Bannerwerbung – TKP und dergleichen

Ein Banner auf guten Portalen und interessanten Rubriken liegt bei bis zu 75 Euro pro Tausend Anzeigen (TKP). Irgendwie verstärkt sich bei mir zunehmend der Eindruck, dass Bannerwerbung teurer geworden ist, aber nicht mehr bringt. Seitdem jeder weiß, dass Online Marketing eine sehr wichtige Funktion zur Kundengewinnung ist, feuern vor allem Agenturen riesige Budgets in die Banner.

Kaum zu beobachten, aber erst einmal empfehlenswert, sind kleine Probekampagnen und eine nachfolgende Messung und Berechnung der Werbewirksamkeit. Erst dann kann man den tatsächlichen Werbeerfolg bestimmen. Nein – immer gleich mit großen Budgets auf die großen Portale und sofort riesige Summen einsetzen – das ist die derzeit angesagte Devise.

Halte ich für völlig falsch. Das Risiko, eine große Kampagne gründlich zu verschwenden und damit sehr viel Geld zu versenken, erscheint mir viel zu hoch.

Hier ist wahrscheinlich noch flächendeckend das klassische Werbedenken einer Anzeigenschaltung vorhanden. Immer rausfeuern und nicht genau wissen, was wieder hereinkommt. Aber gerade die Technik ermöglicht doch eine extrem genaue Messung und Gelegenheit zur Kostenoptimierung.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Preissteigerungen bei der Bannerwerbung eher dem allgemeinen Web 2.0 Hype oder der Erkenntnis zu verdanken sind, dass Online Marketing extrem preiswert sein kann und man paradoxerweise jetzt um jeden Preis mitmachen will.

Ein bisschen Überlegung und Erfahrung kann da nicht schaden………

Positive Trends bei Werbeagenturen

Nachdem ich bereits mehrfach über Werbeagenturen gelästert habe, hier Positives. Immer mehr klassische Werbeagenturen (Print, TV, Radio) wollen nicht mehr auf Teufel komm raus Online Marketing anbieten, sondern überlassen dies Spezialisten, respektive holen sich entsprechende Kompetenzen ins Boot. Die Erkenntnis, dass man ohne tägliche Arbeit mit den Systemen sowie massive Erfahrungen für den Kunden nicht optimal arbeiten kann, scheint sich zunehmend durchzusetzen.

Um es klar zu stellen: Wir haben nichts gegen Werbeagenturen, im Gegenteil. Hervorragende schöpferische Leistungen sowie eine souveräne Beherrschung von Text und Grafik machen für uns Online Marketing leichter. Entsprechend gerne kooperieren wir mit Agenturen und beraten diese im Online Marketing – zum Nutzen des Auftraggebers.

Die „alte“ Tendenz, sich alle möglichen Aufgaben ins Haus zu holen und selbst in vollem Umfang zu verrechnen, bröckelt. Nach dem Web 2.0 Hype und den jetzt aufkommenden technischen Fragen – auch einer optimalen Umsetzung im reichhaltigen Konzert der Maßnahmen zum Online Marketing – konzentrieren sich zunehmend Agenturen darauf, wo sie gut sind und überlassen den Spezialisten die ebenso speziellen Aufgaben im Online Marketing.

Trotzdem gibt es noch oft die „alte“ Mentalität, gerade bei Agenturen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, einem Kunden alles selbst in Eigenleistung anzubieten. Dies dürfte sich früher oder später erledigen, weil Auftraggeber zunehmend eigene Kompetenzen aufbauen und beispielsweise im Online Controlling die Wirksamkeit von Werbemaßnahmen messen und hinterfragen. Auch ist immer häufiger eine Messung durch unabhängige Onlinemarketer gegeben, welche sich einmal genau die Kampagnen ansehen. Wer hier nur Schlagworte verkauft hat ohne das Hintergrundwissen, etwa zu Web 2.0, wird langfristig auf die Nase fallen.

Dies ist übrigens eine allgemein zu beobachtende Tendenz. Das Web an sich macht sehr viele Angebote und Leistungen transparent. Auch über dieses Blog Web 3.0 wird Kompetenz im Markt aufgebaut. Merkt man u.a. bei gezielten Fragen nach Mechanismen. Auch zählen sowohl Agenturen, wie auch deren Auftraggeber zu unseren Lesern – das Online Controlling via Google Analytics spricht hier eine deutliche Sprache.

Insgesamt also ein begrüßenswerter Trend.

Prognose: ab heute werden Zugriffe auf Webserver massiv sinken

Huch, wie, was wo? Nein, keine Panik. Aber auch Sie wirds erwischen. Was viele trotz internsiver Berichterstattung noch nicht gemerkt haben: Das Rheinland wird in den nächsten Tagen keine wirkliche Rolle mehr bei Zugriffen auf Webserver darstellen. Einfacher Grund: Hier ist Karneval.

Schätzen wir einfach mal. So ab 15 Millionen dürften Rosenmontag an den verschiedenen Karnevalsumzügen teilnehmen. Und die hocken nicht vorm Rechner, steigern nicht in ebay oder kaufen munter online ein.

Zu den Karnevalisten und Zug-Besuchern kommen noch die Karnevals-Flüchtlinge, die lieber im Kurzurlaub auf Mallorca sonnen oder in europäischen Großstädten Asyl suchen.

