Hat wer was gemerkt? Web 3.0 ist still und heimlich umgezogen

Schwupps, da ist Web 3.0 auf einem anderen Server. Mit mehr Leistung und einer deutlich verbesserten Geschwindigkeit. Nachdem immer mehr Leser auf das System zugreifen, wurde es Zeit für mehr Leistung. Unter anderem, damit die Ladezeiten schneller werden, also der Komfort steigt.

Kurzfristig werden wir jetzt wahrscheinlich aufgrund der geänderten IP im Ranking absacken (ich hoffe, nicht zu sehr), aber das wird sich schon geben. Gerade laufen noch die Aktualisierungen der Domain Name Server, damit wir unter der neuen IP auch die richtige Domain zugewiesen bekommen und umgekehrt. Kann noch ein paar Stündchen dauern, daher auch die Umstellung am Wochenende.

Ein dickes Lob an Jerome Schnitzler, der den gesamten Umzug elegant, effizient und kompetent durchgeführt hat. Unsere Downtime war nur so eine halbe Stunde zwischen 2 und 3 nachts. Besser gehts wohl kaum ;-).

CeBIT 2007 Trends, News und neue Produkte

Jetzt war Web 3.0 fleißig und hat Trends und neue Produkte zur CeBIT 2007 aus den Pressemitteilungen der Deutschen Messe gesammelt:

Mini-MP3 Player: Gerade mal 2,3 Millimeter breit ist der – laut Hersteller Walletex Micro­electronics Ltd. – dünnste MP3-Player der Welt, der auf der CeBIT zu sehen sein wird. Gar nicht flach dagegen ist der Sound, den das Gerät bietet. Da die weiteren Dimensionen des ultra­schlanken MP-3-Players den Umfang einer Kreditkarte nicht übertreffen, kann er bequem in der Brieftasche verstaut werden, wo er so schnell nicht verloren geht. Und wasserfest isser auch noch. Halle 23 D28

Was wäre die CeBIT ohne Party? Die Sicherheitsexperten von Kasperky machen richtig Dampf. Ganz besonders heiß wird es auf dem Stand am Donnerstag, 15. März, ab 18 Uhr, wenn der Autor und DJ Wladimir Kaminer zusammen mit DJ Yuriy Gurzhi in der „Russendisko“ osteuropäische Musik zwischen Zigeuner-Punk, Balalaika-Rock‘-n‘-Roll und Klezmer-Ska auflegt. Halle 7 A06

„Kuschelkommunikation“ perCushion: ein Kissen, das eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Stromversorgung über einen eingearbeiteten Akku bietet. Wer sich in das weiche Kissen von Urban Tool fallen lässt, kann über eine Freisprechanlage bequem telefonieren, ohne einen Finger rühren zu müssen. Halle 25 D34

Wie sich wichtige Daten Jahrhunderte lang sicher aufbewahren lassen, zeigt Ilford mit seinem neuen Micrographic-Film. Auf diesem Mikrofilm lassen sich Bilder, aber auch digitalisierte Daten mit einer gängigen Druckauflösung von 300 Linien/mm laut Hersteller bis zu 500 Jahre unversehrt speichern. Halle 1 D91

Für Behinderte und Senioren: Bewegungsmelder, RFID-Chips im Bodenbelag und Sensoren in Alltagsgegenständen passen auf, dass hilfsbedürftige Menschen im Notfall Hilfe erhalten. Fällt beispielsweise der Gehstock hin, wird über Lautsprecher nachgefragt, ob es seinem Besitzer gut geht. Erfolgt keine Antwort, wird automatisch der Rettungsdienst benachrichtigt, um Hilfe leisten zu können. Denn die per Hightech gesammelten Daten gelangen über Funk an ein Rechenzentrum, das sofort Alarm schlägt, wenn der normale Tagesablauf des Bewohners aus dem Ruder läuft. Beim Fraunhofer Institut für experimentelles Software Engineering in Halle 9 B35

An der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine hat die Uni Augsburg gearbeitet: „Ritchie“ erkennt selbstständig, wenn Besucher auf den Stand kommen, und bittet sie um Hilfe. Genauer gesagt: Sie sollen in einem echten Skelett virtuelle Organe platzieren. Eventuell fehlende Anatomiekenntnisse sind dabei kein Hindernis, denn „Ritchie“ sagt ihnen bei Bedarf, wo was hingehört. Er schimpft aber auch, wenn zu grobe Fehler gemacht werden. Wir hatten doch gestern den Beitrag zum OP-Roboter. Müsste man doch irgendwie in beide Richtungen kombinieren können. Halle 9 B20

