Ein Lob an epages und Strato – sogar ernst gmeint

Nachdem wir hier so oft über Negatives berichten, sei an dieser Stelle ein Lob ausgesprochen. epages (der Strato-Shop-Lieferant) hat ein sehr gutes Update hinbekommen. Ohne großes Ruckeln wurden die Strato-Shops aktualisiert. Kriegt nicht jeder im laufenden Betrieb hin.

Die ehemals lästig und langwierig zu suchenden (und vor allem zu navigierenden) Menüpunkte sind jetzt bedeutend sinnvoller und benutzerfreundlicher angeordnet. Damit reduziert sich eine ganze Menge Arbeit auf schneller zu bedienende Standardfunktionen, welche zudem durch gute Ladezeiten gefallen.

Offensichtlich hat sich da wer eine ganze Menge Gedanken gemacht und sich auch Kritik der Benutzer zu Herzen genommen. Ich finds gut.

Schriften im Web – Hintergründe

Die Vielfalt an Schriften ist unübersehbar. Wer einmal in das „Zubehörpaket“ etwa von CorelDraw oder PhotoShop sieht, bekommt neben seinen sowieso vom Betriebssystem gestellten Schrifttypen gleich einen vollen Satz verschiedenster Schriften. Dieser reicht von klassischer Schreibmaschinenschrift bis hin zu verspielten Kunstschriften oder poppigen Comiczeichen. Schön, wenn man in Print-Publikationen aus dem vollen schöpfen kann und eine hundertprozentig passende Type für ein Plakat hervorzaubert.

Online bleibt davon wenig übrig. Eigentlich sind nur vier oder fünf Schriften gebräuchlich, meist beschränkt sich die Verwendung auf Verdana. Warum? Auf dem Papier mit seiner hohen Auflösung lassen sich serifenbetonte Schriften (das sind die mit den kleinen Schnörkeln an den Enden der Buchstaben) problemlos abbilden. Das menschliche Auge kommt gut mit einer Times oder einer Times New Roman zurecht. Die Serifen leiten den Lesenden optisch auf den nächsten Buchstaben weiter – es wird leichter, ein Wort im Ganzen zu begreifen. Serifenlose Schriften (also ohne die kleinen Schnörkel, Paradebeispiel Arial) wirken eher abgehackt. Hier gibt es modernere Alternativen. Ganz mies sieht es mit der alten Schreibmaschinenschrift aus, die ist im Zeitalter der EDV nur noch für Spezialanwendungen brauchbar.

OK, weiter online. Ein Bildschirm hat eine Auflösung von 72 dpi und damit deutlich weniger als der Druck. Verdana hat hier den Vorteil, dass sie gute Kontraste hat, trotzdem flüssig gelesen werden kann. Zudem passt das Schriftbild eher zum „modernen“ Aufbau von Webseiten. Und die Verdana ist auf jedem Rechner verfügbar. Ist sie es nicht, schaltet man via HTML automatisch auf Arial um. Arial wird sozusagen als Reserve hinterlegt, weil die nun wirklich auf jedem Rechner ist. Was beim Druck zu meist grausigen Resultaten führt, erleichtert online die Lesbarkeit. Blockstrukturen einer Webseite passen einfach besser mit diesen Schriften.

Wenn jemand eine genau passende Spezialschrift verwenden möchte, wirds schwierig. Natürlich hat nicht jeder Benutzer da draußen die ansonsten gut einsetzbare Avantgarde auf seinem System, erst recht nicht in allen Varianten. Oder, wenn es mal lockerer sein darf eine Comic Sans, wuchtiger eine Bremen oder Gothic oder edler eine Vivace.

Uuuuupps, nächste Falle. Das sind Schriften, die teilweise speziell von Windows verwendet werden. Ein Mac, Linux oder verschiedene Generationen von Windows kommen mit unterschiedlichen Schriftnamen daher. Früher einmal waren Schriften sauteuer, noch in den Neunzigern musste man für vier, fünf gute Schriften mit einigen Variationen (Schnitten) gleich einige Hunderter zahlen. Microsoft hat einfach eigene Schriftnamen vergeben, die den Klassikern im Schriftbild ähnelten und sich nur nach Aussprache unterschieden. Tja, leider kennt ein Computer keine Aussprache und in HTML gibts halt nur: Schrifttyp XY ist was anderes als Schrifttyp XZ, selbst, wenn die gleich aussehen. Also bleibt man brav bei dem, was eine möglichst breite Anwenderschaft installiert hat und was jedes Betriebssystem, jeder Browser versteht.

Wie siehts denn dann mit Logos, Kunstschriften oder Grafiken aus? Die muss man als Bild speichern, sonst zerhaut es einem das Layout, wenn der Browser sich eigenständig eine Alternative sucht. Das wiederum mögen Suchmaschinen gar nicht gerne, sie können die Inhalte der Grafiken nicht lesen. Ausweg: der HTML-Befehl „alt“ verpasst einem Bild einen „alt“ernativen Text, mit dem wiederum eine Suchmaschine etwas anfangen kann. Lästig, aber unumgänglich.

Deshalb bleiben die meisten Webauftritte ganz brav bei der brauchbaren „Einheitsschrift“ Verdana, meist mit Arial als Alternative. Lesen Sie einmal ein Buch über Typografie. Und spielen Sie einmal mit einem Grafikprogramm, indem Sie beispielsweise Schriften stauchen oder ziehen. Kann man einige schöne Effekte erzielen, die leider online aber nicht umsetzbar sind.

