Internationales Onlinemarketing – Zeitzonen + Partnernetzwerke

Das Internet funktioniert 24 Stunden am Tag rund um die Welt. Entsprechend sind Zeitzonen zu beachten. Klingt einfach, wird aber bei englischsprachigen Kampagnen sehr schwierig. Wer sich an internationale Besucher richtet, muss mit völlig unterschiedlich eintreffenden Besuchern vom Vereinigten Königreich bis Down Under einstellen. Und nicht nur sich einstellen, vor allem seine Kampagnen.

Bekanntlich gibt es bei Google Adwords eine Länderauswahl. Diese sollten zu ungefähr passenden Zeitzonen für einzelne Kampagnen zusammengeschaltet werden. Nur so kann man ein Budget halbwegs sinnvoll steuern. In Europa hat mans noch leicht, GMT und MEZ, respektive MESZ sind die beiden wichtigsten Zeitzonen mit den stärksten Wirtschaftsräumen. Für Osteuropa darf es aber schon eine andere Steuerung sein, da uns (wenn auch nur zeitlich) beispielsweise Moskau voraus ist.

Meiner Meinung nach sollte daher eine englischsprachige Kampagne für ganz Europa mindestens zweigeteilt sein. Ohne Onlinecontrolling mit hochwertigen Analysetools, z.B. etracker, Econda oder Omniture geht gar nichts. Sonst droht ein totaler Blindflug bei Budgets und Werbewirkung. Der gleiche Blindflug passiert, wenn man nicht verdammt genau weiß, ob in den einzelnen Ländern die Partnernetzwerke lohnen. Das wiederum ist teilweise branchenabhängig und sollte ausgetestest und penibelst im Onlinecontrolling verfolgt werden.

Globale Kampagnen sind eine Kunst für sich. Die Beherrschung der englischen Sprache ist unabdingbar; inklusive dem nötigen Feingefühl. Bei mir wirds nicht für einen medizinischen Artikel reichen, dafür ist Technik kein Problem. Wer nicht einmal grundlegende Kenntnisse der unterschiedlichen Ausprägung von Englisch in Oxford und am Ayers Rock hat (no worry, mate ;-)), fällt auf die Nase.

Weniger sprachlich, dafür zeitlich sind die USA schwierig. Zwischen Pacific Standard Time (PST) und Eastern Standard Time (EST) liegen eben ein paar Stunden. Muss man eben Kampagnen fahren, die gewisse Streuverluste tolerieren.

Insgesamt macht internationales Onlinemarketing aber mächtig Spass, man muss nur wissen, wie.

Onlinemarketing – Verknappung bei gutem Personal

Da möchte man selbst eine Stellenbörse an den Markt bringen (kommt ca. Februar) und sieht sich ein wenig auf anderen Stellenbörsen um. Bevor jetzt jemand meint, der Markt sei schon besetzt und es gibt wenig Chancen – weit gefehlt – abwarten.

Im Bereich Onlinemarketing wird es arg knapp. Kein Wunder, denn die Technologie ist neu und entwickelt sich ständig weiter. Ein jetzt ins Berufsleben eintretender Absolvent dürfte in den seltensten Fällen genügend Erfahrung haben. Auch wird meiner Meinung nach noch zu wenig Onlinemarketing gelehrt. Gerade die technische Komponente kommt bei einem „normalen“ Marketingstudium zu kurz.
Die „alten Hasen“ kommen dagegen eher aus anderen Disziplinen und sind mit dem Web gewachsen. Und wachsen weiter mit dem Web. Dieser Wissens- und Erfahrungsvorsprung ist schwer einzuholen, zumal die dynamische Entwicklung des Web dauernd weiter geht.

Dabei können gute Onlinemarketer einiges bewegen. Kaum ein anderes Mittel bietet einen so großen Hebel für den Umsatz einer Unternehmung. Zumal die Produktionskosten immer noch deutlich unter anderen Medien liegen. Bin mal gespannt, was demnächst für Tagessätze gezahlt werden………..

Probleme bei ebay? Shops gehen zurück?

