Es rappelt im Netz – Google bewertet neu

Huppsala, da ist vielleicht etwas los. Google nimmt seit ungefähr Anfang Oktober massive Neubewertungen von Domains vor. Der Pagerank beispielsweise (Maß für Quantität und Qualität einkommender Links) hat sich bei vielen Webseiten böse auf Talfahrt begeben. Einer der Gründe dürfte sein, dass bezahlte Links massivst entwertet werden.

Wer also bisher einen Haufen Geld für ach so wertvolle Pagerank 7 Links bezahlt hat, ist reichlich angeschmiert. Sie können ja mal nachsehen, wo Sie sich überall kostenpflichtig eingetragen haben.

Der Pagerank hat allerdings sehr wenig mit der Ausgabe bei Suchfunktionen zu tun. Da hats genau so gerappelt. Die ganzen schönen, gekauften Links wurden ebenfalls drastisch entwertet.

Entsprechend fallen die Seiten.

Ganz übel sind einige Seiten von „Suchmaschinenoptimierern“ betroffen, welche sich mit Standardangeboten und ebenso standardisierten Seiten Linkfarmen aufgebaut haben. Namen nenne ich keine, aber wenn Sie ein mittelständisches Unternehmen oder beispielsweise ein Hotel haben, werden Sie bereits entsprechende Angebote bekommen haben.

Was abzusehen war.

Ein professioneller Linkaufbau, eine starkes Know-How und Seriösität sind eben nicht durch Fließbandproduktion zu ersetzen. Das werden deren Kunden jetzt auf die harte Tour lernen. Allerdings werden diese Kunden ihr Geld in den wenigsten Fällen wiedersehen.

Vielleicht sollte man doch zuerst die Profis fragen, bevor man beispielsweise den aktuell stark beworbenen Quatsch: „eigentlich kostet das 400 Euro Pro Monat, wir können Ihnen aber ein Sonderangebot machen, wenn Sie uns als Referenz zur Verfügung stehen, 250 pro Monat.“ bezahlt.

Übrigens gibt es das von genau dieser Firma als sooo doll beworbene Monitoring der Suchmaschinenposition völlig kostenfrei bei www.ranking-spy.de.

Psssst, nicht verraten

Habe gerade ein wenig herumgesurft und dann kam ein Timeout auf der Seite.

Netterweise mit Angabe des Quelltextes, WO und WARUM es nicht funktioniert hat.

Dazu noch der Striptease des Systems, das sich KOMPLETT mit Versionierung meldete, Auszug:

Microsoft .NET Framework Version:1.1.4322.2300; ASP.NET Version:1.1.4322.2300

WENN etwas auf einem Server schief gehen sollte bei Anfragen, gehört da ein Text rein wie:

Sorry, wir konnten Ihre Anfrage zurzeit nicht verarbeiten, bitte besuchen Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

Klingt auch nicht gut, gewährt aber keine tiefen Einblicke und damit Angriffsmöglichkeiten in das System

Es boomt weiter

Wieder einmal brechen die Statistiken der Server die Rekorde der letzten Jahre. Schon jetzt hat sich auf den von mir betreuten Systemen deutlich mehr getan, als im ganzen letzten Jahr. Dabei steht gerade die Weihnachtszeit noch aus. Traditionell ist das Geschenke-Schnell-Und-Günstig-Online kaufen eine starke Triebfeder.

Wie sieht so etwas in den Statistiken überhaupt aus? In den letzten 6 Wochen vor Weihnachten geht online die Post bei sowohl Fast Moving Consumer Goods, wie auch Lebensmitteln ab. Dabei reicht das Spektrum vom Lebkuchen bis zur neuen Digitalkamera oder der Reise über den Jahreswechsel. Ob Geschenk oder Eigenbedarf spielt dabei kaum eine Rolle.
Diese Tendenz nimmt nochmals von Jahr zu Jahr zu, so dass die zum Jahresanfang prognostizierten Mehrumsätze im Onlinehandel wahrscheinlich nicht stimmen. Es wird mehr-Mehrumsätze geben. Gleichzeitig wird der Endverbraucher kurz vor Weihnachten mit Prospekten und Sonderangeboten geradezu zugepflastert. Kein Wunder, dass da so mancher seine Ruhe mit einem Online Preisvergleich sucht. Auch deren Bedeutung steigt.

Allerdings kann so manch kleiner Händler den Bauchläden Preisvergleich oder ebay ein Schnippchen schlagen. Die „großen Jungs“ müssen ein Komplettangebot von Antipasti bis Zahnrad bewerben. Ein kleiner Anbieter mit scharf umrissenen Produktsortiment kann sich, genügend Know-How beispielsweise bei der Suchmaschinenoptimierung, an den große Anbietern vorbeischieben. Das gilt explizit auch für andere Branchen, beispielsweise Hotels, welche sich auf ein paar Städte konzentrieren, während die großen Reservierungssysteme landesweit werben müssen.

