Kostenlose Browsergames – Vorsicht, Falle

Zurzeit gibt es einen steigenden Trend: Spiele, welche einfach über den Browser gespielt werden können. Dabei handelt es sich vornehmlich um Strategiespiele und weitestgehend Wirtschaftssimulationen. Aber auch Fantasy-Spiele erlangen immer mehr Bedeutung für den Markt.

Wieso schreibe ich aber: Vorsicht Falle?

Die Browsergames haben zwei Spielmöglichkeiten, entweder nur für lau oder man kann sich zusätzliche Ausrüstungsgegenstände und andere Vorteile kaufen – Kreditkarte, Paypal oder Handy machen es möglich. Hier warnen schon die Verbraucherschützer. Und das meiner Meinung nach völlig zurecht.

Wenn eine neue Spielrunde gestartet wird, stehen erst einmal sämtliche Spielwelten am Anfang. Die Spieler haben (noch) vermeintlich gleiche Chancen, was sich jedoch sehr schnell ändert. Je nach Ausgangslage kann man von vornherein ohne zugekaufte Vorteile nicht mehr mithalten. Zudem legen einige Spieler mit gekauften Ausrüstungsgegenständen oder Handelsvorteilen los wie die Feuerwehr.

Wer da nicht ebenfalls mit gekauften Vorteilen mitmacht, hat de facto keinerlei Chancen auf den Platz an der Sonne. Mal hier einen Fünfer, dort 20 Euro sind schnell ausgegeben, wenn man auch nur einigermaßen mithalten möchte. Zudem ist bei vielen Browsergames die Zeitsteuerung faktisch ohne Kauf irgendwelcher Privilegien nicht durchzuziehen. Geschickterweise haben nämlich die Programmierer den einen oder anderen Kniff eingebaut, damit man sehr regelmäßig online sein muss, um bei der Entwicklung der eigenen Spielfigur, des eigenen Dorfes oder was auch immer die schnellstmögliche Steigerung auf ein akzeptables Level zu erreichen. Wer nicht alle 8 Stunden einmal reinschaut, verliert. Und was hilft dagegen? Natürlich der Kauf irgendwelcher Privilegien oder Ausrüstungen.

Für mich sind viele der Browsergames ein im wahrsten Sinne des Wortes abgekartetes Spiel. Es werden jede Menge Reize geschaffen, doch mal eben hier und da ein paar Euros rauszurücken. Sonst hat man bei vielen dieser Systeme absolut keine Chance mehr. Schnell summieren sich diverse kleine Ausgaben zu beträchtlichen Summen. Böse Zungen haben bereits vermutet, dass einige Hersteller von Browsergames zudem ins Spielgeschehen eingreifen, indem Mitarbeiter die „Rüstungsspirale“ anstubsen.

Da sollte man schon mit einem wachen Auge unterwegs sein und sich am besten schon imVorfeld das Spielsystem genau ansehen und in einschlägigen Foren nach eventuellen Merkwürdigkeiten Ausschau halten. Sonst heißt es schnell:

Sie haben keine Chance, nutzen Sie diese.

Loch in Firefox 3.6.0 – Update auf 3.6.2 empfohlen

Der Firefox 3.6.0 hatte eine so große Sicherheitslücke, dass sogar das BSI- Bundesamt für Sicherheit in der Informationsverarbeitung – vor dessen Verwendung gewarnt hatte. So konnten dubiose Webseiten sogar die Kontrolle des Rechners übernehmen, wenn sie bis auf XP und Vista – Kernfunktionen Zugriff hatten.

Das ursprünglich für den 30. März angekündigte Update auf die Version 3.6.2 ist aber bereits jetzt verfügbar. Auch, wenn mit dieser Version noch wenig Erfahrungen vorliegen, empfehlen diverse Seiten ein sofortiges Update.

Da kann ich mich nur anschließen. Immerhin werden die bekannt gewordenen Lücken meist auch prompt ausgenutzt. Dabei muss es sich nicht einmal um sofort als dubios erkennbare Webseiten aus der Schmuddelbranche handeln. Zurzeit zeichnet sich bei der IT-Sicherheit eine Verstärkung des Trends ab, ganz normale Webseiten zu kapern und von dort aus sein Unwesen zu treiben.

Nur die Kombination aus höchstmöglicher Browsersicherheit sowie natürlich Antivirensoftware, Firewall und permanenten Updates des Betriebssystems schützt in ausreichendem Umfang vor möglichen Angriffen.

Ecken und Kanten – Persönlichkeit

Wenn man sich einmal in diversen Foren herumtreibt, wird man auf die verschiedensten Charaktere stoßen. Vom sülzigen Jasager bis zum stillen Profi oder frustriertem Informationslegastheniker ist so ziemlich alles vertreten. Nehmen wir einfach mal den stillen Profi aus und wenden uns den anderen Typen zu.

In der letzten Zeit wird in einigen Foren ein absolut kompetenzfreies Süßholz geraspelt, das ist schon nicht mehr feierlich. Hübsch gegelt und von Mutti aufgeplustert sind sie ja, Schlagworte wie Web 2.0 und Social Media kommen en masse – aber Himmel hilf, wenn es um solche Sachen wie Persönlichkeit oder Know-How geht.

