Erfahrung mit Artikelverzeichnissen

Externe Links auf eine Homepage sind wertvolle Hilfen für die Suchmaschinenoptimierung. Dabei kommt es auf eine möglichst „schlagkräftige“ Weiterleitung der dort gesetzten Links an. Manche Artikelverzeichnisse bieten nur Links, die sich in neuen Fenstern öffnen, andere erlauben ein direktes Umschalten im vorhandenen Arbeitsbildschirm.

Ist ja alles akzeptabel. Wo mir allerdings etwas das Verständnis fehlt, sind zunehmend Verzeichnisse, die nur noch auf reinen Eigennutz aus sind. Ich hatte ja schon einmal über die gestiegenen Anforderungen berichtet, etwa bei Backlinks.

Völlig fehlt mir aber das Verständnis für die Dinge, welche ich jetzt gesehen habe. Abtretung sämtlicher Urheberrechte bei Einsendung und zugleich soll man in vollem Umfang für die Inhalte haften. Uuuups, die könnten also meinen Artikel beliebig verwenden, meinetwegen aus ihrem Verzeichnis rauslassen und irgendwo anders mit ihren Links einstellen, wofür ich dann auch noch haften soll. Meines Erachtens wäre das schon im Bereich einer ungerechtfertigten Bereicherung.

Oder auch so ein Klopfer: Links kann man setzen, dank solcher Kleinigkeiten wie dem nofollow Attribut und weiterer Tricks sind die aber in der Praxis ganz schön wirkungsarm und bringen einzig und allein dem Betreiber des Verzeichnisses die Publicity (und in diesem Falle Werbeeinnahmen von massiven Adsense-Einblendungen) von anderer Leute Arbeit.

Naja, man muss sich ja nicht überall eintragen. Gott sei Dank gibt es genügend Alternativen und notfalls macht man eben kurz selbst noch ein WordPress – Artikelverzeichnis auf.

Übrigens bin ich zurzeit dabei, im Netz sporadisch über Hochdruckreiniger zu schreiben. Das verweist alles brav auf einen Strato Miet-Shop, der aber munter in den Suchmaschinen klettert. Das ist nur ein Teil der Strategie, die ich gerne nach Fertigstellung des Projekts einmal ausführlicher darstelle.

OMD Resumee

Wow, da war einiges los in Düsseldorf. Viele Besucher, viele Angebote. Neben einigen „laufenden Metern“, also Kids, die umsonst unterwegs waren und fleißig Werbegeschenke einsammelten, war meines Erachtens ein unheimlich breites Spektrum an Interessenten vertreten. So haben auch kleinere Unternehmen mittlerweile einen „Draht“ zum Internet und suchen gute Präsentationsmöglichkeiten für ihre Firma.

Die Rechnung dürfte oft aufgehen. Wer die Nase vorn hat, hat eben einen Wettbewerbsvorteil. Erstaunlicherweise fragen sehr viele von den „Kleinen“ nach, ob und wie sich Online Marketing für sie lohnt. Wenn der Chef selbst die Geldbörse zücken muss, ist wohl eine genauere Rechnung gewünscht, als beim Verwalten von Budgets innerhalb großer Konzerne. Auch schauen die sich sehr genau an, welche Werbeformen am besten funktionieren, man muss ja nicht alles mitmachen.

So war am Stand eines Anbieters von Online Tracking häufiger zu hören: „Was ist Ihrer Erfahrung nach denn die wirkungsvollste Werbemöglichkeit?“

Ich finde solche Entwicklungen gut, da mitdenkende Kunden mit einem Basiswissen sehr viel genauer wissen, was sie suchen. Nämlich das, was sich für sie lohnt.

OMD – voll, eng, aber interessante Gespräche

Man merkt auch auf der OMD, wie stark das Online Geschäft steigt. Es war gestern sehr, sehr voll, die Gänge in Halle 10 waren de facto zu mit Dauerstaus. Eine Halle alleine ist wohl doch etwas arg eng, wenn man die wachsende Zahl an Ausstellern und vor allem die Besuchermassen unterbringen möchte.

Trends gabs einige, allerdings werden sich viele hüten – wie ich – etwas über deren Auswirkungen im praktischen Geschäft zu schreiben ;-). Daher nur ein paar generelle Aussagen.

Was stark verlangt, aber aufgrund von hohen Kosten bisher nur selten geliefert werden kann, ist mobile Marketing. Eigentlich jeder möchte Handies und Organizer ansprechen, sieht sich dann aber oft mit den Problemen der unterschiedlichen Displaygrößen sowie vorhandenen Features der verschiedenen Geräte konfrontiert. Der Wille ist da, die gleichzeitige Produktion passender Inhalte vom Breitband-Bildschirm bis zum kleinen Handy-Display aber aufwändig.

Suchmaschinenmarketing bieten immer mehr Firmen an. Nicht alle auf der OMD vertretenen Anbieter haben aber Detailwissen über die Zertifizierung zum Google Pro hinaus.

