Wie man mit Nicht-Sportlern Sportartikel vermarketingt

Eins vorneweg, ich leiste Elton, dem Praktikanten von Stefan Raab Abbitte. Bisher war er nicht unbedingt in höheren Leistungsklassen des Sports zu finden, außer bei der Wok-WM oder bei einigen anderen Events von Stefan Raab.

Und jetzt ist Elton ein Werbestar für Nike. Unter Elton-laeuft.de wird ausführlich über seine Vorbereitungen zum New York City Marathon berichtet. Und zufälligerweise ist Nike der Sponsor von Elton. Und zufälligerweise gibts auch noch ein Gewinnspiel um gute Sprüche auf Elton`s T-Shirt mit Gewinnmöglichkeit eines Nike-Outfits.

Ich finde sowas clever. Elton ist ein Sympathieträger, der immer als leicht schusseliger wenn auch intelligenter Schmusebär erscheint. Und wenn er sich aufrafft, können andere das ja wohl auch, oder? Weiterhin bekommen alle jede Menge Publicity und die Mannschaft von TV-Total nebst Nike wahrscheinlich auch eine Unmenge an Ideen, welche sich nachher prima vermarkten lassen.

Hier wird der interessierte Web 2.0 User doch glatt wieder einmal zum Lieferanten für Inhalte ;-).

Und schon wieder Spam, diesmal vom Sun Star Casino –

Die Leute können es nicht lassen und belästigen wieder die Online Nutzer mit Spam. Diesmal das Sun Star Casino unter winning-city.com.

Jungs, verarschen kann ich mich selbst und ob eine Firma seriös ist, die solche Methoden benutzt, mag jeder für sich selbst entscheiden.

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dubli – Schneeballsystem? Oder doch lieber ebay, hood und auvito?

Gut, eine ganze Menge Kunden sind unzufrieden mit eBay, in Hood und Auvito gibt es Alternativen mit vergleichsweise wenig Traffic. Und jetzt soll die Rettung kommen: dubli.

Moment, ich täusche erst mal ein wenig Begeisterung vor: Hurra!

Wer auf dubli gewerblich handeln will, darf erst mal zahlen. Das ist bei ebay auch nicht anders, aber bei dubli hauts gleich über das Jahr gerechnet mit ein paar Hundertern (Shop 49 EUR/Monat) in die Portokasse. Dann darf man loslegen auf einer Plattform, die vergleichsweise wenige Angebote hat und deren Suchmaschinentauglichkeit meiner Meinung nach ziemlich daneben ist. Das an sich ist aber nicht das Interessante.

Wer von einem dubli-Vertreter geworben wird, ist einen Prozentsatz der „Eintrittsgebühr“ an eben diesen Vertreter los. Selbst wird man damit geködert, dass alle selbst geworbenen Vertreter wiederum an einen zahlen müssen. Auf bestimmten Seiten ist von bis zu 48 Prozent die Rede, welche bei Abschlüssen aufs eigene Konto fließen sollen.

Dazu wird überall noch geworben, dass dubli von alten Hasen der Branche gegründet wurden, die dubli zum Erfolg führen sollen.

Merken Sie was?

Das erinnert doch irgendwie an „Multi-Level-Marketing“, respektive „Strukturvertrieb“ – die schönen Ausdrücke, wo die Leute an der Spitze ganz gut verdienen, während unten munter akquiriert wird. Mit anderen Worten erinnert es mich an ein Schneeballsystem.

Meiner Meinung nach hat dubli wenig zu bieten, was für mich als Online Manager in Frage kommt. Keine hohen Besucherzahlen im Vergleich zu ebay und Co., eine bescheidene Eignung für eine hohe natürliche Suchausgabe, und Arbeit würde es obendrein machen.

