Symantec Studie: Frauen surfen anders als Männer und haben ein anderes Sicherheitsbewusstsein

Aus einer Studie von Symantec zum Thema Sicherheit. Ist aber auch hoch interessant fürs Online Marketing, was z.B. das Einkaufsverhalten angeht:

Frauen verhalten sich bei Online Shopping & Co. vorsichtiger als Männer

Es gibt ihn, den sprichwörtlichen „kleinen Unterschied“ zwischen den Geschlechtern – auch beim Verhalten im Internet: Frauen sind vorsichtiger bei ihren Aktionen im weltweiten Netz. Sie laden generell weniger Inhalte herunter, sind „geiziger“ mit persönlichen Daten wie zum Beispiel Kreditkartennummern und behandeln scheinbar attraktive Angebote, die von unbekannten Webseiten stammen, mit größerer Vorsicht als Männer.

Ob Frauen besser kommunizieren oder schlechter einparken können als das vermeintlich „starke“ Geschlecht, ist Gegenstand zahlreicher Debatten und wird wohl niemals erschöpfend geklärt werden. Sicher ist jedoch, dass sie sich im Internet mehrheitlich vorsichtiger und zurückhaltender bewegen als Männer. Das jedenfalls ergab eine Umfrage von Symantec zum Thema „Internetnutzung von Männern und Frauen“.

Tatsächlich aber verhalten sich Männer und Frauen bei ihren Ausflügen ins Netz keineswegs gleich. So nutzen beispielsweise Frauen das Internet nicht so intensiv als Informationsquelle vor geplanten Einkäufen. Auch ist ihnen eine „sichere Seite“ wichtiger als verlockende Angebote dubioser Herkunft: Sucht immerhin knapp ein Fünftel der Männer im Internet nach Software, ohne dabei auf die Quelle zu achten, sind es bei den Frauen gerade einmal 7 Prozent. Generell laden sich Frauen seltener Filme, Musik oder eben auch Software herunter, fast die Hälfte der Frauen sieht komplett vom Download jeglicher Art ab.

Sogar beim Shoppen herrscht weibliche Zurückhaltung: Nur ein Drittel gibt Kreditkartendaten in Online Shops preis – mehr als die Hälfte der Männer hat damit keine Probleme. Diejenigen Frauen aber, die per Kreditkarte online einkaufen gehen, verlässt an diesem Punkt die weibliche Vorsicht: Nur ein Drittel der Frauen achtet beim Online-Shopping auf eine verschlüsselte Datenübertragung. Hier punkten in Sachen Sicherheit die Männer, von denen immerhin 50 Prozent auf gesicherte Seiten bei Kreditkartenangaben achten. Eine mögliche Erklärung für diese mangelnde Vorsicht: Frauen haben eine höhere Hemmschwelle bei vermeintlich komplizierten, technischen Vorgängen. Vielleicht ist daher die Bereitschaft größer, solche Sicherheitsvorkehrungen einfach zu ignorieren – eine Annahme, die durch die Tatsache gestützt wird, dass nur 30 Prozent der Frauen auch regelmäßig die Programme auf ihrem Computer aktualisieren. Bei den Männern sind es doppelt so viele.

Sorgenfrei ins Netz ohne komplizierte Installationen – aber auf Nummer Sicher…

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen zweierlei: Erstens scheinen Frauen grundsätzlich etwas vorsichtiger bei ihren Internetaktivitäten zu agieren, zweitens aber sorgen die zahlreichen Gefahren aus dem weltweiten Netz nach wie vor für Verunsicherung bei vielen Nutzern beiderlei Geschlechts. Insbesondere Meldungen über das Ausspionieren von sensiblen Daten wie Kontoinformationen, Kreditkartennummern, Passwörtern oder PIN und TAN-Nummern verunsichern Anwendern zunehmend. Zwar sind Antivirenprogramme sehr verbreitet – laut einer Symantec-Studie nutzen mehr als 90 Prozent aller Anwender eines auf ihrem Computer – jedoch haben nur rund 48 Prozent eine Software gegen Spionageprogramme und etwa 25 Prozent haben keine Firewall, die zum Beispiel Hacker vom Rechner fernhält. Viele Verbraucher scheinen immer noch der Ansicht zu sein, ihr Rechner wäre für unerwünschte Eindringlinge uninteressant und daher relativ sicher. Weit gefehlt: Rund 80 Prozent der aktuellen Schadprogramme sind heute in der Lage, sensible Daten auszulesen – und machen kaum einen Unterschied zwischen „interessanten“ und „uninteressanten“ Rechnern. Ob Zurückhaltung beim Online-Shopping hier eine sichere Lösung sein kann, sei dahingestellt. Besser ist in jedem Fall eine wirksame Abwehr gegen die virtuellen Spione. Nur sie gibt dem Anwender (oder der Anwenderin) Sicherheit vor unbemerkt eingeschmuggelten Spähern.
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(Ok, das ist eine Studie von Symantec) aber genaueres zum Surfverhalten:Wie intensiv nutzen Sie privat das Internet (außer Internet-Telefonie)

In Deutschland nutzen die meisten der Befragten das Internet mehrere Stunden täglich 63% der Männer, 54% der Frauen).
Dasselbe gilt für Österreicher, nur Schweizer verweilen mehrheitlich maximal eine Stunde im Internet.

