Und schon wieder Spam

Habe gerade die Mitteilung von “ Royal Red Casino “ erhalten, dass ich 874 Euro gewonnen habe. Hurra!

Die Nachricht über den Gewinn kam auf einem Server herein, der noch gar nicht bei den Suchmaschinen angemeldet ist. Ergo hat da wohl wieder wer die Mailadressen der Server abgeklopft und beglückt nun diverse “ Gewinner “ wahllos mit irgendwelchen Schrottnachrichten.

Da verwundert es nicht mehr, dass man deren Webseite besuchen und sich zudem das “ deutsche Spiel-Modul “ herunterladen soll. Na, sowas, da soll man sich tatsächlich ein Programm herunterladen, wie überraschend. Ich tus nicht, würde mich aber auch nicht wundern, wenn man sich einen niedlichen Virus oder eine ausgewachsene Bazille einfängt.
Und was macht man mit so einer Mail?

Rein in die Spamliste und ab in die Mülltonne.

ebay Entwicklerkonferenz im Mai / in München

Am 3. und 4. Mai gibt es die erste Entwicklerkonferenz von ebay. Mehr dazu in der Pressemitteilung:

Um die Zukunft von eCommerce, ePayment und der Kommunikation über das Internet dreht sich die 1. eBay-Entwicklerkonferenz in Deutschland. Am 3. und 4. Mai lädt der weltweite Online-Marktplatz zusammen mit PayPal, Microsoft und Borland Softwareentwickler, IT-Experten und Internet-Kenner dazu ein, sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Zukunftsmarkt zu informieren. Als Vorbild der ersten Entwicklerkonferenz in Deutschland dienen die seit Jahren schon erfolgreichen eBay Developers Conferences in den USA.

Im Veranstaltungscenter M,O,C der Messe München können sich Programmierer, Studenten und Wissenschaftler zwei Tage lang mit Experten von eBay, PayPal und Skype über eBay-Webservices und Web 2.0-Neuerungen austauschen. Eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen, etwa zur eBay-Entwickler-Gemeinschaft, zu Softwaretüftlern oder Unternehmen aus der IT-Branche. Geboten wird ein umfangreiches Programm aus Ausstellungen, Diskussionsrunden und Vorträgen. Hier nehmen Fachleute zu verschiedenen Themen Stellung, die bei der Entwicklung von Anwendersoftware für Webservices eine Rolle spielen. Dazu gehören etwa die Entwicklung innovativer ePayment-Lösungen, die Marktbeobachtung in Echtzeit oder auch die Frage, wie man mit diesen Innovationen Geld verdienen kann – und wie man sie finanziert.

Beginn der Entwicklerkonferenz ist am Donnerstag, 3. Mai, um 10 Uhr. Die Teilnahme kostet für beide Tage 299 Euro; Frühbucher, die sich bis zum 31. März anmelden, zahlen 239 Euro. Für Studenten werden nur 39 Euro Gebühr fällig.

Mehr Infos gibt es hier.

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Meiner Meinung ist dies Konferenz überfällig. Wer ebay professionell betreiben will, muss Vernetzungen zu Warenwirtschaft, Fibu und Controlling schaffen. Viele der bisherigen Lösungen sind bruchstückhaft. Warum gibt es beispielsweise so wenig „normale“ Onlineshops mit einer vernünftigen ebay-Schnittstelle? Und warum ist es so schwierig, die ebay-Daten sinnvoll in einem Buchhaltungsprogramm abzubilden? Wird Zeit, dass sich Lexware, Sage, Microsoft mit Navision etc. mal drum kümmern.

Farben im Web und Online Marketing

Farben übertragen Informationen und Emotionen. Entsprechend wichtig sind sie für alle Webauftritte sowie das Online Marketing. Zunächst zum Farbraum. Normalerweise stellt man sich vor, dass zwischen Schwarz und Weiß die Grundfarben Rot, Blau und Gelb/Grün liegen. Stimmt nicht ganz. Der Farbraum beschreibt die technische Darstellbarkeit unter anderem auch nach Helligkeit und Intensität.

Hier ist ein Vergleich zum Druck interessant. Kein Monitor kann all das darstellen, was man auf dem Papier wiedergeben kann, u.a. in den Punkten Brillanz und Sättigung. Auch bei Monitoren gibt es deutliche Unterschiede, etwa zwischen Kathodenstrahlgeräten, LCD und TFT. Und zwischen verschiedenen Herstellern. Der eine Monitor hat einen größeren Farbraum, als der andere. Entsprechend kann man nicht vorhersagen, wie das Bild beim Benutzer denn nun genau aussieht. An alle klassischen Werbeagenturen: vergessen Sie besser, was Sie vom Papier her gelernt haben und gehen Sie nicht in farblich extreme Darstellungen.