CebIT 2007 Zusammenfassung Teil 2

Web 3.0 hat einige weitere Trends gesammelt aus PIs der Deutschen Messe:
Mobilität und Navigation
Eine 3D-Ansicht aus der Fahrerperspektive erlaubt auch in unübersichtlichen Situationen eine einfache Navigation. Für Radfahrer und Wanderer wird Kartenmaterial abseits befestigter Straßen bereitgestellt. Weiterhin geht der Trend zur Integration von Funktionen wie zum Beispiel Reiseführer oder Musik- und Videospieler in Navigationsgeräte. Ortsabhängige Zusatzdienste bieten während der Vorbeifahrt Informationen über regionale Sehenswürdigkeiten oder zeigen die nächstgelegenen Hotels und Restaurants an.

HDTV

Neue Fernsehmodelle realisieren volle HD-Auflösung von 1

Telefonkosten und DSL-Tarife – runter damit!

Schaut man sich einmal die alten Tarife der Telekommunikationsanbieter an und vergleicht diese mit aktuellen Angeboten, ergeben sich oft drastische Einsparmöglichkeiten – und mehr Geschwindigkeit. Aktuell gibt es brauchbare Angebote mit Flatrate für Inlandstelefonate (Festnetz) und leistungsfähige DSL-Anschlüsse um 30-35 Euro – warum also mehr zahlen? 1&1, Arcor sowie weitere Anbieter haben einige nette Angebote, bei denen man sich fragen muss, warum ein Alttarif mit gerade einmal Mini-DSL und zwei Nummern nicht automatisch angepasst werden. (Antwort: wenn der Kunde nicht weiß, was er sparen kann, warum sollen die Telkos umstellen ;-))
Wenn ein Kunde hier aktiv wird und wechselt, gibt es für mehr Leistung oft viel bessere Preise. Auch beim Mobilfunk tut sich was. UMTS wird immer preiswerter, wenn man sich denn die Mühe macht, seinen Alttarif zu wechseln. Auch Gesprächsguthaben im Pauschalangebot oder die ein oder andere Flatrate lohnen einen schnellen Blick auf die neuen Tarife – und gegebenenfalls einen Wechsel.

Dabei schwindet die Grenze zwischen mobil und DSL-Festnetz. Arcor und Vodafone bieten jeweils nette Kombiangebote an, bei denen man richtig sparen kann gegenüber Einzelverträgen. Dito 1&1, Dito E-Plus mit seinen Base-Flatrates oder weitere Anbieter. Also, liebe Leser, sehen Sie sich einmal um, was aktuelle Leistung mit aktuellen Tarifen kostet. Sie werden teilweise staunen.

Blogs ziehen teilweise an Zeitschriften vorbei

Die Blogger-Szene bietet eine fast unglaubliche Vielfalt. Vom persönlichen Blog bis zu naturwissenschaftlich oder technisch extrem anspruchsvollen Themen reicht das Angebot. Dabei erstaunt die Streuung in der Qualität eigentlich nicht. Mit dem Medium Internet hat jeder eine Publikationsplattform an der Hand, welche ohne den hohen finanziellen Aufwand einer printbasierten Publikation auskommt.

Hosting? Gibts für Blogger umsonst. Wer mit vorgefertigten Designs leben kann, wählt aus mehreren Hundert Angeboten sein Umsonst-Blog. Inhalt? Wer schreiben kann und einen Browser bedienen, legt einfach los. Selbst bei Grafiken oder Bildern gibt es reichlich frei verfügbare Dienste, welche sogar online eine Bildbearbeitung ermöglichen.

Blogs sind also preiswert. Und sie sind verflixt schnell, schneller als jeder Druck. Entsprechend aktuell sind oft die Informationen, die man (mit Glück) am nächsten Tag erst in der Tageszeitung liest.

Die Qualität der Informationen hingegen schwankt extrem. Wenn wir hier auf Web 3.0 beispielsweise eine Pressemitteilung veröffentlichen, haben wir diese auch gelesen, nachgesurft und notfalls auch mal direkt bei der Pressestelle oder dem Produktmanagement nachgefragt (hat seine Vorteile, wenn man auch regulär für Magazine schreibt ;-)). Und wir geben die Quelle an, damit jeder selbst nachsehen kann, woher eine Meldung kommt. Damit kann ein Leser die Aussage auch selbst bewerten.

Was bei Blogs auffällt, sind teilweise enorme Spezialisierungen, die man im Printbereich so nicht findet. Probleme bei der Aufzucht von Chili-Pflanzen? Hatte ich gerade und habe einige exzellente Tipps in Blogs gefunden. Online Marketing? Da gibts außer uns noch eine ganze Menge anderer hervorragender Kollegen.

Zusammenfassend liegt bei Blogs ein gewaltiger Kostenvorteil, der sich oft in Aktualität und Spezialisierung niederschlägt. Das ersetzt nicht eine gut recherchierte Zeitung, die allgemein einen Überblick liefert. Zudem muss man sich bei der Vielfalt von Blogs erst alle Themen selbst zusammensuchen.

Trotzdem hier eine Prognose von Web 3.0: Schnelle Themen und Spezialisierungen werden langfristig eine Konkurrenz zum Print darstellen. Es wird neben beispielsweise Linksammlungen wie Mister Wong irgendwann redaktionell gepflegte große Blogsammlungen im Abo geben, wo sich der Benutzer seine Inhalte selbst zusammenstellen und dann wahlweise als RSS-Feed, Email oder benutzerdefinierten Homepages zusammenstellt. Und dann arbeiten viele Redakteure an dynamischen, elektronischen, virtuellen Zeitschriften. Sie werden weit über das hinausgehen, was die Web 2.0 Propheten gerade erst anfassen, indem sie bekannten Technologien und Systemen ein Schlagwort verpasst haben.