Wofür nutzen Sie das Internet vorrangig?

Mit über jeweils 90% nutzen Männer wie Frauen in allen drei Ländern das Internet für E-Mails.
Platz zwei belegt Online-Banking (alle drei Länder).
Platz drei Online-Shopping (alle drei Länder).

Wenn Sie eine Kreditkarte besitzen, für was benutzen Sie diese im Internet?

Platz eins belegen in allen drei Ländern die Einkäufe in Onlineshops.
Deutschland: 55% der Männer und 32% der Frauen.
Am zweithäufigsten wird die Kreditkarte in Deutschland, der Schweiz und Österreich beim Buchen von Flügen, Hotels und Reisen im Internet eingesetzt.

Wenn Sie im Internet recherchieren oder surfen, welche Seiten rufen Sie aus Sicherheitsgründen nicht auf?

Über 70% der Befragten in allen drei Ländern rufen keine Seiten auf, die ihnen verdächtig erscheinen.
Die Frauen sind immer ein wenig vorsichtiger als die Männer – in Deutschland 85% der Frauen gegenüber 72% bei den Männern.

Schränken Sie die Nutzung von Online-Transaktionen ein?

52% der Männer und 33% der Frauen in Deutschland achten generell auf verschlüsselte Datenübertragung beim Online-Shopping.
Ein Drittel der Männer und Frauen nutzen Dienstleistungen vertrauensunwürdiger Seiten nicht.

Laden Sie Musik oder Software aus dem Internet herunter?

58% der Männer und lediglich 30% der Frauen laden Programm-Updates herunter. In Österreich und der Schweiz ist das Ergebnis ähnlich (Österreich: 59% Männer, 30% Frauen, Schweiz: 60% Männer, 32% Frauen)
Ausländische Seiten werden so gut wie gar nicht für Downloads genutzt – nur 4% der deutschen Männer und 2% der deutschen Frauen tun dies.

Die Hommingberger Gepardenforelle geistert immer noch durchs Web

Vor einiger Zeit lief beim Computermagzin c`t ein Wettbewerb für Suchmaschinenoptimierer. Ziel war es, die Nonsens-Kreation „Hommingberger Gepardenforelle“ möglichst hoch in den Suchmaschinen zu positionieren. Kurz darauf ließen einige SEOs die Muskeln spielen und jagten den Suchbegriff in fast allen Suchmaschinen kräftig in die Höhe.

Die „Reste“ dieses Wettbewerbs finden sich noch erstaunlich häufig im Netz, gerade bin ich wieder darüber gestolpert.

Wer mehr dazu wissen möchte, kann gerne einmal bei Wikipedia nachsehen.

Farben im Web und Online Marketing

Farben übertragen Informationen und Emotionen. Entsprechend wichtig sind sie für alle Webauftritte sowie das Online Marketing. Zunächst zum Farbraum. Normalerweise stellt man sich vor, dass zwischen Schwarz und Weiß die Grundfarben Rot, Blau und Gelb/Grün liegen. Stimmt nicht ganz. Der Farbraum beschreibt die technische Darstellbarkeit unter anderem auch nach Helligkeit und Intensität.

Hier ist ein Vergleich zum Druck interessant. Kein Monitor kann all das darstellen, was man auf dem Papier wiedergeben kann, u.a. in den Punkten Brillanz und Sättigung. Auch bei Monitoren gibt es deutliche Unterschiede, etwa zwischen Kathodenstrahlgeräten, LCD und TFT. Und zwischen verschiedenen Herstellern. Der eine Monitor hat einen größeren Farbraum, als der andere. Entsprechend kann man nicht vorhersagen, wie das Bild beim Benutzer denn nun genau aussieht. An alle klassischen Werbeagenturen: vergessen Sie besser, was Sie vom Papier her gelernt haben und gehen Sie nicht in farblich extreme Darstellungen.

Zweiter Punkt sind Alter und Farbtemperatur eines Monitors. Vor allem ältere Kathodenstrahler verschieben kräftig die Farben (Farbstich). Grund ist neben der Alterung auch eine leichte Dejustierung der Kanäle. Passiert eben. Frühe LCD Monitore hatten einen sehr kleinen Farbraum und zudem extreme Probleme beim Kontrast. Damit direkt zum nächsten Punkt. Erst mit dem Auftauchen der TFTs und DSTNs wurden Flachbildschirme für grafische Arbeiten nutzbar, sie sind durchweg in ihrer möglichen Helligkeitsabstufung feiner. Die installierte Basis aller Monitore unterscheidet sich extrem.
Viele Benutzer stellen ihre Monitore individuell ein, je nach Sehgewohnheiten. Hinzu kommen schon ab Hersteller unterschiedliche Farbtemperaturen (gemessen in Kelvin). Und nicht zuletzt nehmen Menschen Farben völlig unterschiedlich war. Beispielsweise haben eine ganze Menge Leute eine Rot-Grün Schwäche, sie verwechseln schlicht gleich helles Rot oder Grün (bitte nicht politisch verstehen ;-)). Seltener, aber auch vorkommend, ist eine Rot-Blau Schwäche. Sie können die Farben bei gleicher Intensität schlichtweg schlecht auseinander halten. Wer also ein Rot und in Grün in gleicher Intensität und Helligkeit direkt nebeneinander setzt, sorgt für Unverständnis bei einem Teil seiner Zuseher.