Kam gerade auf e-commerce-blog.de, wollte ich aber auch schon etwas drüber schreiben. Danke Michael *grrr*, warst aber einfach schneller *Kompliment*. OK, was tut sich denn da? ebay ist meiner Meinung nach für viele Käufer und vor allem Verkäufer ein zunehmend schwieriges Feld. Die Preise sind flächendeckend im Keller, gut für Schnäppchenjäger. Sehe ich ja auch bei meinen Kunden. Denen empfehle ich nur Waren anzubieten, die nicht sofort vergleichbar sind, wo dann irgendein verzweifelter Verkäufer sofort die Preise unterlaufen kann.

Für Käufer hat wohl die ein oder andere Meldung über komische Praktiken und selbst Berichterstattung in den Medien bez. Betrügereien für Verunsicherung gesorgt.

Was kann man daraus lernen? Meine Kunden bieten nur Waren an, die so nicht direkt vergleichbar sind, also Alleinstellungsmerkmale haben. Man bekommt diese Produkte nicht an jeder Ecke, sie sind qualitativ hochwertig und setzen sich beispielsweise bei Hochdruckreinigern nicht auf eine Stufe mit Baumärkten oder Billigware. Dazu gibt es auch die entsprechende Fachberatung und Systemlösung. Etwas, das Kistenschieber meiner Ansicht nur in den seltensten Fällen anbieten können. Die können sich ja gerne um Preise prügeln, mein Kunde hat lieber zufriedene Stammkunden.

Auch sind längst nicht alle Produkte in ebay gelistet. Im ebay-Shop gibt es nur einen Überblick, was prinzipiell im Programm ist. Der interessierte Besucher erfährt etwas zur Technik und den Vorteilen. Die richtig großen Profi-Geräte oder etwa hochwertige gewerbliche Lösungen gibts nur im normalen Onlineshop. Das gleiche gilt auch für anspruchsvolle Heimanwender, ebay ist hier nur eine Werbeplattform. Macht zwar Umsätze, aber die Stammkunden haben wir lieber im Onlineshop.

Die Internetseite bettercom.de, im Dauerclinch mit ebay, listet die erfolgreichsten Verkäufer in ebay auf, inklusive Bewertungen. Auch analysiert bettercom aus den öffentlich zugänglichen ebay-Seiten die Struktur, etwa die Anzahl der Powerseller. Und die gingen laut Aussage von bettercom zurück. Wer das Geschäft in ebay nicht beherrscht, hat sowieso von vornherein verloren.
Warum bettercom von ebay verklagt wurde? Weil genaue Analysen und Marktbeobachtungen meiner Meinung nicht gut fürs Image sind, wenn sie Fehler aufzeigen………. Trotzdem, schauen Sie einmal bei bettercom vorbei, lohnt sich.

Email – Marketing – es kommt auf das Intervall an

Gerade habe ich wieder einen meiner Email-Accounts abgerufen. Der, auf dem normalerweise nur die ein oder andere Teilnahmebestätigung oder sonstiger unwichtiger Kram landet. Dabei sind mir wieder einmal ein paar Newsletter aufgefallen, die in der Form nun wirklich keiner braucht. Vor allem sind verschiedene Versandhändler darunter, die fast täglich das ein oder andere Sonderangebot heraushauen. OK, ich gebs zu, die waren sowieso schon im Spam-Ordner. Was man daraus aber sehen kann:

Man sende nur dann einen Newsletter aus, wenn es tatsächlich um News oder interessante Angebote für den Kunden geht.

Wer oft sendet, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann die Adressaten nerven. Und die dürften dann genau so reagieren wie ich: Spamfilter an und dauerhaft ins Nirvana geschossen.

Intelligenter sind periodisch und zyklisch abgestimmte Aussendungen. Ein- oder zweimal im Monat einen allgemeinen Newsletter. Dazwischen vielleicht themen- oder benutzergruppenorientierte Mailings. Aber nicht so viel, dass ein Internetnutzer irgendwann genervt alles ausschaltet.

