Macht Pinguin Inder arbeitslos?

Gerade geistert etwas durchs Web, wo ich fast vor Lachen zusammengeklappt bin. Eine Teildisziplin der Suchmaschinenoptimierung ist das Linkbuilding – man besorgt sich Links auf die gewünschte Seite, damit diese von Google höher eingeschätzt wird. Normalerweise macht man das inhaltlich passend und guckt nach, ob die Linkstruktur auch irgendwie seriös ist. Man kann aber auch mit der Brechstange alle möglichen Links setzen und pseudo-wichtige Seiten erstellen, von denen man auf die eigene Webseite verlinkt.

Das ist richtig gehend Arbeit. Bringt aber nur was, wenn man auch gute Inhalte liefert, mit denen nicht nur Google, sondern vor allem auch die Benutzer etwas anfangen können. Ergo sind einige „schlaue“ Agenturen aus dem englischsprachigen Raum darauf gekommen, billigen indischen Arbeitskräften derartige Jobs aufs Auge zu drücken. Im Laufe der Zeit hatte sich eine ganze SEO-Linkbuilding-und-Labertipsel-Industrie in Indien gebildet. Nach dem Motto: Du wollen Link kaufen? 🙂

Tja – und dann kam das letzte Update des Google-Suchalgorhythmus, Codename Pinguin. Reihenweise flogen die Seiten mit den Links made in Bananastan oder Indien ins Nirvana der Suche. Ooooooops. Nach einigen Berichten, die ich allerdings nicht verifizieren kann, klappt gerade die indische SEO-Industrie teilweise zusammen und wütende Arbeitnehmer protestieren gegen Google. Ok, Pech für die Leute aber dies zeigt, mit welchen abenteuerlichen Konstrukten und Kartenhäusern einige Agenturen oder auch Firmen aus dem Handel oder bei Dienstleistern unterwegs sind.

Den Schaden zu reparieren, dürfte bedeutend mehr kosten, als die ursprünglichen „Einsparungen“ durch Verlagerung der Tätigkeiten ins Ausland. Was sind die aber auch schlau………..

Etwas nachdenklich

Ich habe mir am Feiertag mal ein paar Sachen online angesehen und habe Erinnerungen entdeckt. Die haben mich dann doch etwas ins Grübeln gebracht – und zwar im positiven Sinne. Eigentlich ist meine Generation gleichzeitig die erste und die letzte – am Schnittpunkt der digitalen Welt mit dem richtigen Leben. Wir haben als erstes mit Computern gearbeitet, die man teilweise noch selbst zusammenschrauben musste, wenn man etwas Vernünftiges haben wollte. Lange in der Zeit vor grafischen Benutzeroberflächen wurde noch von Hand DOS installiert, man basteltete an Unix auf der Kommandozeile herum oder spielte mit Treibern für Grafikkarten. Dann kamen die ersten Modems (herrlich, tüüt, pfieeep und man war total stolz auf 14,4 kB/s) und Mailboxen, später die ersten schüchtern langsamen Internetanbindungen.

Ich glaube, das war eine sehr gute Ausbildung, absolut lebensnah. Weil man nicht nur wusste, wie man etwas bedienen kann, sondern auch, warum etwas überhaupt funktioniert. Auch solche Geschichten wie Communities, die gerade gehyped werden, sind absolut nichts Neues. Da hatte man in den 90ern beispielsweise IRC, das als primär universitäres Chatsystem durch die Tiefen des Internet geisterte. Man hat schon alles gelernt an Gruppendynamik oder Interaktion und Eskalation, was die Jünger des Social Media gerade als total neu und hip propagieren. Ok, so bunt und komfortabel wie heute war es beileibe nicht, jedoch ist für mich Facebook auch nicht viel mehr als ein aufgebohrtes und erweitertes IRC.

Wenn ich daran denke, dass ich in den 80ern, als ich anfing, für einige IT-Fachzeitschriften zu schreiben, noch munter Disketten zu den Redaktionen sandte…… Geht heute ratzfatz per Email oder Google+. Aber man musste noch richtig was können, die Redaktionen wurden noch gut bezahlt und anstelle irgendwelcher Billigschreiber und der Kopie aus Wikipedia gab es gestandene Journalisten, bei denen man sehr viel lernen konnte. Wie gesagt, mit neuen Technologien waren wir immer die ersten.

Gleichzeitig sind wir wohl die letzten, die noch so etwas wie umfassende Allgemeinbildung und ein Abitur haben, das diese Bezeichnung auch verdient. Die Schwächsten bei uns wurden Lehrer oder Beamte…….. Wir waren und sind nicht nur Konsumenten, sondern auch Macher und Gestalter. Über diese Erfahrungen bin ich sehr froh und kann sie permanent prima für meinen Job anwenden. High-Tech mit jahrelanger Erfahrung handhaben, neue Technik oder Trends schnell auf ihre Tauglichkeit für Online Marketing hin einschätzen…. Das passt einfach prima ;-).

Online Marketing bei Brückentagen und Feiertagen

Meine Herren, dieses Jahr gehts aber richtig rund. Die Feiertage Ostern, Fronleichnam, Pfingsten sowie die Brückentage haben doch erhebliche Auswirkungen aufs Online Marketing. Die Server bilden recht genau das Urlaubs- und Reiseverhalten ab. Und da dieses Jahr alles so schön terminlich zerfleddert ist, sehen die Serverstatistiken genau so wild aus. Es gibt einige sehr deutliche Verschiebungen im Vergleich zu etwa ganz normalen Wochenabläufen. Das ist richtig Arbeit, wenn man da mit Adwords hinterher steuern muss oder auch bei SEO so einiges erledigt.

