Wieder etwas mehr Zeit

So, da bin ich wieder. Nachdem das Blog hier etwas arg rumdümpelte – Zeitmangel – werde ich jetzt zumindest ab und an wieder etwas kräftiger in die Tasten hauen. Anlässe dafür gibt es ja genug, sei es die aktuelle Wirtschaftspolitik (wenn wir denn so etwas haben), sei es der tägliche Job im Online Marketing, sei es der ein oder andere Kommentar zu aktuellen Themen im Web.

Übrigens, zum Thema Online Marketing wird es keine Feinheiten oder tiefe Details geben, die Erfahrungen mit abkupfernden Werbeagenturen und Beratern reichen mir seit langem. Wer mehr zum Thema Berater wissen möchte, dem sei an dieser Stelle Volker Pispers empfohlen, nämlich auf Youtube etwas zum Thema Investmentbanker und Unternehmensberater.

Ansonsten gibts was Neues zum Thema Antivirensoftware. Hier habe ich ein neues Blog gestartet rund um Antivirus für Handys. Das ist mir wichtig, da ich dringendst auf sehr leistungsfähige Smartphones angewiesen bin, wenn ich mal unterwegs ins Web gehen möchte. Und weil ich sowohl Handys auf Basis von Windows Mobile, wie auch Symbian und Android sowie anderen Betriebssystemen nutze, liegt mit das Thema Sicherheit von Mobilfunkgeräten doch ziemlich am Herzen.

Mehr dazu aber später.

Bilanz 2009 online

Das alte Jahr ist vorbei, Zeit eine Bilanz für das Jahr 2009 aus der Online-Sicht zu erstellen.

Man ist versucht zu sagen: wie üblich. Damit sind wieder die starken Steigerungen der Zugriffe sowie die stark gestiegene Zahl an Umsätzen gemeint. Wie in den letzten Jahren gab es auch im letzten Jahr so um die 20% – 30% mehr. Ungefähr gleich geblieben sind dabei die Aktivitäten einiger großer Player, denen man immer mal wieder als Mitbewerbern für Teilmärkte begegnet.

Zurzeit teilt sich der Onlinemarkt seitens der Anbieter schneller auf, als dies bislang der Fall war. Gute Onlinemarketer werden nach wie vor teuer gehandelt, weil sie über Erfolg oder Mißerfolg von Webauftritten entscheidend sind. In diesem Punkt, also wirklich erfahrene und erwiesenermaßen erfolgreiche Personen, gibt es eigentlich viel zu wenig im Markt. Hingegen gibt es ein Überangebot durchschnittlich qualifizierter Onlinemarketer, welche auf die Preise drücken.

Das schlägt in den Bereich der Agenturen durch, wo sich einige Kunden lieber selbst Kapazitäten und Know-How aufbauen. Die klassischen Werbeagenturen verlieren derweil verstärkt im Onlinebereich, weil spätestens in der Wirtschaftskrise auch der letzte merkt, wo sein Geld sinnvoller angelegt ist.

Viel tat sich bei Communities, die mit den Nachwehen der Web 2.0 Blase zu kämpfen haben. Hier dürften die meisten den Höhepunkt erreicht haben und nur noch Special-Interest Foren können auf höhere Zuwächse hoffen. Twitter ist unterdessen zu einer Spielwiese für viele geworden. Youtube scheint immer noch Probleme mit der Monetarisierung zu haben. Amazon ist für mich die klare Nummer 1 beim Umsatz, während der ebay-Marktplatz meiner Meinung stagniert und viele Einkünfte von ebay aus Werbung oder Paypal stammen.

Nach wie vor können kleine, intelligente Unternehmen locker mit absoluten Branchengrößen mithalten oder diese sogar -zumindest online- übertrumpfen.

Nimmt man alle diese Faktoren zusammen, wird auch 2010 ein sehr gutes Jahr für Firmen, welche mit den richtigen Mechanismen die Online-Märkte bedienen.

Nix neues aus Bananastan – Vorschussbetrug

Wie überraschend, es gibt Geld! Naja, weniger Geld, als den üblichen Betrugsversuch. Interessant aber die Kontaktaufnahme: er hat meinen Kontakt durch eine „vertrauenswürdige Quelle namens Datenbank durch die ghanaische Handelskammer“. Na, da müssen die ihre Datenbank mal was besser pflegen ;-).

