Pressemitteilungen auf Web 3.0 und Werbeeinblendungen

Der geneigte Leser hat es schon gesehen, bei uns werden auch Pressemitteilungen veröffentlicht. Sofern sie den Qualitätsanforderungen genügen und es sich um thematisch passende Berichte handelt. Oder ein wirklicher Nutzen für den Leser erwartet werden kann. Oder wenns komplett verrückte Sachen sind, die einen Unterhaltungswert haben. Die Pressemitteilungen sind als solche gekennzeichnet oder von uns aufbereitet. Dagegen sind die Adsense-Werbeeinblendungen deutlich erkennbar, getrennt im Layout und beschrieben.

Damit genügen wir sogar den Richtlinien des Presserats. Etwas, das in der heutigen Zeit eher selten ist. Bei mancher Online- oder Offline-Zeitung findet man mittlerweile eine muntere Vermischung von redaktionellem Inhalt und bezahlter Werbung. In Xing gab es jetzt eine Diskussion, in wie weit PR, Presseinformationen und so weiter bezahlt werden müssen, damit sie als Inhalt einer Zeitung abgedruckt werden. Ob und in wie weit dann noch eine journalistische Qualität gewährleistet ist, steht auf einem anderen Blatt. Das trifft nicht für die Magazine zu, wo ab und zu mein Name erscheint, Gott sei Dank.

Jedoch ist der Trend zu mehr Werbung in Artikeln erkennbar. Den Luxus einer eigenen Meinung kann ich mir in vielen Fällen nur leisten, weil ich nicht vom Schreiben lebe, sondern Onlinemarketing ausübe. Entsprechend kann ich mir auch den einen oder anderen bissigen Kommentar leisten. Ohne Angst zu haben, dass die Werbetreibenden bei unseren Adsense-Einblendungen danach stocksauer sind. Und wenn die sauer sind, na und, gibts eben andere Einblendungen.

Damit ist Web 3.0 auch ein kleiner Trendsetter. Es gibt keine direkten Werbebeziehungen, sondern erst einmal nur Adsense. Später vielleicht einmal ein Banner oder so. Auf jeden Fall erhalten wir uns die Unabhängigkeit. Das ist meines Erachtens der richtige Weg, um die Qualität zu gewährleisten. Wenn eine schlechte oder uninteressante Pressemitteilung eintrudelt, sehen Sie sie nicht. Ganz einfach, weil wir die nicht bringen. Web 3.0 bekommt nur deswegen Treffer und Menschen lesen nur deswegen, weil es Informationen gibt, die interessant sind.

Das Apple – Handy. Ein guter Ansatz.

Das gerade vorgestellte Apple-Handy ist anders. Keine Tastatur, dafür ein sehr großes Display. Trotzdem keine Platzprobleme, das Handy ist eben nur etwas größer als das Display. Und damit macht Apple eine ganze Menge richtig, was bisher von anderen Anbietern vernachlässigt wurde. Zudem stehen mit Google und Yahoo zwei Schwergewichte aus dem Internet auf der Partnerliste.

Gut, die Präsentation war wieder einmal die übliche Apple-hach-was-sind-wir-stylish Selbstbeweihräucherung. Etwas anderes kann man von Apple kaum erwarten, immerhin schafft es die Firma, den teuersten PC (Intel-Prozessoren und Unix als Betriebssystem) erfolgreich an den Trendsetter zu bringen.

Was Apple aber grundsätzlich anders gemacht hat: Anstelle einem Funkgerät ein paar Funktionen zu verpassen, hat Apple einem Computer das Funken beigebracht. Konsequenter, als dies bislang die anderen Hersteller taten. Und Apple hat das Platzproblem gelöst. Ob und wie das Gerät sich dauerhaft hält und wie die Akkulaufzeit ist, wird sich zeigen. Auch ob und wie die Robustheit ist, muss man abwarten.

Damit ist die Messlatte auf jeden Fall hoch gelegt worden. Apple sahnt erst einmal für rund 400-500 Euro pro Gerät ab. Es wird viele Menschen geben, die sich das In-Produkt aus Prestige- oder Modegründen kaufen werden. Die Premium-Handies der anderden Hersteller müssen an Funktionen nachlegen oder im Preis sinken.
Insgesamt ist das Apple-Handy aber der richtige Schritt in die richtige Richtung. Einen Mini-PC im Scheckkartenformat kann sich jeder Handy-Hersteller von der Stange kaufen. Entsprechende Module gibt es mit brauchbaren Leistungen zu sehr niedrigen Preisen. Das Betriebssystem Unix sorgt für gute Leistungsverwertung der Hardware. Jetzt noch ein Display drauf, einen Akku dran und eine ebenfalls preiswerte Funkeinheit, schon gibt es gute Mobilkommunikation.