Was lernt man daraus?

1. Websichere Farben verwenden, die eindeutig ankommen

2. Sinnvolle Kontraste verwenden, die auch 100% wahrgenommen werden.

3. Eine superteure Produktion mit Farbmanagement a la Druck bringt nichts – die Benutzer draußen nehmen es eh unterschiedlich wahr.

P.S. Das Ganze ist mir mal wieder aufgefallen bei einem Web 2.0 Portal – aua.

Statistik, Stitastik und das Kuriose im Online Controlling

Fragt man zwei Leute, bekommt man drei Meinungen. So oder ähnlich geht es im Online Controlling zu, wenn man verschiedene Systeme miteinander vergleicht. Einigkeit besteht gerade dann noch, wenn es um die Unterscheidung zwischen Hits und Visits geht. Wer dagegen ein Visit ist, da differieren schon die Aussagen. Ja, natürlich greift ein Suchroboter auf eine Webseite zu und hinterläßt einen Visit. Der bringt aber für die praktische Auswertung gar nichts.

Und sind kurz hintereinander wiederkehrende Besucher jetzt einzelne Visits? Ok, viele Systeme können dann noch einen einzelnen Benutzer identifizieren. Sieht man sich aber die Feinheiten an, wird es etwas schwieriger. Vor allem im Bereich mobiler Kommunikation wird es interessant. Wer mit einem Laptop und UMTS-Karte in der Welt herumsaust, bekommt je nach Netzsegment eine andere IP – ist also nicht mehr sooooo eindeutig identifizierbar. Aber auch nicht bei allen mobilen Anbietern gleich.

Teilweise mutet Online Controlling vor allem bei schwachen Systemen (ich werde mich hüten, hier Namen zu nennen) an, wie Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aaaaaber……

Der ein oder andere Gegencheck mit alternativen Systemen bringt oft Licht ins Dunkel. Und dann kommt die Erkenntnis: Aach, sooooo interpretiert System X die Besuche. Muss man ein Gespür für entwickeln und lieber mal misstrauisch sein.

Wunsch für Web 3.0: bitte mal alles inhaltlich vereinheitlichen und vergleichbar machen. All dies ändert aber nichts an der Tatsache, das Online Controlling heute zum Handwerkszeug bei jedem halbwegs professionellen Internetangebot gehören sollte.

Web 3.0, die Forscher sind unterwegs

Bei einem Blick auf unsere Online Auswertungen war ich in einem Punkt doch etwas überrascht. Neben einigen sehr großen Firmen (erkennt man an eigenen IPs) besuchen uns tatsächlich eine ganze Menge renommierte Forschungsinstitute und Hochschulen. Vor allem die, welche sich mit Usability, zugrunde liegender Technik und den Trends im Web beschäftigen.

Offensichtlich sucht man nach Lösungen und Ansätzen, wie ein Web 3.0 aussehen kann und welche soziologischen Auswirkungen sich in der Entwicklung des Internets von Web 1.0, dem gerade sehr unelegant proklamierten Web 2.0 und zukünftigen Standards im Internet ergeben.

Da stellt sich allerdings ganz ketzerisch die Frage, ob das Web nicht so viel Eigendynamik besitzt, dass zwar technische Lösungen geschaffen werden können, das Benutzerverhalten jedoch durch seine Eigendynamik Forschungsansätze überholt. Beim Online Marketing gibt es Bücher. Nette Versuche meistens, einem interessierten Leser die Mechanismen zu erläutern.

Sind diese Bücher publiziert (auch als eBook), ist der Wissensstand „eingefroren“. Und damit ist für diesen Bereich ein Großteil an Informationen nicht mehr aufnehmbar, der beispielsweise bei einem neuen Release der Adwords-Steuerung, von Google Analytics oder Yahoo Search dringend benötigt würde.

Eine sozusagen posthume Beobachtung ist in der Praxis, auch unter dem Einfluss dauernd alternierender Wirtschaftsdaten, irrelevant.

Provokante Aussage: Das Web ist so schnell, dass herkömmliche Methoden zur Wissensaufbereitung nicht mehr ausreichen. Eine Ausbildung an Hochschulen sollte sich daher eher auf Methodenkompetenz und Wissensaufbereitung konzentrieren, als dem ehemals aktuellen Stand hinterherzurennen und Studenten diese auswendig lernen zu lassen.