Neue Behörde zur Sicherung der öffentlichen IT

Lange hat es gedauert, jetzt endlich kommt Bewegung in die Sache. Die Bundesrepublik wird sich koordiniert mit dem Know-How des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI, dem Bundeskriminalamt BKA, dem Verfassungsschutz sowie dem Bundesnachrichtendienstes BND gegen Spionage und Sabotage per Internet schützen und wehren. Bis September gab es rund 1.200 Angriffe auf Dienststellen und Verwaltungen. Ein Großteil davon kam – ich wettere schon lange dagegen – aus China.

Über die Art der Angriffe ist wenig gesagt worden, jedoch scheint es sich um einen großen Teil mit erheblichem Know-How und erheblicher Manpower durchgeführten Attacken zu handeln. Da das chinesische Internet so kontrolliert wird wie sonst kaum etwas anderes auf der Welt, darf man von staatlichen Stellen und Nachrichtendiensten ausgehen, welche Deutschland ausspionieren sollen.

Jetzt gucken einige Politiker erstaunt auf, die China bislang hofiert haben und bei kriminellen Aktivitäten gerne wegschauten sowie allgegenwärtig den Wachstumsmarkt für unsere Exporte priesen. Na, sowas. Wie überraschend.

Meine persönliche Meinung: China ist nach wie vor eine skrupellose Diktatur mit Tendenz zum Größenwahn. Die Ideologie geht gerade in leicht faschistoide Richtung dank der erstarkten Wirtschafts- und Militärmacht und dem daraus entspringenden Machtgefühl. China ist als feindliches Land zu betrachten, dem man deutsches Know-How nicht unbedingt zugänglich machen sollte. Besser ist eine Abschottung von High-Tech und Ideen – sonst wird es eh geklaut und dort nachgemacht. Man sollte ihnen nur die Technologie anbieten, welche nicht leicht kopiert werden kann – Fertigprodukte haben außerdem eine viel schönere Wertschöpfung für europäische Firmen. Aber leider haben unsere Politiker nicht genügend Weitblick und Standvermögen, um diese Sichtweise anzuwenden……

Juchu! Der Jugendschutzmedienstaatsvertrag wird gekippt!

Endlich haben ein paar Politiker nachgedacht. Nach Meldungen u.a. des Spiegel wird der Jugendschutzmedienstaatsvertrag von Nordrhein-Westfalen nicht ratifiziert. Alle Fraktionen sind offensichtlich gegen dieses schwachsinnige Bürokratiemonster mit mangelnder Durchführbarkeit in der Praxis. Nicht, dass ich etwas gegen Jugendschutz hätte – bloß nicht. Nur die Planung des Jugendschutzmedienstaatsvertrags war dermaßen aufwändig und vollkommen an der Realität vorbei, wie es nur hauptberuflichen Beamten einfallen kann. Ok, das hat sich dann erstmal erledigt und die Ministerialbürokraten der anderen Bundesländer werden etwas herumtoben. Aber besser so, als dass erwiesenermaßen überhaupt nicht funktionierende Vorschriften nur für Mehrarbeit und Komplikationen sorgen……….

Kommt bald das Ende für 9Live?

Da sind aber böse Gerüchte unterwegs. Laut http://www.dwdl.de/story/29369/cashcow_hat_ausgedient_sind_die_tage_von_9live_gezhlt/ kann es sein, dass 9Live demnächst verschwindet.

Persönliche Meinung, keine Tatsachenbehauptung im rechtlichen Sinn:

Endlich, denn dieser Beschiss geht auf keine Kuhhaut.

