Web 3.0 unter den Top Ten – mit „web 3.0“

Anfang des neuen Jahres war es soweit. Web 3.0 erschien erstmals unter den Top Ten bei Google. Aktuell belegen wir Platz 9, haben aber auch schon einmal auf 7 gestanden. Und zwar mit dem Suchbegriff „web 3.0“. Neben vielen, mh, wie soll man es sagen interessanten, Beiträgen über Web 3.0 und seine Auswirkungen ist damit bewiesen, was man mit einem Blog und einigen textlichen wie strukturellen Optimierungen erreichen kann.

Gut, die Position ist noch nicht sehr stabil, ab und zu fallen wir auch einmal auf die zweite Seite bei Google zurück, jedoch ist der Trend klar erkennbar. Der Start war am 25. November 2006. Anfangs noch recht sparsam in den Beiträgen zum Blog, wuchs mit dem Inhalt auch die Bedeutung. Dazu kamen sukzessive die Besuche der Suchmaschinen, in manchem Index stehen wir nun drin. Zurzeit fehlen noch große Verzeichnisse, beispielsweise DMOZ ist ja immer noch im Koma.

Trotzdem war nach 7 Tagen eine Position unter den ersten 50 erreicht. Web 3.0 stand ungefähr einen Monat nach dem Start stabil auf den Ergebnisseiten 2 und 3. Dann ging es sprunghaft zu. Mal 12, mal 40. Im Bereich Suchmaschinenoptimierung ist es halt so. Die Einträge in RSS-Feeder bescherten weitere Kontakte und auch Links. Letztere sind wichtig für die Positionierung, also arbeiten wir gerade daran; bislang geht nur ein permanenter Link eines anderen Blogs ein.
Erstaunlich ist die hohe Anzahl an Zufallstreffern. Beispielsweise ein ebay-Skurrilogramm mit dem Angebot eines Strass BH von Palmers landete sehr weit oben im Ranking. Entsprechend wurde es angeklickt. Tut mir leid, aber normalerweise führen wir nun wirklich keine Strass BH von Palmers. Auch andere Kombinationen kamen gut an, etwa der kritische Artikel vom November zu den Preisen von Briefmarken, Münzen, Telefonkarten oder dem Sammelwert und Sammlermarkt allgemein. Das Onlinecontrolling zeigt derweil eine sehr gute Aufenthaltsdauer sowie ein gutes Interesse am Inhalt, die Besucher des Blogs blättern fleißig durch die Seiten. Die etwas anderen Meldungen bringen ebenfalls Besucher.

Wir sind auf jeden Fall auf die weitere Entwicklung von Web 3.0 gespannt. Falls Sie Fragen oder Kommentare haben, einfach posten.

Ach, noch was anderes. Heute kam ein Bericht in der Rheinischen Post über Sealand. Web 3.0 hatte es gestern schon 😉

So, nun ist es offiziell. Etracker 6.5

Quelle: Presseinformation von etracker:

Hamburg, 08.Januar 2007 +++ Die etracker GmbH, ein in Europa führender Anbieter von Lösungen zur Analyse des Besucherverhaltens auf Webseiten, präsentiert die neueste Version seiner Web-Controlling Lösung: Das aktuelle Release etracker 6.5 ist ab sofort verfügbar. Ein besonderes Highlight von etracker 6.5 ist die Google-Synchronisation. Mit dieser Funktion können Werbetreibende ihre laufenden Google-Kampagnen unkompliziert in etracker integrieren und zudem Suchwort-genaue ROI-Berechnungen aufstellen. etracker 6.5 stattet bestehende Kampagnen automatisch mit einem Tracking-Code aus und liest anschließend die Kampagnenkennzahlen in das Web-Controlling System ein. Da dieser Prozess komplett automatisiert abläuft, bleibt den Nutzern eine aufwändige manuelle Eingabe der Kampagnen-Daten erspart. Der zweite Pluspunkt der Google-Synchronisation von etracker 6.5: Trotz der variablen Preisstrukturen von Biet-Modellen sorgt die neue Web-Controlling Lösung für exakte Berechnungen des ROI. Denn etracker nutzt die Google-AdWords-API, die Google seit dem 1. Oktober 2006 offiziell zur Verfügung stellt. Über diese Schnittstelle können die tatsächlich erzielten Klickpreise direkt ausgelesen werden. Durch die vollständige Google-Integration sorgt die neue Version etracker 6.5 dafür, dass Werbetreibende noch genauer Suchwort-bezogene Umsatz-, ROI- und Warenkorb-Analysen durchführen können.