Also, mal kurz im Kopf durchgerechnet: Nutzungszeit online ca. 80-90 Prozent „normal“, Rest ebay. Von den 80-90 Prozent normal gehen bei einer Produktsuche jede Menge über Google und Preissuchmaschinen. Anteilsmäßig wahrscheinlich wiederum 90 Prozent. Rest ist das Yahoo Netzwerk sowie ein paar andere Plattformen. Dann kommen da noch Auvito und Hood, wobei Auvito mittlerweile teilweise ganz schön pfiffig mit Adwords arbeitet. Von dubli habe ich bisher keine Adwords gesehen, offensichtlich spart man da. Also ist es für mich persönlich auf absehbare Zeit weniger eine Ernst zu nehmende Handelsplattform, als vielmehr ein Schneeballsystem im neuen Gewand. Dafür ein paar Hunderter zahlen? Nö.
Wer es trotzdem mitmachen möchte: Viel Spass

Second-Life, Barbie und was sich sonst noch so tut

Haste schon einen Avatar, also eine Kunstfigur, die Dich dreidimensional im Web darstellt, wo Du gaaaaaanz toll mit anderen Leuten reden kannst? Nicht, boah, bist Du out.

Second Life ist eine Community, bei der man sich ein Progrämmchen herunterladen kann um fortan munter mit einer virtuellen Spielfigur durch eine ebenso virtuelle Welt zu hopsen. Man kann mit anderen Figuren interagieren und sich sogar was kaufen – dann allerdings sollte man auch Echtgeld einsetzen.

Second Life war der Oberknaller der Web 2.0 Fraktion, die darin die ultimative Community sahen, mit riiiieesigem Marktpotential und jeder Menge Schotter für die Werbung.

Mittlerweile hat sich die ganze Sache beruhigt und  es stehen zunehmend Avatare doof in der Gegend herum, weil die Benutzer aussteigen. Sollte man wohl etwas aufpassen, damit man mit seinem frisch erworbenen Cabrio nicht den ein oder anderen umfährt.

Vom Benutzerverhalten scheints so zu sein: ein paar bleiben Tag und Nacht bei der Stange, einige gucken unregelmäßig rein und andere verlieren nach einem Test recht schnell wieder die Lust. Der Oberknaller, wie propagiert wurde, hat bislang also wohl nicht vollständig gezündet. Auch hüllen sich die Verantwortlichen einiger Werber gerne in Schweigen, was es denn bringt. Man solle dabei sein, weil es sophisticated und sound ist, mit einer uniquen Web 2.0 Experience…..blubbersülzlaberlall.
Dafür gibts jetzt Barbie, quietschebunt und hiiiiiiip. Sozusagen Second-and-pink-Life. Bin mal gespannt, wie sich das Ganze entwickelt, für die Bewerbung von trääändy fashion mags brauchbar sein.

Ich mache solange lieber Umsätze für Kunden mit „normalem“ Online Marketing…….

Nicht ganz aktuell – die Vertragsbetreuung von eQuisto

Und wieder einmal weiß die rechte Hand nicht, was die linke tut. Aus einer Mail von eQuisto (Vertragspartner von 1&1):

„Sie haben in Ihrem 1&1 Control-Center unter dem Menüpunkt „eQuisto Merchandising“ einen Fanartikel-Shop bei eQuisto eingerichtet. Leider stellen wir zum 31.07.2007 unser Merchandising-Shop-System ein. Aus diesem Grund kündigen wir hiermit unseren Vertrag mit Ihnen fristgerecht.

Aber es freut uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie Ihre(n) Shop(s) weiterführen können, da wir eine Vereinbarung mit der Firma Spreadshirt, dem europäischen Marktführer für Micro-Merchandising, getroffen haben. In Zusammenarbeit mit der 1&1 Internet AG und Spreadshirt bieten wir Ihnen eine einfache Möglichkeit zum Umzug.“

Die Sache mit dem Umzug wird ein klein wenig schwieriger.

Weil der Shop nämlich längst gekündigt ist, die Domain gerade umzieht, und noch weit vor dem 31.07.2007 keine Daten mehr verfügbar sein werden, die irgendwie umgezogen werden können…………..