Browsergames – Marktkonzentration?

Sehr beliebt bei vielen Benutzern sind immer noch Browsergames – also Spiele, welche ausschließlich im Internet laufen und idR keine Installation auf dem heimischen Rechner erfordern. In der letzten Zeit kann man jedoch ein deutliches Abbröckeln der Benutzerzahlen beobachten und beispielsweise Firmen wie Zynga (auf Facebook) verlieren deutlich an Besuchern. Ganze Communities, wie Petville mit ca. 1 Mio Besuchern, werden aufgegeben. Der Reiz des Neuen scheint vielfach verflogen und eine dauerhafte Bindung wird selten erreicht. Über weitere Probleme habe ich schon einmal hier berichtet: kostenlose Browsergames.

Ich glaube, die einzige Konstante bei dieser Branche ist die Unstetigkeit der Benutzer. Man spielt etwas, irgendwann gibt es eine Sättigung und dann gehts ab zum nächsten Spieleanbieter. Wer ein breites Produktportfolio verschiedenster Spiele hat, kann die Besucher in seinem Umfeld halten. Wer das nicht hat, verliert die Besucher. Interessant dabei ist, dass beispielsweise RTL ebenfalls Browsergames anbietet und diese im Fernsehen bewirbt. Hier ist eine schöne Wertschöpfungskette entstanden, welche durch crossmediales Marketing gute Wettbewerbsvorteile bringt. Persönlich schätze ich, dass sowieso im Web der 3.0 Generation eine flächendeckende Vermarktung über alle Mediengrenzen hinweg erfolgt.

2012: 27 Mrd Umsatz im Internethandel

Im Vergleich zu 2011 legte der Handel im Internet 2012 etwa 26% Prozent auf rund 27 Mrd Euro zu. Damit geschieht knapp ein Zehntel des gesamten deutschen Einzelhandels im Web. Ein Zehntel klingt zunächst einmal nach gar nicht soooo viel. Dabei darf man jedoch eins nicht vergessen: Einige Branchen sind online überproportional vertreten. Das macht dem stationären Handel von allen in Kleinstädten und Mittelzentren arg zu schaffen. Und auch viele Cities der großen Städte verlieren eine beachtliche Menge an Kaufkraft, etwa im Bereich Mode. Wohl dem, der rechtzeitig auf den Versandhandel gesetzt hat und den Wegbruch des normalen Geschäfts durch einen Webshop oder eine Präsenz bei Verkaufsplattformen kompensieren kann.

Auch ist zu beobachten, dass einige Händler durch den Internethandel überhaupt erst richtig groß geworden sind. Notebooksbilliger.de etwa hat es unter die Top Ten im Internethandel gebracht. Was zurzeit in einigen Branchen passiert, ist eine sehr starke Konzentration. Wer früh eingestiegen ist, gute Preise und guten Service bietet, hat quer durch alle Branchen bessere Chancen, zu wachsen. Entsprechend drehen eine Menge ehmals kleiner Geschäfte auch richtig heftige Umsätze im Web, welche oft den des eigentlichen Ladens oder der normalen Verkaufsräume übersteigen.

Ich glaube, der stationäre Einzelhandel kann nur mit überragendem Service und überragender Beratung dagegenhalten. Immerhin ist die Bestellung über das Web auch sehr bequem und in kürzester Zeit sind die Waren in allen Ecken der Republik. Logisch, dass immer mehr Kunden die Bequemlichkeit nutzen und sich die Fahrt zum nächsten Einkaufstempel sparen. Meine Prognose entsprechend: Auch 2013 wird der Onlinehandel nochmals kräftig zulegen.

Plugins für WordPress

WordPress wird immer mächtiger im Funktionsumfang. Längst ist es nicht mehr nur ein einfaches Blogsystem, sondern ein gut nutzbares CMS, das zudem mit sehr geringen Ressourcen auskommt. Im Prinzip ist es schon sehr gut für Online Marketing nutzbar, kann aber mit ein paar passenden Plugins noch deutlich aufgewertet werden. Beispielsweise ist das SEO-Plugin von Yoast ein sehr schönes System, mit dem man problemlos Beschreibungen der Webseiteninhalte erstellen kann und auch bei den URLs ist fix Hand angelegt. Eine fixe Erstellung von Sitemaps ist ebenfalls gewährleistet.

Ein richtiges Bündel an Funktionen bietet Jetpack. Egal, ob um Statistiken von WordPress geht, automatisch auf sozialen Plattformen gepostet oder Mobilgeräte angesteuert werden sollen, alles da. Zudem ist die Integration sehr schön gelungen, es liegt gut im System und drückt nicht die Performance. Was man auf jeden Fall auch noch einbauen sollte, ist ein Plugin zur Bekämpfung von Spam. Hier sind verschiedene Lösungen verfügbar, welche meist auf folgender Technologie arbeiten: Wenn ein Automatismus ein Blog spammen soll, hat das enstprechende System meist kein Javascript an Bord. Menschliche Benutzer mit einem echten Browser haben hingegen Javascript in den allermeisten Fällen aktiviert. Die Spam-Blocker lehnen jegliche Kommentarerstellung ab, wenn sie kein Javascript finden. Einfach aber effektiv.

