Lust auf noch mehr Werbemüll?

Das scheinen unsere Politiker als Wunsch des Volkes zu verstehen. Es gibt jetzt schon diverse Mechanismen, mit denen man hart an der Grenze des Datenschutzes den Adresshändlern Sonderrechte einräumt. Das wurde sogar schon ins Datenschutzgesetz eingewebt und dieses damit verbessert, äh, verwässert.

Die Adresshändler haben aber offensichtlich noch ein paar weitere Büttel gefunden, die ihnen noch mehr entgegen kommen wollten. In rekordverdächtigen 57 Sekunden winkte das Parlament ein Gesetz durch, dass es zukünftig den Adresshändlern noch einfacher machen wird, den Bürger mit Werbemüll zu beglücken sowie elegant noch diverse Datenabgleiche ermöglicht.

Worum gehts bei dem Gesetz? Recht einfach. Adresshändler und Werbetreibende können munter die Daten von den Meldeämtern verwenden.  Getarnt war dieser Mechanismus als „Fortentwicklung des Meldewesens“.

Sieht man sich jetzt einmal an, was sowieso schon an Datenschleudern unterwegs ist, bringt dieses Gesetz noch das i-Tüpfelchen für eine totale Werbebeglückung der Bürger. In wie weit dies dem Interesse der Bürger dient oder ein Hofknicks vor den Interessen der Adresshändler ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Autor: Georg Grohs Online Marketing

Online Marketing, Erfahrung seit 1998, einige einzigartige Erfolge. Aber immer mit einem Lächeln. georg-grohs.de