Nicht alles steht auf Web 3.0 – Strategie, Gebotsmanagement, SEO

In der letzten Zeit verzeichnen wir in den Logfiles sowie beim Controlling sehr starke Zugriffe speziell von „klassischen“ Werbeagenturen. Und auch von Beratern. Da werden durchaus einmal 20 und mehr Seiten aufgerufen. Natürlich bekommen Sie eine ganze Menge Tipps und Tricks. Nur, was fehlt: Die Strategie dahinter, das genaue Gebotsmanagement für Adwords&Co sowie was tatsächlich im Bereich Suchmaschinenoptimierung wann, wo und wie gemacht wird………..

Gerne würden wir eine Menge mehr dazu sagen, hoffen aber auf Ihr Verständnis, dass Web 3.0 als Blog geschaffen wurde und nicht zur kostenlosen Schulung von Werbeagenturen und Beratern. In so fern erhalten Sie sehr viele Informationen, welche tägliche Arbeiten im Online Marketing abdecken und wie man bsp. schon einmal einen guten Dienstleister von einem schlechten unterscheiden kann.

Hingegen fehlen all die Dinge, welche bei erfolgreichem Online Marketing die Feinheiten ausmachen. Mithin das, wo die Zugriffszahlen richtig nach oben gehen oder die Kosten massiv optimiert werden. Oder, wie man genau mehr Besucher von seiner Webseite genau zur Zahlungsfunktion im Warenkorb führt.

Diesen Informations- und Erfahrungsvorsprung behalten wir. Wer mehr möchte, kann diesen preis&wert buchen 😉

Der Wust bei Artikelverzeichnissen und Katalogen

Insgesamt gibt es aktuell rund 300 deutschprachige Artikelverzeichnisse sowie irgendwas um 500 Kataloge im Internet. In alle kann man sich eintragen, meistens kostenlos, manchmal mit Backlinkpflicht oder auch gegen Bares. Kostenlos ist immer gut, aber die Einträge sind manchmal auch wirklich umsonst. So gibt es eine ganze Menge Leichen speziell bei den Katalogen. Seit Jahr und Tag nicht mehr gepflegt, dümpeln sie in den Weiten des Netzes herum.

Andere haben definitiv enorme Probleme bei der Technik. Zwar kann man sich eintragen, jedoch bringt der Eintrag nicht die Bohne für Suchmaschinenoptimierung. Und dann gibt es noch die Sache mit den Backlinks. Wer sich sowas auf seine Seite knallt, sollte thematisch sehr genau aufpassen. Ein Katalog mit den falschen Themengebieten darf nicht zurückverlinkt werden, sonst sieht Google die eigene Seite schnell als nicht soooo relevant an. Bezahlte Links? Hier kann man verschiedener Ansicht sein. Es gibt ein paar Kataloge, in die kann man sich durchaus eintragen. Jedoch gibt es noch immer eine ganze Menge Angebote, die mit horrenden Preisen bessere Platzierungen versprechen – und doch nicht mehr bewirken, als gute Gratis-Einträge. Hier ist es besser, die eigenen Links innerhalb der Kategorien guter Gratis-Kataloge kostenpflichtig in die Hauptkategorie zu setzen.

An Artikelverzeichnissen herrscht derzeit Wildwuchs. Jeden Tag kommen neue hinzu. Mal gut gemacht, mal weniger gut gemacht. Dabei sind die einfachen Lösungen nicht unbedingt die schlechtesten. So lässt sich ein Artikelverzeichnis auch auf Basis von Blogsoftware erstellen. Richtig verlinkt und konsequent promoted bietet ein solches System eine ganze Menge Power. Wie auch hier Web 3.0, das mit WordPress arbeitet.