Insgesamt wird der Markt bunter, schneller und vielfältiger. Gerade pfiffige Mittelständler setzen sich gekonnt in Szene und graben beachtliche Marktanteile ab. Das macht auch wirtschaftlich Sinn, da eine zugeschaltete externe Werbung immer zusätzliche Verwaltungskosten und Provisionen bedingt. Wer es also selbst machen kann, macht es selbst. Und trägt damit zum Boom im Online Verkauf und Marketing bei.

Spam mit Adresskatalogen – Glob-Kontakt

Gerade habe ich wieder einmal ein absolutes Sonderangebot für Business-Kontakte bekommen. Von der Firma Glob-Kontakt. Das ist jetzt schon das dritte Angebot, welches über verschiedene Emailadressen ankam.

Immer der gleiche Kram, immer unverlangt per Email. Und immer hat Glob-Kontakt ein Sonderangebot, natürlich nur für die ersten Teilnehmer. Hurra! Angesichts der Tatsache, dass das letzte Angebot vor einiger Zeit auf einem anderen Account eintrudelte, haben sich wohl bislang nicht so viele beeilt, den nicht spezifizierten „Extra Rabatt“ wahrzunehmen.

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Willkommen,

wir bieten Ihnen personalisierte Adresskataloge deutscher Firmen sowie Unternehmen an. Kataloge beinhalten folgende
Angaben: Postanschrift des Firmensitzes mit PLZ, den Namen u. Vornamen des Firmeninhabers, E-mail-Firmenadresse,
Tel./Fax-Nr. etc.

Adresskataloge sind auf entsprechende Zielgruppen, Branchen sowie
Subbranchen der Industrie und Wirtschaft unterteilt.

Adresskataloge bieten Ihnen eine unvergleichbare Gelegenheit, schnell und leicht Ihre potentiellen Kunden zu
erreichen.

Unsere Kataloge beinhalten auch eine breite Palette von Programmen, die Ihnen helfen problemlos Ihre Werbekampagnen
vorbereiten sowie durchzuführen.

Wir laden Sie zur Ausnutzung unserer speziellen Herbstpromotion ein.

*** Die ersten 120 Klienten bekommen den extra-Rabatt***

Besuchen Sie, bitte, unsere Internetseiten:

globkontakt.net

und

globkontakt.info

Ihr Glob-Kontakt-Team

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Liebes Team von Glob-Kontakt. Wer mit dermaßem Spam rumnervt, bekommt von mir garantiert keinen Auftrag.

Schönen Tag noch.

Branchenverzeichnisse und Portale

Es gibt sie in breiter Auswahl: Branchenverzeichnisse und Branchenportale. Mal mehr, mal weniger umfangreich. Mal aktueller, mal veraltet. Die Frage ist, in wie weit sich Einträge dort lohnen.

Generell ist Vorsicht angebracht, wenn es etwas kosten soll. Dann werden oft die tollsten Zahlen genannt, wie viele Besucher dort pro Monat sind. Da lohnt sich schon eine genauere Nachfrage. Nicht die Zahl der angeklickten Seiten ist interessant, eher wie viele unique Visitors, sprich eindeutig zuzuordnende menschliche Benutzer dort vorbeischauten. Beispielsweise fallen bei dieser Frage schon einmal die Suchroboter und interne Systemaufrufe heraus, die absolut gar nichts für einen Abonennten bringen.

Dann würde ich mich zwei weitere Dinge fragen. Wie viele meiner Konkurrenten sind dort vertreten und was macht der Betreiber an Werbung für dieses Verzeichnis? Zu wenig Konkurrenz deutet auf mangelnde Attraktivität hin, zu viel Konkurrenz lässt das eigene Angebot schnell in der breiten Masse verschwinden. Auch ein bloßer Eintrag des Verzeichnisses bei Google bringt nichts, wenn er nicht in einer interessanten Kategorie und bei interessanten Keywords weit vorne steht. Und zwar entweder in der natürlichen Suchausgabe von Suchmaschinen oder bei bezahlter Werbung.

Leider gibt es neben vielen ehrlichen Betreibern auch eine gehörige Anzahl schwarzer Schafe. Diese stecken munter das Geld der Werbetreibenden ein, tun aber nichts oder wenig, damit es sich für diese auch lohnt. Tippen Sie immer einige beispielhafte Einträge vor einer Buchung von Abonnements bei Google ein. Steht nichts auf den ersten Seiten oder sind keine Werbeeinblendungen beispielsweise in Adwords zu sehen, ist Vorsicht angebracht.

Zudem lauert eine zunehmend problematische Falle. Google mag es gar nicht gerne, wenn die Bedeutung von Webseiten durch bezahlte Einträge gesteigert wird. Eine allergische Reaktion kann zu einer Abwertung des eigenen Links ebenso wie des Betreibers führen.