Best Regards! This mail may be a surprise to you because you did not give me the permission to do so and neither do you know me but before I tell you about myself I want you to please forgive me for sending this mail without your permission. I am writing this letter in confidence believing that if it is the will of God for you to help me and my family, god almighty will bless and reward you abundantly. I need an honest and trust worthy person like you to entrust this huge transfer project unto. My name is Mr. Benjamin Abeeku, The Branch Manager of a Financial Institution. I got your contact through a reliable source called database through Ghana chambers of commerce. I am a Ghanaian married with 3 kids. I am writing to solicit your assistance in the transfer of US$7,500,000.00 Dollars. This fund is the excess of what my branch in which I am the manager made as profit last year (i.e. 2008 financial year). I have already submitted an annual report for that year to my head office in Accra-Ghana as I have watched with keen interest as they will never know of this excess. I have since, placed this amount of US$7,500,000.00 Dollars on an Escrow Coded account without a beneficiary (Anonymous) to avoid trace. As an officer of the bank, I cannot be directly connected to this money thus I am impelled to request for your assistance to receive this money into your bank account on my behalf. I agree that 45% of this money will be for you as a foreign partner, in respect to the provision of a foreign account, and 55% would be for me. I do need to stress that there are practically no risk involved in this. It’s going to be a bank-to-bank transfer. All I need from you is to stand as the original depositor of this fund so that the fund can be transferred to your account. If you accept this offer, I will appreciate your timely response to me. This is why and only reason why I contacted you, I am willing to go into partnership investment with you owing to your wealth of experience, So please if you are interested to assist on this venture kindly contact me back for a brief discussion on how to proceed. Best regards, Mr. Benjamin Abeeku. Phone XXXXXXXX

Communities ole – Monetarisierung des Web 2.0

Nachdem das Web 2.0 in aller Munde war, darf man nun einmal nachfragen, was die typischen Sachen so bringen. Als da wären Communities, Foren, SecondLife und das ganze andere Zeug.

Die kurze Antwort: meist sehr wenig.

Zwar gibt es überall irgendwelche Besucher, aber die Werbeeinnahmen scheinen nich wirklich prickelnd zu sein. Das hat weniger etwas mit der Wirtschaftskrise zu tun, sondern eher mit systembedingten Schwierigkeiten. Wer zuviel Werbung schaltet, verprellt die Benutzer. Wer normal viel Werbung schaltet, braucht schon irre Zugriffszahlen, um an entsprechende Erlöse zu kommen.

Die Wertschöpfungskette ist beim Umweg über Communities für meinen Geschmack ganz schön heftig gestreckt. Auf einem normalen Shop heißt es: Auswählen, Warenkorb, Bezahlen, fertig. Das bringt Umsatz für ein Unternehmen. Will dieses Unternehmen auf Communities Werbung machen, kommen vor dem Bestell-und Bezahlvorgang noch eine Menge anderer Einflüsse hinzu. Erst einmal müssen überhaupt die passenden Benutzer unterwegs sein. Zahlungskräftige und potentiell kaufwillige Benutzer.  Die müssen dann noch die Werbung als angenehm oder interessant empfinden, wenn sie diese überhaupt wahrnehmen. Erst dann erfolgt eine Überleitung in das Angebot des Werbetreibenden.

Da offensichtlich immer mehr Werbetreibende den Umgang mit Excel oder Calc lernen, können sie die summierten Wahrscheinlichkeiten für einen Verkauf immer besser einschätzen. Ergo zahlen sie nur so viel für die Werbung, dass sich bei den doch erheblichen Streuverlusten in Communities und Foren irgendwo noch der Einsatz lohnt. Obendrein kostet die Verwaltung der verschiedensten Werbemittel in den verschiedensten Communties auch noch reichlich Arbeitszeit oder erfordert einen brauchbaren und damit nicht sehr billigen Dienstleister.

Im Zuge des Hype um Web 2.0 entstanden jede Menge Communties mit immer weiter reichenden Spezialisierungen, welche den Markt zusätzlich belasten – die Besucherströme teilen sich auf. Dazu kommen weitere Faktoren, welche in den Bereich Sozialdynamik fallen – von lästigen Trollen bis hin zu demografischen Änderungen.