Beim Baden Titanic schauen? Auch das ist kein Problem beim Hersteller ad notam, der den Badezimmer Mirror TV 32 Zoll mit Mood vorstellt. Für die gute Laune im Bad sorgen jetzt aber nicht nur Dia-Shows, TV-Programme, Börsenkurse und Videos – zusätzlich kann am Spiegelrand eine LED-Beleuchtung in verschiedensten Farben programmiert werden und den Newsticker in den richtigen Rahmen bzw. das rechte Licht setzen. Dank Drahtlos-Technik sind die Hightech-Spiegel in fast jedem Badezimmer zu montieren, Video- und Audio-Signale werden kabellos übertragen. Nötig ist lediglich ein Stromanschluss. Das Gerät ist extrem flach und hat eine wasserdichte Fernbedienung. Halle 2 C22

Handgeschriebene Speisekarten in Schnörkelschrift könnten schon bald Geschichte sein, wie ein Universitäts-Team der Uni Regensburg auf der CeBIT mit seinem Messehighlight „Papeo“ (Portable Assistent for Personal Electronic Ordering) zeigt. Denn mit „Papeo“ werden Bestellungen nicht mehr nach dem Lesen der Karte beim Kellner abgegeben, sondern per Touchscreen an die Küche oder zum Thekenpersonal gesendet. Könnte man garantiert auch abgewandelt für andere Servicebereiche verwenden. Halle 9 B20

Ein Mitarbeiter lädt sich via USB-Stick Daten aus dem Firmennetz oder spielt aus Unachtsamkeit via USB einen Virus ein? Um solche Computer-GAUs zu verhindern, hat Pointsec Mobile Technologies jetzt das neue Sicherheits-Tool „Pointsec Device Protector“ entwickelt, eine Art 007-Agenten-Software, die heimlich die zentrale Überwachung des Datenverkehrs an USB-, Bluetooth- und Firewire-Schnittstellen übernimmt. Funktioniert mit einer Digitalsignatur, ich habe aber keine Ahnung, ob da nicht schon der Datenschutz greift, meines Erachtens wahrscheinlich nicht. Halle 6 K41/1

Damit auch bei digitalen Daten die Urheberrechte geschützt sind, werden schon seit einiger Zeit digitale Wasserzeichen eingesetzt. Dabei bekommen die Daten so spezifische Zusatzinformationen, dass sie jederzeit identifiziert werden können. Gleichzeitig ist das digitale Wasserzeichen für den Nutzer der Daten nicht erkennbar. Das Wasserzeichen lässt sich über einen geheimen Schlüssel auslesen, der nur dem Urheber und autorisierten Benutzern bekannt ist. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung präsentiert auf der jetzt digitale Wasserzeichen, mit denen sich auch 3-D-Dokumente sichern lassen. Halle 9 B36

Allgemeiner Trend: Die vernetzte Kommunikation erreicht Real Life. So langsam kommen all die Dinge als Produkte, welche schon länger angedacht sind. Dabei gibt es eine ganze Menge pfiffiger Lösungen, die den Alltag erleichtern sollen. Umständliches Gebastel an Vernetzungen oder Schnittstellen wird bei vielen Anbietern tunlichst vermieden – die Systeme sollen Nutzen und Spaß bringen aber keine Mehrarbeit.

Onkel Doktor aus Metall – Operationsroboter

Das wäre was für Ullalla Schmidt. Operation am Fließband, damit man das Geld weiter in Verwaltung, Amtshandlungen und Verfügungen verballern kann, während die „Gesundheitsexperten“ in Berlin fröhlich krisensitzen.

Im Ernst, das Gerät scheint sehr fortgeschritten und dürfte langfristig Menschen als Operateure gut unterstützen können. Pressemitteilung der Deutschen Messe:
Auf der diesjährigen CeBIT (15. bis 21. März 2007) zeigt das Unter­nehmen Intuitive Surgical den Da Vinci Roboter. Dieser moderne Operationsroboter kann Ärzte bei der so genannten laparoskopischen Chirurgie unterstützen, beispielsweise bei der Entfernung von Krebstumoren. Der Da Vinci Roboter wird während der CeBIT im Bereich der TeleHealth (19. bis 20. März) im Convention Center zu sehen sein. ‚Die CeBIT ist eine hervorragende Plattform, den Da Vinci Roboter einem weltweiten Experten-Publikum vorzustellen‘, sagt Ernst Raue, zuständiges Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe. Intuitive Surgical ist einer der führenden Anbieter auf dem schnell wachsenden Markt für roboterunterstützte Chirurgie.

