Weiter Schwierigkeiten bei Verlagen – Financial Times wird eingestellt

Nachdem es schon vor Kurzem die Frankfurter Rundschau erwischt hatte, hat nach Meldungen der FAZ der Verlag Gruner & Jahr das Ende der Financial Times Deutschland angekündigt. Das Engagement soll so um die 250 Mio Euro gekostet haben, betroffen sind ca. 350 Mitarbeiter. Schade, dass Verlage so wenig online können. Wenn man bedenkt, dass die Informationshoheit heute bei Google, Wikipedia und Co. liegt, haben die wohl lange viel verschlafen und ihre ehemals fetten Gewinne und erheblichen Ressourcen nicht so geschickt angelegt, wie die heutigen Internetriesen.

Erinnert einen irgendwie an den Versandhandel (deutsche Handelshäuser) und Amazon. Auch dort ging eine mächtige Marktverschiebung vor sich.

Die Frage ist, brauchen die Verleger und Versender Hilfe in den oberen Etagen?

Hoppela, Facebook und Europa

Ich habe die Datenschutzbestimmungen und urheberrechtlichen Nutzungen bei Facebook ja schon immer „interessant“ gefunden. Kein Wunder also, dass Facebook öfter mal mit Gremien der Europäischen Union zusammenrasselt. Die Frage dabei ist nicht der ein oder andere Paragraph im Detail. Interessant ist doch eher, warum Facebook so agiert? Gerade gibt´s wieder eine neue Welle von für mich äußerst merkwürdigen Ereignissen, die man hier www.europe-v-facebook.org nachlesen kann.

Aber warum agiert Facebook überhaupt so und warum haben die so viele Schwierigkeiten mit der europäischen Gesetzgebung?

Der für mich einleuchtendste Grund ist schlicht und einfach: die brauchen jede Menge Kohle. Warum sonst sollte man so scharf auf Nutzerprofile oder ggf. die Nutzung von anderen Leute erzeugter Inhalts sein? Für mich ist die Werbewirksamkeit sozialer Netze nach wie vor gruselig schlecht und Facebooks Aktienkurs ein Witz. Zurzeit, moment, eben bei Yahoo Finance nachsehen, ist der Unternehmenswert über 51 Mrd. Der Gewinn sieht meiner Meinung nach dagegen duster aus und wird, ebenfalls meine Meinung, auch nie enorme Höhen erreichen………

Zeitaufwand im Online Marketing

Zurzeit tun sich ein paar richtig böse Zeitfresser auf, die man sich eigentlich schenken kann. In diversen Foren wird über die abstrusesten Gesichtspunkte von Social Media diskutiert. Das ist mir höchstens noch ein knackiges Statement wert, sonst halte ich mich da komplett raus. Alles andere sorgt zwar für Unterhaltung, kostet aber viel Aufwand.

Ähnliches gilt für Politikdiskussionen oder dergleichen. Man wird nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen und gerade die etwas schrägen Meinungsinhaber sind auch mit besten Argumenten nicht zu überzeugen. Das wäre vertane Zeit.

Merken Sie was? Es kommt drauf an, wo man sinnvoll etwas erreichen kann. Nur um der Unterhaltung willen auf großen Plattformen andere zu bespaßen, ist nicht zielführend. Zumal man nur schlecht die Unterhaltung auf tatsächlich interessante Menschen beschränken kann. Natürlich lerne ich auch diverse, neue und höchst interessante Menschen kennen. Sehr gerne sogar und ein paar sind richtig gute Freunde oder Geschäftspartner geworden. Gleichzeitig hängen sich aber diverse Menschen in die Konversationen rein, mit denen ich so wenig wie möglich zu tun haben möchte.

Auf einer richtigen Party entschuldigt man sich freundlich und taucht irgendwann am anderen Ende des Buffets wieder auf. Das geht in sozialen Netzen nicht so einfach. Zurzeit ist mir noch nichts so richtig eingefallen, wie man so etwas elegant anstellen kann. Ideen?

Ich soll ein Abo haben, von dem ich nichts weiß – Premium 200

Gerade kam ein Anruf mit unterdrückter Rufnummer – ist ja schon mal merkwürdig. Noch merkwürdiger wurde es aber, als eine Frau, wohl mit Deutsch nicht als Muttersprache, irgendwas faselte, ich hätte irgendeinen Premium 200 Dienst abonniert. Kann ich mir nicht erklären, hörte sich mächtig dubios an. Ich soll also für dieses Premium 200 irgendein Sonderkündigungsrecht haben, von dem ich nicht mal weiß, was das überhaupt sein soll. Tjaaaaaaaa………

Das wars – Neckermann hat den Geschäftsbetrieb eingestellt, Webseite offline

Zum 30.9. hat Neckermann alles geschlossen, nichts ist mehr bestellbar, bei Reklamationen etc. wird es für die ehemaligen Kunden eventuell spannend. Wieder einmal kippt ein Traditionsunternehmen weg, das im Internetzeitalter viel zu spät und viel zu zögerlich agiert hat. Dabei hatte alles so gut angefangen. Im Wirtschaftswunder war Neckermann eine absolute Größe, das Reisegeschäft brachte Neckemann überhaupt erst richtig in Gang. Schade, dass ein für mich reichlich inkompetentes Management so lange gepennt hat, genau wie bei Quelle. Der Fisch stinkt vom Kopf ab und bei beiden Firmen hat es lange schon sehr, sehr böse gemüffelt.

Wie üblich müssen die Arbeitnehmer dran glauben, ebenso die Investoren. Schade.