Persönliche Meinung: das VZ-Netzwerk war viel zu teuer eingekauft, Xing hat seinen Höhepunkt erreicht, SecondLife ist ein Werbedesaster hoch drei. Richtig profitiert haben meiner Meinung nur die kleinen, feinen Communties, die mit wenig Tamtam, niedriger Kostenquote und interessanten Benutzergruppen aufwarten können. Xing mag noch einigermaßen eine Ausnahme sein, da auch Mitgliedsbeiträge erhoben werden sowie über Partner Angebote provisioniert sind und so ein Deckungsbeitrag entsteht.

Damit lehne ich mich (wieder mal) aus dem Fenster: Die erfolgreiche Monetarisierung des Begriffes Web 2.0 ist in vielen Punkten und einer hohen Anzahl an Projekten gescheitert.

Und wieder Vorschussbetrug aus Afrika

Meine Herren, der schwarze Kontinent scheint sich regelrecht zu entvölkern – zumindest was reiche Leute angeht, die versterben und angeblich Millionenerben hinterlassen ;-). Schon wieder hats angeblich einen erwischt und schon wieder winkt angeblich der große Schotter.

Und natürlich ist es schon wieder Beschiss, bei dem irgendwelche Probleme auftauchen werden und man erst mal Geld investieren soll, um die Probleme zu lösen. Und ebenso natürlich ist das eigene Geld dann ebenso weg, wie es natürlich keine Gewinnbeteiligung der natürlich nicht vorhandenen Erbschaft geben wird ;-).

Und ebenso natürlich kann er Typ gerne rüberkommen und sich bei mir beschweren, dass ich seine ungefragt zugesandte Email einfach veröffentlicht habe ;-).

BARIMA MANU
Cantonments,
P.O. Box CT1466,
Accra-Ghana

Ich weiЯ, Sie kennen mich nicht und ich kenne Sie nicht, mein name ist Barr. Manu Barima,  also ist dieses Geschдftsersuchen nicht nur fьr mich aber auch fьr Sie ungewцhnlich. Dieses Geschдft ist dem Umstand zu verdanken, dass mein Klient ohne einen Erben hinterlassen zu haben, gestorben ist. Ich habe deswegen nach einer Person gesucht, die mir in dieser Hinsicht helfen kann, so dass das Erbe nicht an den Ghananischen Staat gehen muss, der das Geld wiederum fьr seine Zwecke nutzt.

Das wichtigste bei der Abwicklung ist es, ein Vertrauensverhдltnis aufzubauen, weil ich, wie Sie wissen alle meine Hoffnungen und mein Geld in die Hдnde einer mir bisher unbekannten Person gebe. Dem ungeachtet bleibt mir aufgrund des zeitlichen Drucks keinen andere Wahl als schnell und unkonventionell zu handeln. Ich mцchte, dass Sie verstehen, dass das Geschдft bereits unter Dach und Fach ist, ich brauche lediglich Ihre Kooperation und Ihre Verlдsslichkeit, um diese Transaktion erfolgreich abzuschlieЯen. Wir werden Steuern sowie Unkosten zunдchst von dem Gesamtbetrag abgezogen, bevor wir aufteilen.

In der Anfangsphase mьssen bestimmte Voraussetzungen erfьllt werden, wie z. B. die Besorgung relevanter Dokumente, die den Transfer des Erbes nach Europa ermцglichen. Ich werde hierbei alle mir zu Verfьgung stehenden Mittel einsetzten, da ich nicht der Erbe bin kann ich keine Geldbetrдge von dem Erbe entnehmen, um damit fьr Dokumente und Transfer zu zahlen. Nur der Erbe selbst hat Zugang zu dem Erbe und dazu mьssten Sie persцnlich nach Ghana reisen, deshalb halte ich es fьr die beste und auch die unkompliziertere Lцsung, wenn das Erbe direkt an Sie nach Europa geht, wo Sie die Erbschaftsgeschichte besser handeln kцnnen.
Somit werde ich zunдchst die Kosten fьr die Dokumente und den Transfer nach Europa auslegen. Im Anschluss an den Transfer die Unkosten mit Ihnen abrechnen, hierzu werde ich Ihnen dann die Quittungen vorlegen und der Betrag wird dann vom Erbe abgezogen, nach Abzug der Steuern versteht sich.