Wo liegen die Probleme? 9Live macht sein Geld mit höchst dubiosen Gewinnspielchen. Man soll anrufen, um dann ggf. einen Preis gewinnen zu können. Machen das viele Menschen, klingelts bei 9Live mächtig in der Kasse, da ausnahmslos sauteure „Mehrwertnummern“ verwendet werden. Der Zuschauer hat aber keine reelle Chance auf den Gewinn sondern wird durch dämliches Moderatorengequatsche bei der Stange gehalten, um dann bei den Lösungen oft sein blaues Wunder zu erleben. Währenddessen soll kein Anrufer eine der freien Leitungen treffen? Schwachsinn und Manipulation! Nicht selten sind die Lösungswege und Lösungen selbst absolut abstrus, wenn es um richtig Geld geht. Es soll eben keiner draufkommen. Bei kleineren Beträgen hingegen kann der Sender großzügig sein und verteilt auch schon mal ein paar Hunderter.

Beispiel gefällig?

http://www.youtube.com/watch?v=w0vBLXeXYAQ

Guckt Euch mal ruhig unter den Suchbegriffen: 9Live Betrug  bei youtube um……. weitere Beispiele – wobei SevenOne gerade massiv Beiträge bei youtube sperren lässt – warum wohl?

Ich würde den Abzockern keine Träne nachweinen und ebensowenig dem dreist quatschenden, mit-beschummelnden Moderatorengesindel.

Ende der persönlichen Meinung.

Wikileaks – es langweilt langsam

Schon wieder haben diverse Medien und Internetplattformen nichts Neueres zu liefern, als das US-Getratsche vergangener Jahre. Wohlgemerkt, was man in den meisten Fällen sowieso schon die ganze Zeit wusste. Dazu kommt die tendenzielle Heulerei der Wikileaks-Fans und das reflexhafte Schreien der Wikileaks-Gegner. Als obs aktuell nichts Wichtigeres auf der Welt gäbe, wird zwischen beiden Standpunkten erbittert um die goldene Ananas geprügelt. Langsam wirds langweilig..

Wikileaks – Sympathisanten greifen Zahlungssysteme an

Ich hatte ja schon einmal orakelt, dass es im Zuge der Veröffentlichungen bei Wikileaks Ärger geben wird. Das war nicht nur auf die diplomatische Ebene bezogen. Jetzt trudeln immer mehr Meldungen ein, dass Wikileaks die Geldquellen und Server abgedreht werden sollen. Und die Sympathisanten starten einen Kreuzzug gegen die Unternehmen, welche bislang als Spendenplattformen fungierten.

Kurz nach der Veröffentlichung der doch nicht so inhaltsträchtigen Dokumente auf Wikileaks ging es los. Kreditkartenfirmen und andere Unternehmen zur Zahlungsabwicklung sperrten nacheinander die Geldsammelfunktionen. Was sollen die auch anderes machen, wenn ihnen die US-Justiz im Nacken hängt. Aktuell werden von Sympathisanten daher verschiedenste Angriffe gegen Master Card, Visa oder Paypal gefahren. Üblicherweise handelt es sich um Denial of Service Angriffe, bei denen die Server mit Anfragen so zugemüllt werden, dass sie die Zahlungsfunktionen nicht mehr durchführen können sollen.

Zuvor hatte es Wikileaks selbst erwischt. Auch hier gab es Denial of Service Attacken, welche die Server de facto lahmlegten. Es geht hier aber auch ums Geld. Je mehr Anfragen ein Server bedienen muss, desto teurer wird es für den Webseitenanbieter- immerhin erfordert mehr Last auch kräftigere Systeme ud nicht zuetzt die Kosten für den Traffic gehen massiv nach oben. Logisch, dass es bei Wikileaks daher eng wird. Es kommt weniger Geld herein und die Kosten explodieren.

Beide Seiten spielen also gerade mit äußerst harten Bandagen.

Für mich verlieren damit beide Seiten den Anspruch, einfach Recht zu haben. Die verbissene und hoch ideologisch durchgeführte Auseinandersetzung hat irgendwie etwas peinliches. Auf der einen Seite die selbsternannten Kreuzritter der Weltordnung, auf der anderen Seite die selbsternannten Kreuzritter der Wahrheit. Ich glaube, beide verlieren in diesem Konflikt, weil beide unglaubwürdig sind.  Als erstes stirbt im Krieg die Wahrheit und beide Seiten sind de facto im Cyberwar.