Trend – hin zum spezialisierten Onlinemarketer

Wer sich das boomende Online Marketing sowie die damit verbundenen Aufgaben ansieht, entdeckt einen deutlichen Wandel in der Werbung. Ein gutes Design reicht nicht, ebenso wenig ein griffiger Text. Fachwissen in Technik, aktuellem Marktgeschehen online sowie der richtigen Implementation verschiedener Werbemaßnahmen sind dringend erforderlich.

Im Zuge des Web 2.0 Hype starten gerade viele Versuche, mit hektischen Aktionen diesen Markt zu bedienen. Hat man im „Fachmagazin“ für die Agentur etwas über Web 2.0 gelesen, bietet man dem Kunden sofort ein Blog an. Weil: das ist ja Trend, die anderen machens auch und es gibt erfolgreiche Beispiele, was man mit einem Blog erreichen kann. Schon hoppelt die halbe Agenturenwelt in der Gegend herum und bietet Blogs an. Damit der Kunde unterschreibt, gibt es Unheilsverkündungen – das ist Standard, jeder hat es, sowas brauchen Sie auch… -. Oder eben ein Zückerli – DAS ist DER Trend, super effizient…… -. Wenn jemand derweil noch nicht mal in der Lage ist, selbst oder mit agentureigenen Ressourcen ein Blog aufzusetzen -nicht bei blogger.de oder blog.de-, naja.

Entsprechend ziehen gerade in allen Bereichen die Spezialisten für Online Marketing vorbei. Und, mal ehrlich, würden Sie einem Photoshopper ein unternehmenskritisches Adwords-Konto anvertrauen? Während Ihnen der Spezialist auch noch eine genaue Auswertung liefert, die zu besseren Resultaten führt? Der Photoshopper ist gut, wenn es um Design geht. Was darüber hinaus geht, ist Sache für Profis.

Viele Unternehmen erkennen dies gerade und setzen auf Spezialisten. Sowohl auf Agenturseite, als auch im Unternehmen selbst. Und sie fahren damit besser. Einziges Problem zurzeit ist ein Mangel an wirklich gutem Personal. SEO? Da ist der Markt leer gefegt. Die machen lieber ihre eigenen Projekte und verdienen nette Summen an Werbung und Prämien. SEM? Auch nicht viel besser. Wirklich gute SEMler nehmen nicht mehr alle Kampagnen an. Blogs? Gute Schreiber gibts zwar, aber zu wenig können die Technik. ebay? Ist noch einiges zu haben, wird aber knapp. Die vielen nebenberuflichen Agenten waren und sind vom Können her durchwachsen – von Spitze bis Katastrophe.

Berufseinsteiger oder Hochschulabgänger können die Lücken nicht füllen. Bei letzteren fehlt oft eine aktuelle Ausbildung in der Praxis, bei ersteren die Erfahrung.

Bin mal gespannt, wann es den ersten Studiengang Online Marketing gibt. Der dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Und ich bin gespannt, welche Hochschule den in welcher Qualität anbieten wird. Immerhin ist eine Mischung aus Marketing in verschiedenen Aspekten und High-Tech in verschiedenen Aspekten nötig.

Addressanmietung – vielleicht etwas antiquiert?

Heute habe ich wieder einmal einen Werbebrief bekommen. Dieser war adressiert an eines meiner alten Kooperationsnetzwerke, welches bereits zum Jahr 2002 in ein anderes Projekt überführt wurde. Pikant dabei: Das Schreiben kam ausgerechnet von einer Firma, welche Kundenakquise anbot. Stellt sich die Frage, wo die meine Adresse her hatten. Da ich bislang keine Geschäftsbeziehung mit denen hatte, haben die wohl meine Adresse bei den „üblichen Verdächtigen“ angemietet. Weiterhin ist die Relevanz der angemieteten Adresse als historisch wertvoll, jedoch für die Praxis nicht geeignet zu beurteilen.

Ist ja nicht so, als wenn man das nicht kennen würde. Viele Adressbestände taugen…..nichts. Und werden doch immer wieder in Umlauf gebracht. Letztens wars ein Anbieter, der angeblich Zehntausende Top-Adressen inklusive Emails aus Deutschland anbot. Man müsste schnell handeln, einmalige Sonderaktion wegen Geschäftsverlagerung, blubbersülz, laberlall. Auch Onlineadressen gibt es massenhaft. Zu mieten, zu teilen undsoweiter. Das meiste davon ist meiner Meinung nach unbrauchbarer Müll.