Ich werde in dieser Sache mein absolut Bestes geben, so dass die Transaktion reibungslos und schnell abgewickelt werden kann und ich hoffe, dass ich mich auf Ihr Vertrauen verlassen kann. Bei uns gibt es ein passendes Sprichwort: „ To whom much is given, much is expected! „.
Ich habe vor, nach Europa zu kommen, sobald die Dokumente ausgestellt sind und das Erbe transferiert ist, so dass wir uns persцnlich treffen kцnnen, um das Erbe aufzuteilen.
Die momentanen Verhдltnisse in Afrika sind so desolat, dass ich in Solarenergieprojekte investieren mцchte und Kinderheimen und Projekten gegen die Verbreitung von HIV/ Aids Geld spenden mцchte. Wie Sie sehen, habe ich schon viel geplant und fьr mich hцrt die Arbeit nicht bei dieser Transaktion auf. Ich hoffe, sie verst ehen mich richtig , ich bin nicht reich, ich habe aber ein groЯes Herz und wenn ich eine Mцglichkeit sehe, anderen Menschen zu helfen, dann habe ich keine Angst, dies zu tun.
Bitte nehmen Sie noch mal zur Kenntnis, dass die Unkosten abgezogen werden bevor wir aufteilen, ich werde die Quittungen mitbringen, wenn ich nach Europa komme, weil ich auf Transparenz Wert lege. Sowie ich auch die Originaldokumente mitbringen werde, die Sie bei Bedarf beim Finanzamt oder Ihrer Bank vorlegen kцnnen.

bezьglich Besorge ich die relevanter Dokumente, die den Transfer des Erbes nach Europa ermцglichen, als Anwalt in Ihrem Auftrag. Alle Dokumente werden auf Ihren Namen ausgestellt sein und von den Zeitpunkt werden Sie als rechtmдЯiger Erbe als Einziger Zugang zu dem Erbe haben. Dem nach habe auch ich keine Mцglichkeit auf das Geld zuzugreifen, ich bin dann also vollkommen auf Sie angewiesen und ich hoffe, dass ich mich in Hinsicht auf die korrekte Aufteilung ehrlich auf Sie verlassen kann. Wie Sie sehen, gehe ich ein hohes Risiko ein, zumal ich die Kosten fьr die Dokumente und den Transfer auslege und ich dann keine Sicherheit habe, dass ich an meinen Anteil komme, also hoffe ich, dass das von mir in Sie erbrachte Vertrauen nicht enttдuscht werden wird. Ich investiere meine Zeit, Energie und mein Geld in diese Transaktion, weil ich der Meinung bin, dass sich eine solche Gelegenheit im Leben nicht zweimal bietet. Ich bin nicht gierig aber diese einmalige Gelegenhe it mцchte ich mir nicht entgehen lassen.

Bitte, lassen Sie mich wissen, ob Sie so mit der prozentualen Aufteilung (25 % von $40Million gehen an Sie) zufrieden sind, sonst mьssten wir nochmals verhandeln. Obwohl ich die Aufteilung in Anbetracht der Arbeitsverteilung und des verhдltnismдЯig geringen Aufwand Ihrerseits, so wie sie ist fьr fair halte, mцchte ich, dass Sie mit der Aufteilung einverstanden sind. Es ist mir lieber, wenn wir das jetzt klдren, als dass ich am Ende, ohne Ihnen etwas unterstellen zu wollen, eine bцse Ьberraschung erleben muss.
Des Weiteren mьsste ich noch wissen, ob Sie Schulden haben, so dass Sie gegebenenfalls ein neues Konto erцffnen mьssten, damit die Bank oder eventuelle Schuldner das Geld nicht einziehen.SchlieЯlich mцchte ich Sie freundlichst bitten, meinem Schreiben zu antworten, so dass ich wie ich in dieser Angelegenheit weiter verfahren zu kцnnen und ich die nдchsten Schritte planen, bzw. ausfьhren kann.

Mit freundlichen GrьЯen

Barr. Manu Barima