Andererseits sieht man dort sehr schön, wie einige Agenturen oder Konkurrenten offenbar über die Feiertage oder während der Gelegenheiten für einen Kurzurlaub in den Tiefschlaf fallen. Man kann sich herrlich austoben ;-).

Auch beim persönlichen Einkauf bringen die schwankenden Zugriffszahlen deutliche Chancen. In ebay ist an ausgewählten Tagen so gut wie nichts los und entsprechend „angenehm“ sind die Zuschlagspreise von Auktionen. Da kann man sich richtig schön mit den verschiedensten Waren eindecken.

Wenn ich in ebay für Kunden oder eigene Projekte verkaufe, gucke ich immer zuerst brav in den Kalender, bevor ich die Auktionen einsetze. Droht eine Lücke beim Publikumsinteresse zum Zeitpunkt des Auktionsendes, lasse ich die Auktionen sein oder setze sie zumindest ein paar Tage später ein. Eigentlich gehört so etwas zum Handwerkszeug aber es wird halt nicht von allen berücksichtigt…….

Das Listenprivileg der Adresshändler

Was, kennen Sie nicht? Ist ganz einfach. Das ist der Grund, weshalb viel ungefragte Werbung ankommt oder auch Verbraucher wie Geschäftsleute durch lästige Telefonanrufe genervt werden. Im Datenschutzgesetz gibt es im Paragraph 28 und 29 zwei kleine, unfeine Ausnahmen über die Verarbeitung und die Verwendung von Daten. Diese kommen eigentlich nur einer Branche zugute, nämlich den Adresshändlern.

Worum es genau geht und wie das funktioniert, ist schnell erklärt. Verschiedenste Firmen sammeln Daten über Verbraucher und Firmen. Mal aus öffentlichen Quellen wie dem Telefonbuch, mal anders. Auch aus Internetseiten und teilweise sogar halböffentlichen Einrichtungen werden munter Datenpakete gefertigt. Und genau diese gesammelten Daten werden werbewütigen Firmen gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt. Ein beliebtes Mittel ist dabei auch die Adressanmietung. Ein Besitzer von sehr vielen Adressdaten stellt leihweise seine Datenbestände zur Verfügung, die dann für Werbebriefe, Katalogzusendungen oder auch die Werbung für Zeitschriftenabos verwendet werden.

Vor einiger Zeit sollte dieses sogenannte Listenprivileg aufgehoben werden. Dagegen liefen beispielsweise der Deutsche Dialogmarketing Verband, der Bundesverband des Deutschen Versandhandels oder auch die Zeitschriftenverleger Sturm. Prompt knickte die Politik ein und anstelle der Streichung des Listenprivilegs wurde eine windelweiche Version zum Gegenstand des Datenschutzgesetzes.

Die Piratenpartei wendet sich gegen das Listenprivileg und dürfte damit der Mehrheit genervter Bürger entsprechen. Meines Erachtens sollten die etablierten Parteien einfach die Ausnahmegenemigung kippen. Sie bringt viel Ärger und produziert unnütz Papier. Zumal sich eine Menge Werbefirmen und Callcenter nicht richtig an die an sich schon laschen gesetzlichen Vorgaben halten. Letztens hatte ich doch wieder ein paar Callcenter-Anrufe, die mir nicht sagen wollten, woher sie meine Daten haben. Eigentlich sind sie bei Strafandrohung gesetzlich verpflichtet, dies mitzuteilen, wenn ich danach frage. Daher mache ich jetzt Folgendes: bei ungefragten Anrufen von Callcentern und dergleichen, werde ich die Nummer einfach mal in eine Rückwärtssuche eingeben und dann fröhlich im Blog darüber berichten. 😉

Dieses Mal soll Ghaddafi noch Geld gebunkert haben….

Die Stories ändern sich, die Masche bleibt dieselbe: Vorschussbetrug…..

Attention: Please

I am DR. SUHAILI BIN HASSAN the manager Audit & Accounts dept. in Chase
Bank (CCB). I am writing to request your assistance to transfer the sum of
$20, 000.000.00 [Twenty million, United States dollars) into your accounts.

The above sum belongs to our deceased customer late Libyan Leader Muammar
Gaddafi who died on 2011 and since then the fund has been in a suspense
account.

After my further investigation, I discovered that Leader Muammar Gaddafi
died with his next of kin (Mutassim Gaddafi) and according to the laws and
constitution guiding this banking institution, it states that after the
expiration of (24) weeks, if no body or person comes for the claim as the
national treasury as unclaimed
fund. Because of the static of this transaction I want you to stand as the
next of kin so that our bank will accord you the recognition and have the
fund transferred to your account.

The total sum will be shared as follows: 60% for me, 40% for you and all
incidental expenses that may occur during the transfer process will be
incurred by both of us. The transfer is risk free on both sides hence you
will follow my instructions till the fund get to your account. More
detailed information's with the official send to you full  explanation
more comprehensively what is required of you.

You are free to call me through my private telephone number.

Thanks.
DR. SUHAILI BIN HASSAN