Bei unverlangten Werbeanrufen leiste ich mir immer ein paar kleine Scherze, speziell bei Lotterien und bei Sie-können-sich-schon-fast-zu-den-Gewinnern-zählen Aktionen. Ich gebe einfach völlig divergente Daten an, mal verheiratet, mal geschieden, mal bettelarm, mal steinreich. Und wenn jemand, wie schon mal passiert ist, von einer Vermögensberatung sagt, die Bundesregierung hätte die beauftragt, bitte ich um höfliche Zusendung eines entsprechenden Faxes. Dito bei den 150 Prozent Gewinnversprechen der Klassenlotterien. Da ist man ja ansonsten versucht, die Adresse von Ullala Schmidt durchzugeben, damit die das Gesundheitssystem sanieren kann mit den satten Gewinnen.

Was definitiv meine Toleranz überschreitet, sind gutturale Töne am Telefon: „Müssn Si unbedingt tun. Würd isch auch mein Brudder emfeln.“, die sich nicht abwimmeln lassen wollen. Warum empfiehlt er es nicht seinem Brudder, sondern nervt mich? Naja. Dafür hat er von mir 1A Daten bekommen ;-). Bin mal gespannt, wo die jetzt rumgeistern und Datenbanken zu leichten Inkonsistenzen treiben.

Im Onlinemarketing ist es dagegen herrlich leicht. Der Kunde gibt seine Daten selbst ein und verwaltet diese. Immerhin möchte er ja etwas von der Firma. Und wenn er umzieht, mit der Firma zufrieden war, wird er selbst seine Adressen ändern. Oder meldet sich halt kurz via Telefon. Das ein solcher Datenbestand gut ist, pflegeleicht und super in CRM auswertbar, versteht sich von selbst. Man muss dem Kunden ja nicht alles „aufdrücken“. Die besten Kunden sind immer noch die, welche selbst suchen und sich für einen Anbieter entscheiden.

Für Web 3.0 wünsche ich mir daher zwei Dinge: Erstens einen Filter, der ungebetene Anrufer erkennt und abwimmelt. Zweitens eine Funktion, schwachmatische Werbung 3.0 von Web 3.0 und Telefon 3.0 fernzuhalten.

Domain – es geht nicht nur um den guten Namen

Wer eine griffigen Domainnamen hat oder sich diesen vor langer Zeit reservieren ließ, freut sich wahrscheinlich über einen Wertzuwachs. Wie kommt dieser zustande? Alles, was einfach zu merken ist, bleibt im Gedächtnis der Benutzer hängen. Ohne komplizierte Schreibweise und ohne eine firmenspezifische Prägung ist der „Erinnerungswert“ höher. Wer keinen griffigen Namen hat, greift gerne zum Kunstwort, das aber erst einmal mit einem gewissen Aufwand in den Markt gedrückt werden muss. Und das wiederum kostet erst einmal sehr viel Geld.

Geld ist auch im Spiel, wenn eine Domain ganz oben in der natürlichen Ausgabe von Google, Yahoo, MSN oder wem auch immer erscheinen soll. Gute Suchmaschinenoptimierer lassen sich ebenso gut bezahlen. Es lohnt sich sogar, denn der Unterschied an Zugriffen auf die ersten 10 Plätze in Google im Vergleich zur zweiten Seite ist eminent. Entsprechend stark sind die unterschiedlichen Möglichkeiten für einen Verkauf oder die Imagedarstellung.
Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es seeeeeeehr gut, wenn im Domainnamen bereits der Inhalt enthalten ist. Wer beispielsweise eine Seite über Versicherungen erstellen möchte, sollte idealerweise auch „Versicherungen“ im Domainnamen haben. Idealerweise sollten hier keine unüblichen Fachbegriffe verwendet werden, sondern dass, was mögliche Besucher eben bei den Suchmaschinen eintippen. Anstelle von „Kreuzschraubendreher“ läuft „Schraubenzieher“ einfach besser, auch wenn es so manchem Mechaniker den Magen umdreht.

Der Domainname bringt bares Geld, wenn er bei einer Spitzenplatzierung im regulären Ranking hilft. Vor allem, wenn es um hochvolumige oder wirtschaftlich besonders umkämpfte Märkte geht. Also überall da, wo für einen Verkauf oder Abschluss ein dicker Gewinn winkt. Geben Sie einmal, bitte nicht lachen, bei Wikipedia: Hommingberger Gepardenforelle ein. Dann sehen Sie, was man mit dem richtigen Namen bewirken kann.

Wer einen guten Domainnamen hat, kann ihn bei Sedo meistbietend an den Mann/Frau oder eher das Unternehmen bringen. Da werden hübsche Summen gehandelt, wenn sich beispielsweise ein Großkonzern gegenüber der Konkurrenz eine langfristig bessere Platzierung verspricht. Und es rechnet sich sogar.