Zweiter Punkt sind Alter und Farbtemperatur eines Monitors. Vor allem ältere Kathodenstrahler verschieben kräftig die Farben (Farbstich). Grund ist neben der Alterung auch eine leichte Dejustierung der Kanäle. Passiert eben. Frühe LCD Monitore hatten einen sehr kleinen Farbraum und zudem extreme Probleme beim Kontrast. Damit direkt zum nächsten Punkt. Erst mit dem Auftauchen der TFTs und DSTNs wurden Flachbildschirme für grafische Arbeiten nutzbar, sie sind durchweg in ihrer möglichen Helligkeitsabstufung feiner. Die installierte Basis aller Monitore unterscheidet sich extrem.
Viele Benutzer stellen ihre Monitore individuell ein, je nach Sehgewohnheiten. Hinzu kommen schon ab Hersteller unterschiedliche Farbtemperaturen (gemessen in Kelvin). Und nicht zuletzt nehmen Menschen Farben völlig unterschiedlich war. Beispielsweise haben eine ganze Menge Leute eine Rot-Grün Schwäche, sie verwechseln schlicht gleich helles Rot oder Grün (bitte nicht politisch verstehen ;-)). Seltener, aber auch vorkommend, ist eine Rot-Blau Schwäche. Sie können die Farben bei gleicher Intensität schlichtweg schlecht auseinander halten. Wer also ein Rot und in Grün in gleicher Intensität und Helligkeit direkt nebeneinander setzt, sorgt für Unverständnis bei einem Teil seiner Zuseher.

Was lernt man daraus?

1. Websichere Farben verwenden, die eindeutig ankommen

2. Sinnvolle Kontraste verwenden, die auch 100% wahrgenommen werden.

3. Eine superteure Produktion mit Farbmanagement a la Druck bringt nichts – die Benutzer draußen nehmen es eh unterschiedlich wahr.

P.S. Das Ganze ist mir mal wieder aufgefallen bei einem Web 2.0 Portal – aua.

Datenkennung per RFID – vielleicht auch online anbindbar

Gibts bisher schon in Ansätzen im Einzelhandel, interessant wäre gegebenenfalls auch eine online-Integration. Info von Magic und Intel:

Magic und Intel zeigen in Hannover, wie sich RFID-Anwendungen in die unternehmerische IT-Infrastruktur einbinden lassen. Die Intel Solution Services steuern in diesem Szenario die RFID Network Manageability Solution bei, die das RFID-Netzwerk managt und Daten aus den RFID-Lesern akquiriert und konsolidiert. Magic stellt die Integrationsplattform iBOLT RFID vor, die diese Daten an die relevanten Business-Lösungen wie PPS, ERP, Lagermanagement oder Warenwirtschaft in geeigneten Formaten verteilt. Am Beispiel einer realen Inventar-Lösung für militärische Organisationen zeigen Intel, Magic Software und das Unternehmen noFilis, auf deren Software CrossTalk die Intel-Lösung basiert, wie Daten ihren Weg zunächst in die RFID-Tags und von da aus dann in relevante Business-Applikationen finden.

Halle 3, C46

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Ist ein interessanter Ansatz, wäre wahrscheinlich datenschutzrechtlich bei einer Integration vom Onlinemarketing bis zum ERP mehr als bedenklich, ist aber technisch hoch interessant.

Biometrische Zugangserkennung – nett für Firmen

Arbeitszeiterfassung 3.0 😉 Aus einer Presseinfo von Kaba:
Die neue biometrische Identifikationseinheit garantiert den stabilen Einsatz und schnelle Rückmeldezeiten. Das Modul besitzt eine interne Datenbank für 500 (optional bis zu 3000) Mitarbeiter. Die Fingerprint-Daten der Mitarbeiter sind im Leser gespeichert. Der Erfassungsvorgang ist einfach und schnell. Möchte eine Person Zutritt erlangen oder ihre Arbeitszeit erfassen, wählt sie zuerst die entsprechende Funktion und wird dann aufgefordert, sich zu identifizieren. Eine kurze Berührung des Sensors mit dem Finger reicht aus. Sobald das dazugehörige Template in der Datenbank gefunden wurde, wird die Buchung akzeptiert. Der gesamte Vorgang der Identifizierung dauert weniger als 1 Sekunde und benötigt keinen Ausweis. Sollte eine Person biometrisch nicht erfasst werden können, kann sie sich über PIN-Code identifizieren.

Halle 6 Stand e16

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So etwas gibt es ja schon länger, aber erst langsam werden die Systeme (bis auf sehr teure Nobellösungen) richtig brauchbar. Auch wenn Datenschützer jetzt aufheulen: noch lieber wäre mir als approbiertem Vereinfacher eine vollbiometrische Erkennung per Kamera.