministerien.

Natürlich werden sich die Chinesen wieder öffentlich distanzieren von derlei schmutzigen Tätigkeiten und darauf setzen, wieder einmal damit durchzukommen. Allerdings ist das Internet in China extrem kontrolliert (Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit kann man vergessen) und teilweise sind Spuren von Hackerangriffen schon bis in die Nähe staatlicher chinesischer Stellen verfolgt worden. Wie wahrscheinlich ist es also, dass hoch qualifizierte Hackerangriffe in sehr hoher Anzahl ohne das Wissen von Parteibonzen und Geheimdiensten passieren? Meines Erachtens kann man ruhig von staatlicher Spionage in riesigem Umfang ausgehen…….

Wie die freie Welt damit umgehen soll, erscheint mir gerade etwas ziellos. Man möchte China als potentiellen Absatzmarkt nicht verlieren und schluckt jede Kröte des nach Großmacht strebenden Reichs der Mitte. Ich glaube, man täte gut daran, weit mehr Abstand zu China zu halten.

Panama-Offshore-Services.com, Monex.to

Kennen Sie Panama Offshore Services oder Monex? Nein? Ok, das ist kein Verlust. Aber die Jungs sind sehr aktiv mit Spam auf diesem Blog. Kurz zur Erinnerung: Eine gute Position in Google entsteht neben einer stimmigen Seite selbst auch durch möglichst viele und gute Links, welche auf eine Webseite verweisen.

Sowohl Panama-Offshore-Services.com, wie auch Monex.to möchten offensichtlich gerne Links von diesem Blog haben. Dabei verwenden beide ziemlich zusammengestückelte Textfragmente in der Hoffnung, dass ich den Müll freischalte und sie die Links kassieren. Natürlich werde ich das nicht tun ;-).

Recht interessant ist aber der Mechanismus, mit irgendwelchen Textstücken auf beliebige Blogs loszugehen und einen Eintrag zu versuchen. Da dürfte ich m.E.  nicht der einzige sein, welcher von diesen Typen zugemüllt wird. In jedem Fall halte ich so ein Vorgehen für reichlich unseriös. Entsprechend betrachte ich auch die Dienstleistungen und Produkte dieser Typen als halbseiden bis absolut nicht vertrauenswürdig………..