Unsitte Werbeagenturen kommt in Richtung Onlinemarketing

Mhhh, da ist doch etwas im Gange, was man von klassischen Werbeagenturen kennt. Nämlich eine Abrechnung nach Umsatzvolumen. Stellt sich nur die Frage: Ist eine Leistung mehr wert, wenn das Budget höher ist? Wenn man beispielsweise anstelle 1.000 Euro bei Google oder Yahoo meinetwegen 20.000 Euro im Kundenauftrag verwaltet? Meines Erachtens hat der Kunde in beiden Fällen die gleiche Sorgfalt und Kompetenz zu erwarten. Gerade aber gibt es einen Trend, der solche Arbeiten vom Budget abhängig macht. Mh, klingt meiner Meinung nach nicht gerade fair. Es ist nämlich tatsächlich die selbe Arbeit, für einen Kleinbetrieb 50 Begriffe zu verwalten oder für einen Global Player 50.

Ein anderes Unding ist auch nicht tot zu bekommen, der Agenturrabatt. Bucht eine Werbeagentur eine Anzeigenschaltung, gibt in der Regel 15 Prozent Nachlass, den sich manche Agenturen gerne einsacken. Die Prozente soll mir einer gerne mal begründen.

Wir bleiben da lieber fair. Auftrag=Leistung Punkt. Keine Spielereien mit Rabatten usw..

Arbeitszeiten im Onlinemarketing -uaaaaaah

Jaja, da versucht man noch den ein oder anderen in Firmen zu erwischen, und die sind alle schon nach hause. Böööh. Also, wie sieht denn der Tag eines Onlinemarketers aus? Frühmorgens aus dem Bett, wenn gerade die Zeitung gebracht wird, und schnell einen Blick auf die Ereignisse der vergangenen Nacht. Was sich da so getan hat, sagt einem das Onlinecontrolling bei Kunden ja sehr genau. Dann eine Phase elementarer Konzentration – Zigarettenpause – und festlegen, wo man die Kampagnen hinsteuert.

Live kann man so ab ca. 8 Uhr die Besucher auf den Servern beobachten. Gibt also noch andere Frühaufsteher. Gegen Mittag ruft meistens jemand an, wenn ich gerade beim Essen bin, selbst Onlinemarketing lebt nicht nur von Pixeln. Für Endverbraucher wirds dann ab ca. 14 Uhr interessant und reicht so bis 22:30h. Dann gehen auch die meisten anderen in die Heia.

Derweil hat man immer mindestens 7 Browser gleichzeitig geöffnet, wo entweder was Interessantes passiert oder etwas Interessantes passiert. Die gute Beatrice meinte doch glatt einmal, man müsste mir wirklich die Tastatur und den Bildschirm wegnehmen, aus Eigenschutz. Hehe, da gibts ja noch ein UMTS-taugliches Handy, das alle Notfallfunktionen übernimmt ;-). Die Arbeitszeit ist also, wenn man es für den Kunden richtig machen möchte (die vertrauen mir immerhin ihr Geld an), nicht sehr sozialverträglich. Aber Spaß machts trotzdem.

Ideenklau auf die elegante Art?

Mh, da gibts gerade wieder Wettbewerbe, wo man ein Online-Vermarktungskonzept einreichen soll und die Chance auf meinetwegen die goldene Ananas hat. Zuerst ist man natürlich versucht, den Preis abzustauben. Indem man beispielsweise das ein oder andere Projekt aus der Schublade nimmt, welches aus Zeitmangel bislang nicht umgesetzt wurde. Aber als approbierter Zyniker und fleißiger Leser der Dilbert-Comics bin ich etwas vorsichtiger, wenn es etwas scheinbar umsonst gibt.

Also, erst mal einen Blick auf die Initiatoren der Wettbewerbe. Aaaaha. Teilweise Firmen, die nicht gerade als Innovatoren bekannt sind. Teilweise Agenturen, die aus der klassischen Werbung kommen. Und noch die anderen üblichen Verdächtigen.

Ich glaube, meine Schublade bleibt geschlossen und ich setze die Projekte lieber still und heimlich in Kooperation mit unserem fähigen Netzwerk um. Damit bleibt alles brav im Haus, kann wachsen und gedeihen. Und keiner kommt mir zuvor, außer, da ist noch jemand zufällig im gleichen Gebiet unterwegs. Kann passieren, ist aber besser als eine Umsetzung durch große Agenturen, die gerade sonst nichts sinnvolles zu tun haben.

Das Prinzip aber ist der Kerngedanke von Web 2.0: lasst doch andere Ideen, Konzepte und Inhalte liefern, wir setzen nur unsere Werbung drauf oder verdienen dran. Funktioniert nicht bei mir, sorry, Jungs

Programmiertrends für Webseiten

Zurzeit divergieren zwei Stilrichtungen bei Webseiten. Die eher grafisch orientierten Seiten stammen vornehmlich von Werbeagenturen, während die eher technisch optimierten Seiten von spezialisierten Onlineagenturen kommen. Beide haben ihren Sinn, sind aber von den Möglichkeiten her völlig unterschiedlich einzuschätzen.

Eine grafische Gestaltung mit reichlich Flash sorgt für Emotionen. Das eignet sich ganz gut fürs Image. Wenn es denn gut ladbar ist, was bei Monster-Flashs selbst mit DSL-Leitungen aber auch oft die kritische Grenze der Zumutbarkeit überschreitet. Faustregel: Eine Seite darf maximal so lange laden, wie ein Benutzer bequem die Luft anhalten kann. Selbst dabei werden einige abspringen, ganz zu schweigen von den immer noch reichlich vorhandenen ISDN- oder Modemnutzern. Solche Seiten sind oft nur (einfache) Fortsetzungen von Produktkatalogen und Fernsehspots. Gefahr: Wenn keine wirklich guten Grafiken oder Animationen kommen, ist der Benutzer sauer und der Aufwand für die Katz. Zudem muss alles langfristig stimmen, da schnelle Anpassungen des Inhalts sehr aufwändig sind.
Die eher technisch geschulte Abteilung kümmert sich ganz anders um die Seite. Schon bei der Planung wird Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt. Ebenso eine Vernetzung mit beispielsweise einer Warenwirtschaft. Oft übernehmen die Techniker dabei die Projektleitung. Das Marketing des Auftraggebers gibt Rahmenbedingungen vor, die Techniker in Funktionsbeschreibungen umsetzen. Erst dann kommen Grafik und Text, welche sich an den Möglichkeiten orientieren. Diese Webseiten sind allgemein schlanker, benutzerfreundlicher und besser auf Reaktionen der Besucher anpassbar. Insgesamt fällt das Investitionsvolumen meist niedriger aus. Gefahr: Nicht alle grafischen Möglichkeiten lassen sich ausreizen, um noch den letzten Kunden zu überzeugen.

Talente im Internet – was Agenturen alles können

Gerade habe ich mich auf eine kleine argumentatorische Prügelei bei Xing eingelassen. Wer es noch nicht kennt, das ist eine Plattform für Businesskontakte, wo man Netzwerke aufbauen kann. Es gibt eine nicht allzu große Agentur, die bietet an:

Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung, Events, Verlag, Lektorat, Medien, lokales Marketing, Fotografie und Corporate Fashion.

Holla, ne ganze Menge. Ich sag ja, Werbeagenturen sind zu allem fähig 😉