Die Laparoskopie ist auch als Schlüssellochchirurgie bekannt. Statt großer Bauchschnitte genügen hierbei kleine Schnitte, durch die die nötigen Instrumente sowie eine Kamera geschoben werden. Anders als bei der konventionellen Laparoskopie werden beim Einsatz von ‚Da Vinci‘ die Instrumente vom Roboter gehalten und bewegt. Der Chirurg steuert die Roboterarme entspannt im Sitzen von einer Konsole aus und orientiert sich am dreidimensionalen und bis zu 15-fach vergrößerten Kamerabild. Das System filtert außerdem die Fehler der menschlichen Hand, wie Zittern, heraus. ‚Der Roboter bewirkt eine deutliche Verbesserung der Sicht und des Handlings‘, sagt Prof. Udo Jonas, Direktor der Abteilung Urologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Dort hatten im Rahmen eines internationalen Symposiums 150 Experten die Gelegenheit, anhand von Live-Operationen (eines Leihgerätes) mehr über die Arbeit mit dem Da Vinci Roboter zu erfahren. Prof. Jonas befürwortet für die Medizinische Hochschule die Anschaffung eines solchen Roboters. ‚Wir müssen ihn unbedingt haben. Eine Universitätsklinik sollte auf dem letzten Stand der Technik sein‘, sagt er. Das Gerät könnte in Hannover von Urologen, aber auch von Gynäkologen, Kinder- und Bauchchirurgen genutzt werden.

Telefonmarketing wird immer aggressiver

Da hats doch wieder gebimmelt und irgendein Callcenter wollte mir wieder etwas verkaufen. Selbstverständlich war deren Rufnummer unterdrückt. Ich sollte umsonst Lotto spielen können, 4 Wochen lang. Nach den 4 Wochen sollten alle bis dahin aufgelaufenen Gewinne auf meinem Konto gutgeschrieben werden. Aaaaaaha. Die Dame bräuchte nur noch meine Kontonummer und Bankleitzahl.

Bin ich blöde oder was, dass ich irgendjemand am Telefon diese Daten durchgebe? Nö. Hat sie nicht bekommen. Man kennt das ja. Da ist schneller ein „Vertrag“ geschlossen, als dass man denken kann und schon ist per Lastschrift ein Einzug da.

Zurzeit grassiert eine unheimliche Aggresivität, den Leuten irgendeinen Mist, von Klassenlotterie bis Abo, anzudrehen. Ganz abgesehen davon, dass solche Anrufe rechtlich unzulässig sind, geistern eine Menge dubioser Anbieter für Pseudo-Gewinnspiele, etc. durchs Netz. Meistens nach dem Motto: Sie sind in der Endrunde der Verlosung und bräuchten nur noch……… Oder jemand, der „im Auftrag der Bundesregierung'“ etwas für meine Rente tun möchte, eine Vermögensberatung. Erstens kann man die Rente eh vergessen, zweitens verdient der an etwas, was ich mit eigenständiger Recherche besser bekomme, drittens hat der garantiert keinen Auftrag von Angies Rentenrittern.

Verbraucherzentralen empfehlen, solche Gespräch sofort zu beenden. Eine Möglichkeit. Oder Sie könnten versucht sein, diesen Typen mächtig die Datenbasis zu versauen, indem Sie irgendwelche phantasievollen Angaben machen, welche gar nichts nützen und zu recht interessanten Beständen in den Datenbanken der Addressvermieter führen. Was natürlich keine Aufforderung darstellt, solches zu tun. Eine andere Möglichkeit, ist, sich

Grafiken fürs Web – das Motiv ist wichtiger als eine hohe Auflösung

Gerade hatte ich wieder mein Aha-Erlebnis für den heutigen Tag. Da flattert mir eine Werbung für Fotos in den Briefkasten. Fotos für professionelle Verwendung. OK, im Druck ist eine Auflösung von 300 dpi nötig, wenn man das Motiv meinetwegen vollflächig auf einer DIN A 4 Seite oder Zeitungsseite bringen möchte. Verständlich, dass man hier keinen noch so kleinen Fussel auf dem Bild gebrauchen kann und zudem eine extreme Schärfe benötigt wird.

Online siehts dagegen ganz anders aus. 72 dpi reichen. Und weil man in den seltensten Fällen einen ganzen Bildschirm voll Foto hat, macht auch ein riesiges Format wenig Sinn. Beim Preis der Fotosammlung habe ich mich erst einmal hingesetzt. Ein paar Hunderter soll der ganze Spaß kosten. Mhhhhhhh. Nicht gerade wenig für etwas, was man online sowieso nicht in epischer Länge, Breite und Höhe ausnutzen kann.

Ich glaube, da hat jemand den Knall noch nicht gehört. Wozu gibts beispielsweise fotolia? Qualität? Mehr als ausreichend für Onlinezwecke. Auswahl? Viel größer. Preis? Man kann einzelne Bilder preiswert kaufen und stellt sich nicht einen dicken Schuber für zig-Euro ins Regal, wo man eh nicht alle Bilder benötigt oder sinnvoll verwenden kann.

Also, meine Meinung: hübsch die Produktionskosten niedrig halten, lieber ein passenderes Motiv online suchen, als sich mit CDs für ein Heidengeld eindecken.