Facebook Datenschutz – Cambridge Analytica

Zurzeit schlägt die Affäre um Cambridge Analytics hohe Wellen. Das Unternehmen hat massiv Daten von Benutzern aus Facebook abgegriffen und für seine Zwecke genutzt. Facebook sieht sich als Opfer, der Aktienkurs gab nach.

Quatsch

Facebook bietet Kunden sehr weit reichende Möglichkeiten, Daten zu sammeln. Facebook lebt immerhin von der Werbung. So ist schon bei der Schaltung bezahlter Anzeigen eine recht genaue Zielgruppenselektion möglich. Und woher kommen diese Einstellungsmöglichkeiten? Klar, von Facebook selbst. Wem sonst.

Noch drastischer wird es, wenn man auf die Schnittstellen von Facebook zugreift. Schnittstellen, die wohlgemerkt Facebook selbst zur Verfügung stellt. Hier braucht man an sich nur munter Daten sammeln und diese einigermaßen intelligent korrelieren. Schon hat man sehr weit reichende Ansätze, Vorlieben von Benutzern heraus zu finden. Oder auch politische Meinungen. Oder auch wirtschaftliche Daten.

Da lässt sich schon Einiges zusammensetzen.

Auch tut Facebook ja immer so datenschützerisch. Auffällig aber ist, dass (natürlich rein zufällig) passende Werbeeinblendungen aufplöppen können, wenn man zuvor mit anderen Benutzern vermeintlich privat per persönlicher Nachricht kommuniziert hat. Genau das konnte ich schon öfter beobachten.

Auch bei Whatsapp ist wohl längst nicht alles so privat, wie der Konzern glauben machen möchte. Entsprechende Berichte kursieren seit Jahren.

Ich finde das Verhalten von Facebook scheinheilig. Man macht munter Geld mit Daten. Privaten Daten. Privaten Meinungen. Privaten Ansichten und Aktivität der Benutzer.

Wer jetzt aus allen Wolken fällt, hat Facebook nicht begriffen.

Autor: Georg Grohs Online Marketing

Onlinemarketing als Extremsport. Erfahrung seit 1998, einige einzigartige Erfolge. Aber immer mit einem Lächeln. www.georg-grohs.de