Eins kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen: Versuchen Sie bloß nicht, jetzt einen wichtigen Gesprächspartner in Düsseldorf, Köln, Mainz oder sonst wo am Rhein zu erreichen. Auch dürfte es schwierig werden, heute noch produktive Arbeit zu tun (außer, wenn man muss, grrrrr).

Jetzt mach ich mal ein wenig Eigenwerbung. Ich wohne in Dülken, einer recht ansehnlichen Stadt am Niederrhein, die aus Versehen in den 70ern in so etwas wie die Stadt Viersen eingemeindet wurde. Heute ist Altweiber, wo Frauen (ältere Exemplare werden hier lokal „Möhnen“ genannt), die Herrschaft übernehmen. Inklusive Sturm aufs Rathaus, etc.. Innenstadt? Dicht. Das wird bis ungefähr Mittwoch oder Donnerstag dauern, bevor sich alles normalisiert. Angesichts von ca. 100.000 Besuchern beim Rosenmontagszug in Dülken (Bevölkerung normal um die 30.000) läuft hier nix mehr und in anderen Städten siehts genau so aus.
Bis alles wieder online ist, sind erst mal diverse Bierchen, Aschermittwoch ein Fischessen und jeeeeeede Menge Kopfschmerztabletten fällig.

Also: hübsch mitfeiern, Kampagnen im Online Marketing auf Tiefschlaf und in einer Woche sehen wir weiter.

Merke im Online Marketing: Immer schön den Kalender an der Wand haben und wissen, wann man besser gar nichts schaltet.

Es ist nicht nötig, aus Dülken zu kommen, um erfolgreiches Online Marketing zu realisieren, aber es hilft 😉

Begriffsverwirrung im Onlinemarketing – SEM, PPC, Paid Ads…..

….sind alles Kürzel für dieselbe Werbeform. Nimmt man noch Suchmaschinenmarketing, Keyword Advertising, Google Adwords, Yahoo Search Marketing, Miva und Mirago hinzu, wird es für einen unvorbereiteten Interessenten erst einmal verflixt unübersichtlich. Im besten Fall weiß eine Firma noch, was Google Adwords und Yahoo Search Marketing sind. In vielen Fällen gibt es aber noch weitere Probleme.

Zwar fallen einem Interessenten die entsprechenden Anzeigen auf, er weiß aber nicht deren Namen und kann entsprechend nicht nach einem guten Dienstleister suchen. Wenn man dann mit Kampagnenmanagement, einer preisoptimalen, defensiven oder aggressiven Strategie beginnen soll, muss man erst einmal erklären, um was es sich dabei handelt.

Das ist wohlgemerkt nicht der Fehler interessierter Firmen. Eher scheint zu wenig Beratung und zu viel Gebrauch von Schlagworten für dieses Problem verantwortlich. Mittlerweile schreibt ja jeder irgend etwas zu Web 2.0 und sorgt für noch mehr Meinungen, die im Markt gebildet werden. Was oftmals fehlt, sind fundierte Informationen und das entsprechende Hintergrundwissen. Auch wiederum nicht der Fehler einer Firma, eher der Berichterstattung.

Jerome Schnitzler hatte mir einmal in einer „Fachzeitschrift“ für Kundengewinnung einen Artikel zu Web 2.0 gezeigt und dabei schon im Vorfeld den Kopf geschüttelt. Dem konnte ich mich nach Lesen des Artikels nur anschließen. Luftschlösser wurden höher bewertet, als Fakten. Und selbst diese waren sehr, sehr ungenau geschildert. Schlagwort hier, Zitat da……Aussage Null.

Seien Sie einfach kritischer beim Lesen und sehen Sie im Web selbst nach, worum es geht. Gute Informationsverdichter (=Journalisten) sind selten geworden – so hat es den Anschein.

Das kann ein blaues Auge im Ranking geben für Web 3.0

Gestern waren die Server, auf denen Web 3.0 gehostet ist, sehr langsam. Wir hatten Ladezeiten bis zu 45 Sekunden. Grund war nicht das Blog, sondern Probleme beim Provider mit dessen Datenbank. Entsprechend wurde Web 3.0 eine Zeit lang nicht gefunden.

Suchmaschinen können herrlich ungeduldig sein.

Sooo, und was heißt das allgemein fürs Online Marketing? Suchmaschinen indizieren in unregelmäßigen Zeitabständen eine einmal eingetragene Webseite neu. Finden sie dann nichts oder müssen sie sehr lange warten, reagieren viele irritiert. Ist die Seite überhaupt noch da? Hat die Qualität des Service nachgelassen? So „denken“ Suchmaschinen.

Sprich, als Konsequenz ist ein kurzfristiges Absacken in der Positionierung möglich. Wir waren ja mit dem Suchbegriff „web 3.0“ stabil unter den Top Ten, meist so um 3 oder 4 bei Google. Jetzt können wir ein paar Tage auf Tauchstation geschickt werden, wenn es schlecht läuft. Wenn es normal läuft, bleiben wir hübsch oben.

Das wird Ihnen aber auch einmal passieren, etwa bei einem internen Umzug Ihres Servers beim Provider. Kein Grund zur Panik. Wird sich wieder regeln. Sind halt die Eventualitäten, denen man auch mit bestem Know-How nichts entgegen setzen kann.

Halt, kann man schon.

Für größere Unternehmungen lohnt sich ggf. eine verteilte Datenhaltung über geclusterte Server und für den Fall der Fälle bei mehreren Providern und unterschiedlichen Backbone-Anbindungen.

Das wäre aber für ein Blog wirklich übertrieben.