Google gibt Gas gegen Leistungsschutzrecht

Das nenne ich mal einen heftigen Aufbau von Meinungen. Nachdem das sogenannte Leistungsschutzrecht droht, hat Google eine Initiative dagegen gestartet. Auf einer Deutschlandkarte wird bei Netz-Verteidiger überall angezeigt, wer sich bereits gegen das neue Vorhaben ausgesprochen hat. Optisch sehr ansprechend gelöst, mit erheblicher Durchschlagskraft und zum jetzigen Zeitpunkt haben schon über 150.000 Menschen gegen das Leistungsschutzrecht in Deutschland gestimmt. Wahrgenommen haben die Kampagne über 2,5 Millionen. Das ist eine ganze Menge und so langsam sollte auch eine Wahrnehmung in der Politik stattfinden.

Ich glaube, auch wenn in diesem Falle Google eigene Interessen verfolgt, eine mehr als kritische Masche ist erreicht, um ganz schnell zurückzurudern. Das Feld würde ich nicht nur der Piratenpartei überlassen, sondern die Bedenken von sehr vielen Menschen sehr ernst nehmen. Natürlich haben die Verlage noch Macht und Einfluss in den Parteien, schließlich verfolgt man oft eine Politik gemeinsamer Interessen. Aber die Zeiten, wo man Onlinebewegungen ausblendet oder nicht wahrhaben will, sind für mich definitiv vorbei.

Browsergames – Marktkonzentration?

Sehr beliebt bei vielen Benutzern sind immer noch Browsergames – also Spiele, welche ausschließlich im Internet laufen und idR keine Installation auf dem heimischen Rechner erfordern. In der letzten Zeit kann man jedoch ein deutliches Abbröckeln der Benutzerzahlen beobachten und beispielsweise Firmen wie Zynga (auf Facebook) verlieren deutlich an Besuchern. Ganze Communities, wie Petville mit ca. 1 Mio Besuchern, werden aufgegeben. Der Reiz des Neuen scheint vielfach verflogen und eine dauerhafte Bindung wird selten erreicht. Über weitere Probleme habe ich schon einmal hier berichtet: kostenlose Browsergames.

Ich glaube, die einzige Konstante bei dieser Branche ist die Unstetigkeit der Benutzer. Man spielt etwas, irgendwann gibt es eine Sättigung und dann gehts ab zum nächsten Spieleanbieter. Wer ein breites Produktportfolio verschiedenster Spiele hat, kann die Besucher in seinem Umfeld halten. Wer das nicht hat, verliert die Besucher. Interessant dabei ist, dass beispielsweise RTL ebenfalls Browsergames anbietet und diese im Fernsehen bewirbt. Hier ist eine schöne Wertschöpfungskette entstanden, welche durch crossmediales Marketing gute Wettbewerbsvorteile bringt. Persönlich schätze ich, dass sowieso im Web der 3.0 Generation eine flächendeckende Vermarktung über alle Mediengrenzen hinweg erfolgt.

2012: 27 Mrd Umsatz im Internethandel

Im Vergleich zu 2011 legte der Handel im Internet 2012 etwa 26% Prozent auf rund 27 Mrd Euro zu. Damit geschieht knapp ein Zehntel des gesamten deutschen Einzelhandels im Web. Ein Zehntel klingt zunächst einmal nach gar nicht soooo viel. Dabei darf man jedoch eins nicht vergessen: Einige Branchen sind online überproportional vertreten. Das macht dem stationären Handel von allen in Kleinstädten und Mittelzentren arg zu schaffen. Und auch viele Cities der großen Städte verlieren eine beachtliche Menge an Kaufkraft, etwa im Bereich Mode. Wohl dem, der rechtzeitig auf den Versandhandel gesetzt hat und den Wegbruch des normalen Geschäfts durch einen Webshop oder eine Präsenz bei Verkaufsplattformen kompensieren kann.

Auch ist zu beobachten, dass einige Händler durch den Internethandel überhaupt erst richtig groß geworden sind. Notebooksbilliger.de etwa hat es unter die Top Ten im Internethandel gebracht. Was zurzeit in einigen Branchen passiert, ist eine sehr starke Konzentration. Wer früh eingestiegen ist, gute Preise und guten Service bietet, hat quer durch alle Branchen bessere Chancen, zu wachsen. Entsprechend drehen eine Menge ehmals kleiner Geschäfte auch richtig heftige Umsätze im Web, welche oft den des eigentlichen Ladens oder der normalen Verkaufsräume übersteigen.

Ich glaube, der stationäre Einzelhandel kann nur mit überragendem Service und überragender Beratung dagegenhalten. Immerhin ist die Bestellung über das Web auch sehr bequem und in kürzester Zeit sind die Waren in allen Ecken der Republik. Logisch, dass immer mehr Kunden die Bequemlichkeit nutzen und sich die Fahrt zum nächsten Einkaufstempel sparen. Meine Prognose entsprechend: Auch 2013 wird der Onlinehandel nochmals kräftig zulegen.

Plugins für WordPress

WordPress wird immer mächtiger im Funktionsumfang. Längst ist es nicht mehr nur ein einfaches Blogsystem, sondern ein gut nutzbares CMS, das zudem mit sehr geringen Ressourcen auskommt. Im Prinzip ist es schon sehr gut für Online Marketing nutzbar, kann aber mit ein paar passenden Plugins noch deutlich aufgewertet werden. Beispielsweise ist das SEO-Plugin von Yoast ein sehr schönes System, mit dem man problemlos Beschreibungen der Webseiteninhalte erstellen kann und auch bei den URLs ist fix Hand angelegt. Eine fixe Erstellung von Sitemaps ist ebenfalls gewährleistet.

Ein richtiges Bündel an Funktionen bietet Jetpack. Egal, ob um Statistiken von WordPress geht, automatisch auf sozialen Plattformen gepostet oder Mobilgeräte angesteuert werden sollen, alles da. Zudem ist die Integration sehr schön gelungen, es liegt gut im System und drückt nicht die Performance. Was man auf jeden Fall auch noch einbauen sollte, ist ein Plugin zur Bekämpfung von Spam. Hier sind verschiedene Lösungen verfügbar, welche meist auf folgender Technologie arbeiten: Wenn ein Automatismus ein Blog spammen soll, hat das enstprechende System meist kein Javascript an Bord. Menschliche Benutzer mit einem echten Browser haben hingegen Javascript in den allermeisten Fällen aktiviert. Die Spam-Blocker lehnen jegliche Kommentarerstellung ab, wenn sie kein Javascript finden. Einfach aber effektiv.