Spam – die Pest im Online Marketing

Bei den von mir betreuten Blogs kommen diverse Spam-Kommentare an, die natürlich nicht freigeschaltet werden und sofort in den Papierkorb wandern. Ebenso greifen diverse Spamfilter recht böse ins Geschehen ein und katapultieren den Kommentarmüll ins Nirwana. Gucken wir uns mal an, wer denn so gerne herumspammt:

Da hätten wir zum Beispiel diese Penner: hermesoutlet1.devhub.com/ , welche sich auf verschiedensten Webseiten breit machen wollen.

Auch die hier sind als angebliches Outletcenter unterwegs: afgreece.com/ . Ich glaube, in beiden Fällen darf man zu Recht von absolutem Spam und vollkommen unseriösem Geschäftsgebaren sprechen.

Noch ein paar gefällig? collectiondechaussures.com spammt ebenfalls munter herum, ebenso sheepskin-agushop.com/ . Dazu kommen natürlich noch unsere Freunde aus Asien, etwa get-bootsjp.com/ . Mal ehrlich, haben die  nur saublöde SEOs oder sind das gleich komplette Betrüger?

Wir reden hier übrigens nicht über mal eben einen Kommentar. Es sind teilweise bis zu 5 Beiträge pro Tag, welche diese Typen in den Blogs unterbringen wollen. Auffällig ist, dass sehr, sehr viele Spamattacken aus dem asiatischen Raum kommen – China und Japan. Falls sich jemand über die Nennung der entsprechenden Domains etc. beschweren möchte: Kein Problem, kann gerne gemacht werden. Ich würde mich über eine öffentliche Auseinandersetzung vor einem deutschen Gericht freuen ;-).

Es scheint sich im Übrigen um einen Versuch zu handeln, teilweise – ähnlich wie bei Email-Marketing – die Blogbetreiber auch direkt als Kunden zu Ködern. Wie schon bei den elenden Spams im Email-Marketing ist dies wohl die absolute Pest im Online Marketing.

Leise Töne

In der Zeit vor Weihnachten ist es stressig, laut und die Server laufen auf Hochlast. Ich persönlich bevorzuge nicht nur in dieser Zeit die leisen Stimmen, welche nicht mit Hurra-Patriotismus und Werbeslogans auf mich einprasseln. Viele sehr interessante Menschen machen nicht mit im Konzert der Schreihälse. Und die Schreihälse haben in der Regel nach meiner Erfahrung deutlich weniger zu sagen als höfliche, zurückhaltende Menschen.

Diesen Mechanismus übertrage ich auch auf bspw. mein Einkaufsverhalten. Wo eine gute Stimmung nicht durch möglichst hohe Lautstärke oder nicht meinem Geschmack entsprechende Musik geschaffen wird sondern quasi impliziert ist, fühle ich mich deutlich wohler und wahrscheinlich auch weniger belästigt.

Wenn man diese Gedanken weiter verfolgt, landet man unweigerlich bei den Medien und dem, was die einzelnen Menschen daraus machen. Klar, man kann über C- oder D-Promis im Fernsehen herrlich lästern. Aber sind diese Typen wirklich eine Unterhaltung wert? Für mich persönlich mal zwischendurch, meinetwegen auch mit richtig bösen Bemerkungen. Dagegen finde ich Freunde oder gute Bekannte einfach interessanter. Langfristig interessanter und vor allem Dingen auch viel wichtiger. Mir kommt es so vor, als wenn gerade das Unterschichten-TV munter Anstöße liefert, mit denen sich dann vielleicht sehr uninteressante Menschen tagelang beschäftigen können. Für alle diese Elemente ist mir meine Zeit ehrlich zu schade, sowohl für die „Abenteuer“ irgendwelcher Heinis in Pseudo-Dokumentationen oder Sternchen-Backmaschinen der Castingshows, wie für die anschließende Diskussion oder schon die Beschäftigung mit Leuten, die so etwas als maßgebliche Beschäftigung ansehen.

Eine kluge, nachdenkliche Bemerkung stößt doch bedeutend mehr Inhalte an als die Showbühne. Und man kann aus wirklich interessanten Unterhaltungen sehr viel mehr gewinnen. Das Spektrum reicht dann von persönlicher Weiterentwicklung bis hin zu neuen Perspektiven für Ansichten. Mithin wertvolle und nachhaltige Kost, während die Beschäftigung mit irgendwelchen Promis doch nur bis zur Präsentation des nächsten Promis hält.

Wie gesagt, leise Töne können sehr wertvoll sein.