Angesichts der Flut von Möglichkeiten stürmen jetzt viele Interessenten wild drauflos und tragen sich auf Teufel komm raus überall ein. Wie schon mal gesagt: wer das zu schnell durchführt, landet auf Googles Strafbank. Auch bringen Einträge in die falschen Kataloge und Verzeichnisse wenig, können im schlimmsten Fall sogar ebenfalls nach hinten losgehen. Gar nichts bringt in diesem Zusammenhang das wilde Eintragen mit dem gleichen Text, wie es häufig von Dienstleistern oder spezieller Software angeboten wird. Gleicher Eintrag=double content=Google sauer. Und bei Artikelverzeichnissen fliegt man mit gleichen Artikeln schneller wieder raus, als man die Eingabemaske ausgefüllt hat.

Also: Man muss genau wissen, was man macht. Wenn nicht, bringt Aktionismus eher negative Resultate. Dann doch besser den Fachmann fragen

IT-Haftung und Haftungsrisiken – wichtig für Online Marketing

Am Montag fand eine sehr hochkarätig besetzte Expertenrunde von Symantec und Deloitte in Düsseldorf statt, in deren Verlauf eingehend Haftung und Haftungsrisiken innerhalb der IT beleuchtet wurden.

Um es sinngemäß nach Prof. Dr. Forgo, Institut für Rechtsinformatik an der Uni Hannover, zu sagen: Es ist alles irgendwo rechtlich unsicher und solange der BGH noch nicht einzelne Urteile gefällt hat, sollte man sich irgendwie am Branchenstandard orientieren. Was teilweise komische Auswirkungen hat. Von einem IT-Profi oder einem computererfahrenen Nutzer erwartet die praktische Rechtsprechung mehr Sorgfalt, als von einem Computerlaien. Wobei selbst dieser bei Unwissenheit natürlich kräftig haften kann. Das gilt für betriebliche Störungen ebenso, wie für Datenverlust oder entstandene Schäden.

In der Tat scheint die deutsche Rechtsprechung noch nicht ganz internetfest zu sein und versucht öfter mal, althergebrachte Rechtsanwendungen klassischer Kommunikationssysteme online abzubilden. Prof. Dr. Forgos Empfehlung: Sehen Sie sich an, was die Konkurrenz macht und machen Sie das Ganze etwas besser und sicherer. Dann haben Sie zwar keine Garantie, aber die Wahrscheinlichkeit, im Zweifelsfall büßen zu müssen, sinkt.

Rechtsanwalt Leclaire von Raupach & Wollert-Elmendorff äußerte die gleiche Meinung. So lange kein vernünftiger Standard definiert ist, scheint man gut daran zu tun, notfalls selbst einen zu setzen. Also immer ein bisschen besser als der Branchendurchschnitt. Hier berät die Kanzlei im Vorfeld und minimiert so das Risiko eines teuren Fehlers. Dies erscheint mir eine durchweg sinnvolle Strategie. Wer seine Verträge gut gestaltet und Organisation wie Technik fit hält, ist einfach im Risiko eines Prozesses bedeutend besser unterwegs. Dies gilt für alle Bereiche der IT, von einer lästigen Abmahnung bis hin zu teuren Rechtstreitereien. Die frühe Integration anwaltlicher Beratung kann zwar nicht jedes Problem ausschließen (meiner Meinung nach eiert die Gesetzgebung gründlich), jedoch ist die Investition in gute AGB, sinnvolle Verträge und beispielsweise Servicevereinbarungen im Zweifelsfall bares Geld wert. Auch meine Meinung: Das leisten sich vor allem vorausschauende Firmen und solche ab Mittelständler aufwärts. Die werden dann aber auch nicht von Abmahnanwälten abgezockt oder fallen bei Prozessen auf die Nase.