Etwas anders sieht es bei großen Discountern (Lidl, Aldi, Plus..) aus, die zweimal pro Woche neue Sonderangebote haben. Nicht, dass man täglich bei denen einkauft. Aber es macht halt Sinn. Wer dagegen als Nischenanbieter jeden noch so minimalen Mini-Artikel bewirbt, verprellt die Kundschaft.

Werbeagenturen und Onlinemarketing

Das wird jetzt ein Beitrag, für den ich sicher nicht nur Sympathien ernte. Die Frage ist, ob eine klassische Werbeagentur Onlinemarketing durchführen oder es besser Spezialisten überlassen sollte. Eine mögliche Antwort gibt folgende Umfrage:

Bericht in Yahoo über Zutrauen in Werbeagenturen

So trauen nicht einmal die Hälfte von Marketingverantwortlichen in großen amerikanischen und britischen Firmen einer klassischen Werbeagentur ein gutes Onlinemarketing zu. Viel eher setzen sie auf Spezialisten, die ergänzend oder gar vollkommen autark online eingesetzt werden.

Ein Grund kann das starke Bedürfnis an technischem Wissen sein, welches offensichtlich nicht in ausreichendem Umfang bei klassischen Agenturen vorhanden ist. Wenn sich schon im Onlinemarketing starke Spezialisierungen herausbilden, wie kann ein auf Print, TV oder Radio basierendes Wissen da noch mithalten?

Angefangen von einem Aufbau eines Servers bis hin zur Programmierung sind Fachkenntnisse nötig, die meines Erachtens nicht von klassischen Agenturen abzubilden sind. Diese Fachkenntnisse entscheiden aber, ob ein Webauftritt nur eine bunte Insellösung oder ein integrales System wird. Gerade die Tendenz vieler Agenturen, immer wieder etwas neues verkaufen zu wollen oder zu müssen, passt einfach nicht in eine technisch sinnvolle Umsetzung. Ein hektisches Herumgestalten und Experimentieren ohne Strategie geht schief.

Das waren aber erst einmal die Grundlagen. Onlinemarketing ist mehr. Technik muss souverän beherrscht werden, zusätzlich aber noch aktuelles Wissen um Methoden, Anwendungen und das Marktgeschehen. Bei jedem System zum Suchmaschinenmarketing (Google Adwords, Yahoo Search, Miva, Mirago….) gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Diese müssen sinnvoll eingesetzt werden. Auch eine hochklassige Bedienung der Systeme setzt Erfahrung voraus. Einfach eine Kampagne buchen, irgendwelche Gebote abgeben und dann abwarten geht schief.

Bei Affiliates sollte man die Programme der verschiedenen Anbieter, ihre Reichweite, Eigenarten und Möglichkeiten kennen. Wer einfach nur irgendwo bannerwerbung platziert, erreicht keine guten Ergebnisse.

Für eine Suchmaschinenoptimierung benötigt man haufenweise Technikwissen. Zusätzlich noch Erfahrung, wie beispielsweise Indizes, Webkataloge und Verzeichnisse zeitlich agieren. Eben mal unter die Top 10 wollen und dies ohne ausreichende Erfahrung versuchen, geht schief.

Ebenso in die Hose gehen Aktionen bei ebay, wenn man nicht jahrelange Erfahrung im Kaufverhalten der Nutzer hat.

Ohne Wissen zum Onlinecontrolling laufen Kampagnen völlig neben der Spur. Stolz ein paar Werbeeinblendungen vermelden, die man auf den Serverstatistiken gesehen hat, bringt gar nichts. Nur wer genau das Besucherverhalten messen kann, ist in der Lage, optimale Strategien und wirkungsvolles Controlling zu fahren. Auch in der direkten Anbindung an das Controlling im Warenwirtschaftssystem.

Wer also Dienstleister für Online sucht, schaut besser bei den Spezialisten vorbei. Die können gerne mit klassischen Agenturen kooperieren. Nur bringt jeder auf seinem Tätigkeitsfeld mit seiner Spezialisierung einfach die besseren Resultate.