Neben der Google-Synchronisation verfügt etracker 6.5 über zahlreiche weitere neue Funktionen wie beispielsweise RSS- und Web-Services-Features. Mit diesen Erweiterungen antwortet etracker auf den Vernetzungsgedanken der Web 2.0 Generation. Insbesondere Blogs, aber auch andere Websites können so ihren Besuchern aufzeigen, wie sich Besucher live auf der Website bewegen, wer die letzten Besucher auf der Website sind, aus welchen Orten sie kommen und welche Inhalte und Beiträge sie interessieren. Gemäß seiner Philosophie, ausschließlich auf offene Standards zu setzen, fokussiert etracker den Ausbau von Web-Services zur Integration der etracker Web-Controlling Lösung mit spezifischen Anwendungen anderer Softwareanbieter. So können Unternehmen die Kennzahlen aus dem Web-Controlling System über die etracker Standard-API direkt in eigene Lösungen wie BI-, ERP- oder CRM-Systeme integrieren. Durch etracker Web-Controlling lassen sich die Marketing-Ergebnisse aus dem Online- und dem Offline-Kanal miteinander verbinden: Neben der Effektivität von Bannerwerbung, Newsletterkampagnen oder Keyword-Advertising lassen sich auch Wirkung und Reichweite von Printanzeigen, die auf einen Onlineshop verweisen, mit einem Klick ermitteln. Zudem deckt etracker Klickbetrug schnell und zuverlässig auf und unterbindet sogar betrügerisches Affiliate-Hopping.
Meine Meinung: sehr, sehr gut. Qualität aus Deutschland

Verrücktes aus dem Web – das wärs für Web 3.0

Engländer neigen bekanntermaßen etwas zum Spleen. Entsprechend besetzte Paddy Roy Bates Ende der 60er eine alte Flugabwehr-Plattform aus dem zweiten Weltkrieg, deutlich außerhalb der britischen 3-Meilen Zone. Und erklärte sich selbst zum Prinzen und Regierungschef. Das konnte man natürlich nicht auf sich sitzen lassen und schickte die Marine los. Der ehemalige Major des Heeres vertrieb die Marine mit Warnschüssen.

Da die Plattform in internationalen Gewässern liegt, stellte sogar ein englisches Gericht die Nicht-Zuständigkeit englischer Exekutive fest. Der „Prinz“ ist nun Oberhaupt des „Staates“ Sealand. Ist zwar international nicht anerkannt, druckte aber fleißig seine eigenen Briefmarken, Pässe und vergibt Titel. Der mittlerweile in die Jahre gekommene „Prinz“ schwächelt offensichtlich etwas. Entsprechend steht das „Fürstentum Sealand“ zum Verkauf.

Sealand ist nur via Hubschrauber zu erreichen, hat dafür aber einige Vorteile. De facto handelt es sich um einen rechtsfreien Raum. Ok, sieht man von der Verfassung des „Fürstentums“ sowie der damit verbundenen Rechtsform als konstituioneller Monarchie ab. Wer jetzt unternehmungslustig ist, kann sich (wenn alles gerichtlich irgendwie geklärt wird) für einen geschätzten 8-9 stelligen Betrag eine Zone freien Handels und freier Steuergesetzgebung kaufen. Die Größe des „Staates“ liegt bei 0,000611 km². Zudem sind die Betonstelzen nett in gut nutzbare Etagen unterteilt. Da passen auf jeden Fall eine Menge Server drauf, auch wenn das bisherige Hosting in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt………. und die 10 Eingeborenen, äh, Einwohner habens kuschelig. Und man könnte in Ruhe neben einem eigenen Internet auch einen eigenen Staat errichten. Also Web 3.0 auf Staat 3.0.

Sealand ist völkerrechtlich ein Chaos, das selbst die Vereinten Nationen und die EU auf Trab hält. Lesen Sie einfach mal bei Wikipedia nach. Aber in Zeiten der Globalisierung sowie des Web ist ja vieles möglich.

Sealand

Wiesel – Report bei dilbert.com

Scott Adams ist ein Comiczeichner, der in seinen Büchern regelmäßig den Wahnwitz von Büros, Managament und IT aufs Korn nimmt. Eines seiner Bücher heißt: „Dilbert und die Stunde des Wiesels“, wobei Wiesel nach seiner Definition zwischen ehrlichen Menschen und Schwerverbrechern angesiedelt sind.

