Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken und Kohlegruben am Rhein

Irgendwie finde ich zurzeit die Diskussion um Energie ziemlich dreist bis vollkommen unlogisch. Da setzen die Betreiber von Atomkraftwerken die Bundesregierung unter Druck, damit die alten Schätzchen ihnen noch länger die Taschen füllen. Gleichzeitig hofiert teilweise die Opposition die Bergbauunternehmen. Es geht jeweils um viel Geld und vor allem auch um Wählerstimmen.

Mir stellt sich die Frage: Haben die kollektiv einen Sprung in der Schüssel?

Fangen wir mal mit dem Kohleabbau unter dem Rhein an. Wer da buddelt, wird das Bett des Rheins mal locker um 20 Meter senken. Dummerweise braucht man dann neben sehr hohen und sehr sicheren Deichen auch bis zur Ewigkeit Entwässerungspumpen, sonst läuft die entstehende Badewanne irgendwann einmal übelst voll. Wir reden hier nicht von irgendeiner menschenleeren Pampa, sondern von einem dicht besiedelten Deutschland. Was jetzt als Gewinne rausgezogen wird, versaut für immer die Landschaft, Geologie sowie den Wasserhaushalt. Damit das wiederum einigermaßen in den Griff zu bekommen ist, sind beim Abbau extrem aufwändige (auch energieaufwändige) Entwässerungssysteme nötig, die für immer und ewig betrieben werden müssen, wenn es nicht zu einer ebenso großen wie sauteuren Katastrophe kommen soll. Kann so etwas unter dem Strich wirtschaftlich sein? Glaube ich nicht.

Ebenso toll treiben es zurzeit die Atomfuzzis. Teilweise sind die Dinger wirklich alt. Ob da alles noch in 10 oder 20 Jahren sicher ist, wage ich deutlich zu bezweifeln. Auch mit Modernisierungsversuchen wird man nicht weit kommen. Die verwendete Technologie ist überholt und heute oft gar nicht mehr in dieser Form zu bekommen. Dementsprechend „spannend“ dürfte eine Nachrüstung werden, wenn man die Oldtimer mit modernen Systemen aufpeppen möchte. Sehen Sie sich einfach mal die Beispiele aus der Technik an und vergleichen Sie meinetwegen einen 15 Jahre alten VW Golf mit neuen Golf-Modellen. Lichtjahre Unterschied. Und nun wollen die Kraftwerksbetreiber eben mal so bis zu 20 Jahre mehr Laufzeit. Viel Spaß, das wird auf handgefertigte Ersatzteile und ansonsten ein tierisches Herumfrickeln hinauslaufen. Obs dann unter dem Strich sicherer wird oder zumindest so bleibt wie heute, wage ich zu bezweifeln.

Ist ja nicht so, als wenn es keine Alternativen gäbe. Mit Wärmedämmung und Kraft-Wärmekopplung gibt es wirklich sinnvolle Möglichkeiten, von vornherein überhaupt erst weniger Energie zu verbrauchen. Kommt dazu noch eine stärkere Nutzung von intelligenten Lösungen wie Solarheizung oder Photovoltaik und Windkraft mit Wasserstoff als Zwischenspeicher, sieht die Sache noch runder aus. Zumal es dann erhebliche Investitionen und neue Arbeitsplätze gibt. Als Zückerchen obendrauf bringen solche Systeme eine strategische Unabhängigkeit gegenüber teilweise doch nicht so 100% vertrauenswürdigen Lieferanten. In Memoriam Schröders Gasrohr durch die Ostsee………

Ich befürchte, dass die Politik sich zum willigen Spielball ihrer Lobbys und Wählergruppen gemacht hat, währenddessen Rückgrat und gesunder Menschenverstand chirurgisch entfernt wurden…..

Endlich mit neuer Kamera unterwegs

Schon die ganze Zeit war ich auf der Suche nach einer Digitalkamera. Es sollte eine einigermaßen taugliche Spiegelreflexkamera sein und dazu ein Objektiv mit einem möglichst großen Brennweitenbereich. Gedacht ist die Kamera für die Reise – wenn ich dabei mal Aufnahmen für Reportagen machen möchte. Ausdrücklich sollte es dabei keine rein professionelle Kamera sein, da die bessere Qualität überproportional teurer wird und man auf Reisen durchaus einmal einen Schaden an der Kamera erleiden kann.

Bei der letzten Sonderaktion vom MediaMarkt mit 19% Rabatt habe ich dann zugeschlagen: Canon Eos 550D mit einem Zoomobjektiv 18-270 Brennweite von Tokina. Mir gefällt die Kombination sehr gut, weil einerseits eine ausreichende Bildqualität für Webanwendungen erreicht wird, dazu nur ein einziges Objektiv geschleppt werden muss und nicht zuletzt sogar Filme in brauchbarer Qualität bis hinauf zu Full-HD erstellt werden können. Da nehme ich dann auch die Abstriche gegenüber besseren Objektiven oder meinetwegen einer EOS 5D Mark 2 in Kauf.

Für professionellere Aufnahmen habe ich gleich noch ein original Canon-Objektiv eingesackt, das 70-200 mm 40 L IS USM. Da machten sich die 19 Prozent Rabatt sehr deutlich bemerkbar.

Übrigens ist die Preisgestaltung bei verschiedenen MediaMärkten sehr interessant gewesen. So lagen beim Canon Objektiv 100 Euro zwischen dem sowieso eher teuren MediaMarkt in Mönchengladbach und dem (weniger Auswahl, wahrscheinlich auch weniger Kaufkraft in der Stadt) Markt in Hückelhoven.