Zur praktischen Durchführung gab es gute Hinweise von Norbert Funke, Industry and Business Solutions Manager bei Symantec. Vielfach wird gerade die Sicherheit durch Menschen ergänzt in Form hochwertiger Technik und organisatorischer Anpassung. Scheint ein Trend zu sein: lieber einen Admin weniger bezahlen, dafür die Systeme mit der richtigen Organisation, Hardware und Software schussfest. Hier tritt Symantec auch stark beratend auf, indem eine integrale Lösung auf Kundenbedürfnisse maßgeschneidert wird. Sehr klare Verträge, die Bestimmung von Zuständigkeiten und Verantwortungen, unterstützen dabei neben aktueller Technik die Kunden bis hin zur Abbildung von Zertifizierungsprozessen.

Als Onlinemarketer habe ich eine ganze Menge Fragen beantwortet bekommen. Zudem waren die aufgezeigten Trends hoch informativ. Ist ja nicht so, als wenn man ein halber Anwalt sein muss, um Produkte im Internet zu verkaufen. Aber es hilft ;-).

Was mich persönlich aber regelrecht nervt: So lange der Gesetzgeber munter in meinen Augen teilweise sinnfreies und zudem widersprüchliches Papier produziert, muss man nicht alles verstehen. Und warum man Branchen mit unterschiedlicher Kompetenz oder Sensibilität unterschiedlich beurteilt, verstehe ich nun wirklich nicht. Wo ist denn da die Gleichheit? Ich bekomme ja auch im Umkehrschluss keinen Bonus in einer Radarfalle, weil ich zehnmal besser fahre, als der Tattergreis mit Kurzsichtigkeit ;-).

Die Lehre fürs Online Marketing: Sie sind an verdammt sensiblen Unternehmensprozessen beteiligt und Vater Staat erwartet von Ihnen eine ganze Menge an organisatorischen wie technischen Sicherungen. Wahrscheinlich mehr, als Sie denken. Gehen Sie auf Nummer sicher, setzen Sie aktuelle Sicherungslösungen ein, die mehr als branchenüblich sind und ziehen Sie die Policy sauber durch.

RÄchtschreibunK im Internet

Oh, oh, oh. Da gibt es gerade bei ebay wieder Angebote, bei dem sich die Zehennägel aufrollen. Auch so mancher reguläre Shop im Web hat die ein oder andere eigenwillige Vorstellung schriftlicher Kommunikation. Was ist da los?

Nun, ganz praktisch betrachtet sind viele Angebote vom Preis und den Servicebedingungen her ok. Kann mal geschehen, dass man sich in der Eile bei einer Produktbeschreibung vertippt. Passiert mir bei web 3.0 ja auch, wenn es zackig gehen soll und einfach schnell. Nur kann damit eine Suchmaschine genau so wenig anfangen, wie die Suchfunktion in ebay ins Leere läuft.

Nehmen wir mal das Beispiel Angeln. Einer schreibt konsequent Rutte statt Rute. Hier kann er noch auf einen Zufallstreffer hoffen, da die Rutte, auch Aalrutte oder Quappe genannt, ein Fisch ist ;-). Naja, zumindest grob thematisch getroffen, wenn auch vom Angebot her vielleicht etwas irreführend. Noch besser sind die Anbieter von Hacken. Nein, nicht Computerfreaks oder Schuhmode, Angelhaken sind gemeint. Und weil man gerade so schön daneben liegt, gibt es die Hacken im Pak, als Sett oder mit Schnurr und Role.

Richtig gut sind dabei die Angebote, welche auch noch mit Schlagworten wie „geil, toll, spitze“ garniert sind und in der falschen Kategorie in ebay stehen. Gut für Schnäppchenjäger, weil die sonst wirklich keiner findet. Tippen Sie doch einfach mal bei ebay entsprechend „geil“, „geile“ oder „geiles“ ein. Nein, es gibt kein Viagra, eher Schnäppchen aus allen möglichen und unmöglichen Kategorien.

Und was lernt man daraus als Anbieter? Zumindest öfter mal auf die Korrekturfunktion moderner Browser hören. Apropos höhren. Im Zweifelsfall bietet man im Text absichtlich neue und alte Rechtschreibung an, auch, wenn es bescheuert aussieht. Irgendein Treffer ist besser, als die verpasste Gelegenheit.