Regelmäßig veranstaltet Adams Umfragen, wer das größte Wiesel ist. Die 2006er Ergebnisse finden sich im

Wiesel Report (Englisch)

Die Werbung wimmelt nur so von Web 2.0 und Web 3.0

Na gut, an der Prominenz von Web 3.0 sind wir auch nicht ganz unschuldig. Trotzdem fällt eine riesige Anzahl an bezahlten Werbeeinblendungen auf, die für Web 2.0 und Web 3.0 beispielsweise in Google geschaltet sind. Die Spannbreite der beworbenen Leistungen, Artikel und Firmen ist dabei gewaltig. Mal geht es um soziologisch angepasste Shops (E-Commerce scheint irgendetwas mit social networking zu tun zu haben ;-)) bis hin zu Angeboten für fertige Web 2.0 Benutzer, welche Webseiten pushen sollen.

Die Gebote beispielsweise in Google sind dabei teilweise sehr hoch. Kann man ja selbst messen, indem man bei einer seiner Adwords Kampagnen die verwendeten Suchbegriffe eingibt und sowohl Traffic, als auch Position eines Gebots schätzen lässt. Offensichtlich winken satte Gewinne, sobald Kunden am Fliegenfänger der Anbieter hängen.

Dass vielfach selbst die einfachsten Techniken nicht verstanden und beherrscht werden, zeigte einer unserer Beiträge in diesem Blog. Wir hatten einmal in einem sehr deutlich als Scherz zu erkennenden Beitrag eine Updatemöglichkeit von Web 2.0 auf Web 2.51, Web 3.0 usw. angeboten. Eigentlich war das als Ulk gegenüber den ganzen Web 2.0 Anbietern gedacht. Trotzdem erreichten uns Anfragen von Werbeagenturen, was denn Web 2.51 und Web 3.0 technisch könne und welchen Kunden man es verkaufen soll oder könnte. Autsch.

Dieses Missverständnis zeigt mehrere Symptome. Erstens eine absolute Inkompetenz, den als sehr deutlichen Scherz geschriebenen Beitrag zu verstehen. Zweitens eine Gier, um jeden Preis etwas Neues zu haben, dass man schnellst möglich dem Kunden aufs Auge drückt und daran verdient. Die Werbeagenturen hatten aber ein noch viel größeres Problem, nämlich das grundlegende Prinzip des Internet zu verstehen.

Dort gibt es mehrere Dienstangebote, etwa Email, Chat, Shop, Forum, Blog, Imageseiten, die ssich voneinander völlig unabhängig weiter entwickeln. Zwar ist beispielsweise dieses Blog ein WordPress Version 2.0, aber es ist eben kein Blog 2.0. Die vielen Angebote an Software für Blogs erlauben eine unterschiedliche Anzahl an Funktionen. Die große Schar an Benutzern generiert völlig unterschiedliche Inhalte, vom privaten Bild-Blog und Meinungen zu Bohlens neuesten Eroberungen bis hin zum High-Tech oder Kunst-Blog. Auch bei Email, Shops oder einem Forum gibt es zwar eine Versionsnummer für das jeweilige Programm, aber eben kein allgemein gültiges Email 2.0, Shop 3.0, Forum 4.0 oder Chat 2.51.

Jede Spielart der internetbasierten Kommunikation entwickelt sich fröhlich auf ihre eigene Art und Weise. Dauernd fließen neue Ideen, Konzepte und Funktionen ein. Die Schlagworte Web 2.0 und Web 3.0 sind daher kein offizieller Standard, an den sich irgendwer irgendwie zu halten hätte oder den es irgendwo als Funktion in ein Blog oder einen Shop zu implementieren gälte.

Die ursprüngliche Idee von O`Reilly ist einfach auszugsweise zusammengefasst: Lasst doch den Benutzer die Inhalte erstellen, guckt Euch an, was die machen, schaltet Werbung drauf und verdient dran. Was jetzt für ein Wirbel draus wird, ist erstaunlich. Was soll ein Shopbetreiber mit dieser Idee anfangen? Gar nichts. Auch das implizite Feedback a la Web 2.0 ist für ihn nicht unbedingt sinnvoll. Trotzdem geistert gerade dieses als Postulat durch das Gerede der Web 2.0 Propheten.

Um den deutschen Schauspieler Walter Giller zu zitieren, der diesen Satz nach jedem Sketch oder Kurzfilm brachte: Es bleibt schwierig. Gerade im Nebel um Web 2.0 oder Web 3.0 haben manche Angebote für erfahrene Onlinemarketer den Charakter einer Realsatire, wo man sich nur die Augen reiben kann. Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass sich zwei Agenturen gegenseitig „verWeb 2-Nullen“, munter Kommunikation austauschen, sich Feedbacks geben, social netwörkern und irgendwann vergessen, dass es draußen Kunden gibt, die Leistungen und Produkte sinnvoll an den Mann gebracht wissen wollen.