Sehr viele Besucher interessierten sich für Online Conrolling vom Tracking bis zur betriebswirtschaftlichen Berechnung der Werbung. Erstaunlich, wie viele Firmen tatsächlich noch im Blindflug unterwegs sind. Da möchten einige jetzt genauer wissen, was ihre Werbung tatsächlich erreicht – genau das predigen wir seit Jahren.

Immer mehr Firmen rechnen mit ihren Agenturen nicht mehr nur einfach global nach Costs per Order ab. Eine größere Detaillierung bis zur Erfolgsmessung einer Produktgruppe oder eines Produktes ist vielfach gewünscht. Derweil optimiert auch so mancher seine Onlinepräsenz in Richtung besserer Konversionsraten sowie niedrigerer laufender Kosten mit CMS-Integrationen.

Damit wird die Schere zwischen Unternehmen größer, die Online Marketing beherrschen oder ein wenig Präsenz im Web zeigen möchten. Die Profis werden halbherzige Versuche deutlicher abhängen und aufgrund höherer Effizienz sowie schnelleren Änderungen noch weiter nach vorne preschen.

OMD steht an – stellen Sie Fragen!

Diese Woche wird eines der Highlights für Online Marketing. In Düsseldorf trifft sich das Who-Is-Who des Online Marketing auf der OMD. Nach der Delle durch den neuen Markt merkt jedes vertriebsorientierte Unternehmen, dass sich mit Webseiten zunehmend Geld verdienen lässt – die Marktverschiebung Richtung Onlinekauf haben wir ja bereits in mehreren Beiträgen geschildert.

Dabei wird das Online Marketing zunehmend professioneller. Langjährige Kompetenz und aktuelle Marktentwicklungen sorgen für steigende Umsätze der Kunden.

Die Schattenseite sind Trittbrettfahrer, welche Geld wittern, jedoch nicht das nötige Rüstzeug beherrschen. Vor allem Berater haben sich schleunigst auf den Wachstumsmarkt eingestellt und versuchen, ihren Teil vom Kunden zu bekommen. Auch viele Werbeagenturen versuchen verzweifelt, den Markt zu bedienen.

Jetzt provoziere ich einmal bewusst. Wer als Kunde an Online Marketing interessiert ist, sollte sich selbst zumindest ein wenig schlau machen und kann mit ein paar gezielten Fragen die Qualität zukünftiger Lieferanten und Berater abschätzen. Fragen Sie einfach mal beispielsweise:

Wie setzt sich die Position in Google Adwords zusammen?

Da sollte zumindest gesagt werden: eigene Gebotshöhe im Vergleich zur Konkurrenz, ob ein beworbenes Keyword auf der Landing Page vorhanden ist, ob der Besucher schnell wieder zu Google zurückkommt und neu sucht oder lange auf der beworbenen Seite verbleibt. Die beiden letzten Punkte sind unter dem Stichwort Qualitätsfaktor zu nennen. (Es gibt noch mehr Einflussgrößen, das sollte aber für den Einstieg reichen.)

Wie macht man Suchmaschinenoptimierung?

Analyse der eigenen Seite unterstützt durch Tracking, Analyse der Konkurrenz, Onpage-Optimierung (Verbesserung von Technik und Inhalten), manueller Linkaufbau. Auch das sind nur Grundvoraussetzungen, das eigentliche SEO geht weiter.

Lohnt sich Online Marketing für mich?

Hier sollte ein in Frage kommender Dienstleister erst einmal zurückfragen: Was machen Sie denn? Darf ich einmal Ihre Domain wissen? Was setzen Sie denn für ein System zum Controlling ein – etracker, analytics, webtrends, omniture, econda oder dergleichen? Was setzen Sie bisher um und planen Sie, in Zukunft umzusetzen? Ein guter Dienstleister sagt dann klar, was sich lohnt (SEM, SEO, ebay, Affiliates, viral, Blog…..) oder ob es zu teuer ist. Wer sagt: jede Form von Online Marketing lohnt sich, hat das Prinzip nicht verstanden.

Auf der OMD tummeln sich eine Menge Experten, die man auch einmal fragen kann. Das liefert wertvolle Informationen, was der eigene Dienstleister taugt. Dies als Anregung für eine erfolgreiche Teilnahme am Wachstumsmarkt Internet.

Gebietsschutz im Internet?

Die Quadratur des Kreises ist gefordert. Wenn ein Leser irgendeine Ahnung hat, wie man folgendes Problem lösen kann, bitte ich um Vorschläge.

Produkte sollen online vertrieben werden, wobei der bisherige Vertrieb durch regional zuständige freie Händler getätigt wurde. Man hat bisher nichts mit dem Internet gemacht, das soll aber jetzt kommen.

Nur geht damit der Gebietsschutz zum Teufel, weil man ja schlecht interessierte Kunden nach Bundesländern oder Staaten sortieren kann. Das Internet funktioniert nun mal global.

Wie kann man einen aufstrebenden Vertriebsweg bedienen, trotzdem aber den Anspruch der bisherigen Verträge auf Gebietsschutz gewährleisten?

Also, wenn jemand eine Lösung weiß, ich nehme gerne Vorschläge an.