Das krasse Gegenteil sind die Frustrierten, welche durch das Internet sowie dessen neue Kommunikationsstrukturen abgehängt wurden. Beinahe hilflos rudern sie durch die Chats und streuen bei jeder unpassenden Gelegenheit ihr altes Wissen ein – nebst dem Versuch, krampfhafte Analogien für aktuelle Entwicklungen zu konstruieren. Ähnlich verhalten sich Trolle oder allgemein Provokateure. Vielfach wird aggressiv reagiert, wenn das Thema zu komplex wird oder einfach der Verstand nicht mehr hinterher kommt.

Aus solchen Diskussionen ziehen die meisten irgendwann unzufrieden davon, weil sie sich einfach belästigt fühlen von sinnfreiem bis verstrahltem Gerede und den automatisch mit Kompetenzträgern entstehenden Konflikten. Damit sind die Frustis, Trolle oder Trendreiter Gilft fürs Geschäft und den Meinungsaustausch. Sie merken es aber nicht einmal und geben weiterhin den großen Weltversteher.

In solchen Konfliktsituationen kommen aber ab und an echte Diamanten ans Tageslicht. Die ehemals ruhigen Profis melden sich gezielt zu Wort und geben wertvollen Input für Diskussionen. Damit, und mit den hiermit verbundenen Persönlichkeiten, ist der Tag wieder einigermaßen gerettet. Gerne kann man derweil im Web auch mit Ecken und Kanten unterwegs sein, wenn eine echte Persönlichkeit dahinter steht – das wird erstaunlich oft akzeptiert. Aalglatte Profile ohne Kompetenz, Provokateure oder Frustierte müssen dagegen täglich neuen Krawall schlagen, damit sie überhaupt noch Aufmerksamkeit erzielen.

Achten Sie doch einfach mal auf diese Mechanismen, wenn Sie das nächste Mal Xing aufrufen.

Top of Software – Abofalle für Downloads ohne Mehrwert?

Da suche ich im Netz einen speziellen Download und stolpere über die Seite top- of- software.de. Irgendwie kommt mir da etwas bekannt vor. Ich hatte hier schon einmal über meines Erachtens höchst dubiose Downloadangebote berichtet.

Warum halte ich das Angebot für unseriös? Auf den ersten Blick sieht alles nach einer ansehnlichen Sammlung hochwertiger Downloads aus. Das ist es auch, immerhin gibt es gute Browser, Open Office und andere leistungsfähige Programme. Allerdings will der Betreiber, die Firma Antassia GmbH, Geld für die volle und dauerhafte Nutzung sehen.

Es werden Abos angeboten und mit ein paar unvorsichtigen Klick hängt man am Fliegenfänger.

Das Tollste aber ist: Zumindest die Software, welche ich gesehen habe, gibt es an anderen Stellen kostenlos im Web. Wer das riesige Download-Archiv bei magnus.de, chip.de und zig anderen Anbietern aufsucht, erhält (vielleicht bis auf für mich nachrangige Ausnahmen) das umsonst, wofür top-of-software.de massiv Geld haben will.

Ich kann keine größere redaktionelle Leistung erkennen, welche die Kosten für ein solches Abo rechtfertigen würde – bei den oben genannten Onlineauftritten der Zeitschriften, den Herstellern selbst sowie in unzähligen Foren gibts überall die Funktionsbeschreibungen, Systemvoraussetzungen, Tipps und Tricks sowie oft sogar eine Bewertung durch die Benutzer. Und zwar für lau.

Meines Erachtens sollen die Abonnenten einfach ausgeplündert werden für etwas, was es anderswo gratis gibt. Ob das jetzt eine ungerechtfertigte Bereicherung, Betrug oder sonstwas darstellt, kann ich nicht beurteilen.

Der Beschiss via „Umfrage“?

Da hol mich doch der Teufel. Es gibt Webseiten, die kann man erst besuchen, wenn man zuvor an einer „Umfrage“ teilgenommen hat. Nein, nicht was manche jetzt denken würden: Erotik, sondern ein Webverzeichnis, dass eine brauchbare Eignung zur Aufnahme eines Links hat. Übrigens, es ist eine amerikanische Seite.

Von dort wird man weitergeleitet zu einer deutschen „Umfrage“. Erst gibts ein paar belanglose Fragen zum Sternzeichen…… und nicht sonderlich gut lesbares Kleingedrucktes. Bei so etwas werde ich ja immer direkt besonders wachsam. Wer etwas klein und undeutlich im Internet angibt, hat meistens etwas zu verbergen.

So auch hier – es ist eine Abofalle. Erst ein wenig auf Symbolen für Sternzeichen herumklicken – also Astro-Müll, dann noch seinen Namen angeben – also fzgtwzfg. Einen Bildschirm weiter soll man dann noch seine Handynummer angeben.

Denkste. Da verzichte ich doch lieber auf den Link, bevor ich mir irgendeine Abofalle einhandele. Nach meinem Ermessen ist die Sache übrigens sehr clever gestrickter Beschiss. Der Benutzer wird erst zu harmlosen Aktionen verleitet und soll dann immer mehr über sich preisgeben. Bis es eben irgendwann in der Kasse der (nach meinem Verständnis) Abzocker klingelt.

Nicht mit mir, es gibt Alternativen für diesen Link und gepetzt wird natürlich auch an Google. Bin mal gespannt, wann die aus dem Index fliegen.