Etwas lachen musste ich in beiden Fällen bei vermeintlichen anderen Sonderangeboten. So wurden viele Dolby-Surround Kombinationen angeboten, die selbst mit Rabatt deutlich teurer waren als im Internet. Kann man ja prima überprüfen, wenn man kurz mit dem Handy vor Ort ins Internet geht.  Naja, MediaMarkt wurde in jedem Fall neben hochwertigen Geräten auch jede Menge Ladenhüter los, welche von einer kaufgeilen Kundschaft zentnerweise aus den Läden geschleppt wurden. 😉

Inflation der „Prominenz“

Meine Herren, man wird ja mittlerweile zugeballert mit Informationen, welche die Welt wirklich nicht braucht. Offenbar stehen diverse Medien stark unter Druck, dauernd Neuigkeiten und „Informationen“ zu liefern (oder zu produzieren), welche bar jeglichen Interesses für halbwegs entwickelte Menschen sind.

Schöne Beispiele sind die Ex-Partner von an sich schon (zumindest für mich) nicht wirklich aussagekräftigen Typen. Da wird über die Ex-Frauen von Boris Becker berichtet, Affären von Matthäus und natürlich ab und an wird auch Roberto Blanco wiederbelebt. Was haben die irgendwann mal Umwerfendes gesagt, woran man sich gerne erinnert? Ich zumindest kann mich nicht dran erinnern. Die ganzen Sprüche sind für mich persönlich irgendwo zwischen wenig gehaltvoll und peinlich gewesen.

Und jetzt kommen sogenannte Boulevardmagazine und graben die Ex vom Freund der Stiefmutter väterlicherseits von vor zig Jahren (oder ähnlich) heraus und labern sich einen Mist zurecht, der mich nun wirklich einen feuchten Honecker interessiert. Natürlich ist es dann aufgebauscht „erschütternd“, „tragisch“ oder eine beliebige Aneinanderreihung irgendwelcher reißerischer Titel, welche das Interesse schüren sollen.

Himmelhilf.

Ich kann mir sowas nicht ansehen, ohne dass ich mich nach der Sinnhaftigkeit derartiger Statements fragen müsste. Ergo fliegt so ein Zeug beim Zappen sofort raus. Da zieht für mich nicht mal das Faszinosum des Banalen oder Gruseligen. Natürlich ist so ein Zeug vergleichsweise billig produziert, wenn man es mit einer sauber recherchierten Reportage oder einem Spielfilm vergleicht. Ein Moderator, ein bißchen Schnibbeln und eine Wiederverwertung alten Geseibers sind ausreichend.

Ich frage mich ja immer, wer sich so etwas freiwillig ansieht. Offenbar gibt es aber genug Zuschauer, welche kein interessantes, eigenes Leben führen und sich entsprechend für Beliebigkeiten von B-, C-, oder D-Promis begeistern können. Die Frage sei allerdings erlaubt, ob die dann ausreichend vom Leben qualifiziert sind, um an der Wahlurne ein Kreuz zu machen……..

Twitter an der Kapazitätsgrenze – und macht Spaß

Da wollte ich mich in meinen Twitter-Account einloggen und wieder mal ist das System auf Volllast. In der Tat gibt es nie so viele Nachrichten, wie heutzutage. Entsprechend schwieriger wird es, aus dem Wust der ganzen Nachrichten die wirklich interessanten herauszufinden.

Trotzdem finde ich den Erfolg von Twitter toll – zumal auf allen modernen Handys leicht bedienbare Frontends zur Verfügung stehen. Oder – noch besser – man hat von vornherein ein webtaugliches Handy. Da sind schnell einmal von unterwegs die Nachrichten zum Schmunzeln und vor allem lästerliche Kommentare abgerufen. Das kann beispielsweise sehr chön Wartezeiten am Flughafen verkürzen.

Tolles Ding, wirklich.

Tödlicher Anschlag in Afghanistan

Die Taliban haben wieder einmal gezeigt, dass sie nichts anderes sind als schmutzige Terroristen ohne jegliche politische, gesellschaftliche oder religiöse Rechtfertigung. Selbst im Krieg ist eine solche Tat unentschuldbar nach allen Maßstäben, die man auch nur irgendwie anlegen kann – von der Genfer Konvention bis hin zu diversen Glaubensauslegungen eines halbwegs aufgeklärten Islam. Kurz zur Erinnerung: In den Genfer Konventionen steht ganz klar drin, dass Menschen, welche unter der Flagge des Roten Kreuzes, des Roten Halbmonds oder Roten Löwen unterwegs sind oder Hilfe leisten, niemals angegriffen werden dürfen. Sanitätspanzer der Bundeswehr werden von den Taliban besonders gerne angegriffen, da sie nur mit leichten Waffen zur Selbtverteidigung ausgerüstet sind.

Rein rechtlich stellen sich die Taliban schon lange auf den Status irregulärer Kombattanten, da sie in der Regel heimtückisch mit verdeckten Waffen unterwegs sind. Tragen sie hingegen ihre Waffen offen, dürfen sie sofort angegriffen werden. Das haben die Amerikaner schon häufiger gemacht, indem sie marschierenden Talibangruppen ein paar freundliche Grüße aus der Luft in Form von Hellfire-Raketen oder 30mm Geschossen zukommen ließen. Somit gilt nach meinem Ermessen für die Taliban insgesamt keinerlei Schutzanpruch aus der Genfer Konvention. Entweder, die feigen Drecksschweine zeigen sich öffentlich oder sie sind Freiwild und sollten auch als solches behandelt werden. Das schließt die gezielte Eliminierung von Taliban-Kommandeuren oder Luftangriffe bei Verlegungen ein.

An die Nato Truppen: Gute Jagd!