Und bei Adwords, Yahoo Search und Miva kommt man eben den Benutzern entgegen. Ob der nun bsp. Terrasse oder Terasse schreibt, kann einem Anbieter egal sein, der beide Begriffe gebucht hat. Dito bei zusammen gesetzten, respektive zusammengesetzten Worten alter oder neuer Recht-, Links- und -was auch immer Schreibung. Auch Zahlendreher oder Markennamen sollten hier mal zusätzlich bewusst falsch gebucht werden, solange die Anzeige richtig lautet. Ob man ein Laptop von Sony oder Soni verkauft, ist egal. Hauptsache, man verkauft es.

Nur, wo es hundertprozentig stimmen muss: Bei dem, was die Besucher am häufigsten eingeben. Gerade habe ich persönlich genau dieses Problem mit dem Begriff Nasssauger (korrekte Schreibweise), der aber auch gerne als Nassauger oder Nass Sauger gesucht wird. Im Beschreibungstext und für SEO ist diese Situation besch******, bei SEM macht es nichts, ich buche einfach alles, wo Nass und Sauger drin vorkommt.

Performance Marketing – mehr als nur Pixelschubsen

Performance heißt Leistung. Und genau daran misst sich die Werbewirksamkeit von Adwords, Yahoo Search, Suchmaschinenoptimierung und Affiliates.

Wo in der Vergangenheit bunte Bildchen und einladende Grafiken ohne Erfolgskontrolle publiziert wurden, liegt beim Performance Marketing der Schwerpunkt auf harten Fakten und Zahlen. Wie oft angezeigt, wie oft in einen Auftrag umgewandelt, welche Auftragshöhe? – Das sind die grundlegenden Kriterien.

Dazu kommt noch die Verweildauer und Surftiefe auf einer Seite. Getreu dem Motto: wie schnell kommt es zum Abschluss und wenn nicht, hat es wenigstens etwas für den Markenaufbau gebracht?

Hier gelten ganz andere Regeln, als bei „klassischer“ Werbung, wo eine Agentur fröhlich Anzeigen produziert und eine direkte Erfolgskontrolle aufgrund von Medienbrüchen unmöglich ist. Entsprechend spotten Onlinemarketer gerne über die Agenturen, welche sich ohne ausreichendes Wissen dem Kunden andienen – Stichwort Pixelschubser.

Wer nur Grafik und flotte Sprüche draufhat, kann zwar vielleicht einen eigenen Kunden einlullen, scheitert aber bei der Gewinnung von Neukunden, der Erfolgsberechnung und nicht zuletzt beim Halten von Bestandskunden. Unbedingtes Wissen um die technischen Optimierungsmöglichkeiten sowie die Schnittstellenfunktionen zu PR, Sales und IT bringen den Erfolg. Der sich wiederum exakt berechnen und optimieren lässt.

In diesem Zusammenhang stehen einige sehr interessante Untersuchungen über die Werbewirksamkeit im Netz. Einfach mal irgendwo ein Banner 468*60 auf TKP-Basis schalten, am besten noch statisch und inhaltlich divergierend? Bitte schicken Sie lieber das Geld in eine Krisenregion oder machen sich einen schönen Abend. In beiden Fällen ist die Investition sinnvoller.

Performance Marketing geht anders vor. Wenn schon Banner, dann nur für das bezahlen, wo auch etwas bei herumkommt. Stichworte sind Cost per Click, Cost per Lead und Cost per Sale.

Außerdem wird die Werbewirksamkeit im Vergleich zur eingesetzten Investition berechnet. Wenn irgendwo etwas nicht Preis-Wert läuft, schaltet man eben auf die Kanäle um, wo es funktioniert.

Immer mehr Kunden erkennen die Vorteile von Performance Marketing und geben lieber Fachleuten Aufträge, respektive lassen Kampagnen von erfahrenen Onlinemarketern analysieren.