Dealjaeger – nette Idee

Da surft man so durchs Web und entdeckt eine Seite namens Dealjaeger. Dahinter steht folgendes Konzept:

Ein Produkt wird von einem Benutzer gefunden. Ab sofort können andere Benutzer versuchen, das Produkt irgendwo günstiger zu bekommen. Sie tragen dann den günstigeren Preis ein und bekommen ein paar Punkte (wie genau das mit den Punkten funktioniert und was der Eintragende davon hat, hat sich mir auf einen schnellen Überblick nicht ganz erschlossen).

An Stelle eines normalen Preisvergleichs gibt es jetzt folgende Abweichungen: Ein Anbieter muss nicht mehr seine Produktdatei generieren und hochladen. Die Benutzer sollen unter sich die besten Preise austauschen.

Beim Besuch des Systems war allerdings nicht sehr viel los. Kann sich noch ändern, wenn man die Bonuspunkte für die Preisschnüffler vielleicht mit einigen besseren Anreizen verbindet. Schaut einfach mal rein.

http://www.dealjaeger.de

Verzeichnisse und Kataloge

Der geneigte Leser wird es bereits gemerkt haben, hier war einiges an Arbeit angefallen, so dass web 3.0 ein wenig zurückstehen musste. Vor allem die lästigen, aber Erfolg versprechenden Einträge in Kataloge und Artikelverzeichnisse standen massiv an.

Dabei habe ich ein paar Sachen beobachtet, die ein wenig nachdenklich stimmen. Immer mehr neue Kataloge verlangen kategorisch Backlinks von den eigenen Seiten. Nicht nur ein einfacher Backlink, nein, es werden auch noch recht detaillierte Ansprüche gestellt. So ist es teilweise üblich, maximal 15-20 ausgehende Backlinks von der eigenen Seite zu verlangen, am besten noch direkt von der Startseite. Mhhhhh.

Jetzt mal im Ernst. Wer sich 15-20 Links auf die eigene Seite setzt, kann als Blog bestehen. Für Shops oder Repräsentationsseiten ist alleine die Einbindung auf Startseiten kritisch. Immerhin zerhaut es einem die Optik und der Besucher sollte sich weniger für Links, als das eigentliche Angebot interessieren.

Google findet so etwas auch nicht wirklich gut. Man gibt hat viel der eigenen Links in direkten Linkpartnerschaften ab – was zunehmend kritisch wird.

Ich persönlich tendiere eher zu backlinkfreien Einträgen sowie einem gezielten Linkaufbau auf eine etwas cleverere und für Google weniger abstoßende Art. Wie genau? Sorry, aber das kann man bei mir buchen ;-).

Live Web-Konferenz über 24 Stunden

Aus einer Pressemitteilung von Mozilla:

Mitte September wird Mozilla ausgehend von Nordamerika, Europa und Asien eine 24-stündige Webkonferenz mit Mitgliedern der Mozilla-Community, Universitätsangestellten und Webexperten über das Internet veranstalten. Die Initiative mit dem Namen Mozilla 24 bietet über das Breitband Videonetzwerk des in Japan beheimateten WIDE-Projekts eine offene Diskussion zu aktuellen Trends und Technologien des World Wide Web. Führende Branchenexperten aus den USA, Frankreich und Japan werden in ihren Vorträgen ihre Versionen über die Zukunft des Web präsentieren.

Das Expertenforum ist absolut hochrangig besetzt.

Wer teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden:

http://wiki.mozilla.org/Mozilla_24

Die eigentliche Konferenz findet statt unter:

http://www.mozilla24.com/en-US/

Dazu gibts das Ganze auch auf japanisch.

Also, liebe Nachtschwärmer, schnell noch japanisch lernen und rund um die Uhr dabei sein.

News-Recycling füllt leere Seiten

Neben den täglich neuen Nachrichten braucht so manches Portal Füllmaterial. Dabei greift man gerne auf schon einmal aufbereitete Themen zurück, die einfach unregelmäßig wieder auf der Startseite eingespielt werden. Nach dem Motto: Besser alte Informationen, als gar nichts zu berichten.
Nehmen wir als Beispiel einmal GMX. Wenn nicht gerade 6 Mafia-Morde passieren oder Lafontaine eine motivierende Rede hält – was schlimmer ist, darüber streiten sich die Gelehrten – benötigt das von vielen Nutzern verwendete Mailangebot ein paar Highlights. Jetzt ist es mir schon mehrfach passiert, dass altbekannte Themen neu und immer wieder eingeblendet werden. Zwar wird der Neuigkeitswert nicht besser, aber die Zielgruppe scheint wohl von GMX auch als nicht „besser“ eingeschätzt zu werden.

In unregelmäßigen Abständen kann man etwa erfahren, was Prominente gemacht haben, bevor sie prominent wurden. Und wenn die Cowboys wieder einmal den Islamisten eins aufs Haupt geknallt haben, kommt gleich wieder die Fotostrecke mit High-Tech Waffen aus den USA. *gähn*. News-Recycling kann ja soooo aufregend sein.
Kann ja sein, dass die viele neue Leser bekommen, die diese „Nach-be-richten“ noch nicht hatten, aber es spart in jedem Fall Redaktionsleistung und Kosten. Auch eine Art von Onsite-Optimierung. Andererseits haben diejenigen, welche sich so einen Unfug ansehen, vielleicht ein wenig Abwechslung verdient. Wie wäre es mit „Dieter Bohlen im Musikantenstadl“ oder „Mutantenstadl meets US5“? Nur mal so als Anregung für wirklich neue Stories, die platt genug sind, um flache Interessen zu bedienen ;-).

Alexa und der Unfug des Ranks

Oh, Mann, da geht gerade eine Renaissance ab, die für meinen Geschmack schwer nach Geldgier riecht. Alexa ist eine hierzulande faktisch kaum genutzte Geschichte aus Amerika, die eine Suchmaschinenkontrolle beinhaltet und mit einer Toolbar im Browser das Besuchsverhalten der Benutzer misst. Nett allerdings: man kann das Zugriffsverhalten bei der Konkurrenz beobachten und das sogar kostenlos.
Bedeutung für den deutschen Markt? Wenn Sie mich fragen, nicht viel. Gegen Google, web.de, Yahoo, Lycos, Msn, AOL und T-offline sowie ein paar andere gemessen, mag der Benutzungsgrad irgendwo im Promillebereich liegen. Trotzdem hat Alexa mit der Toolbar ein Ranking geschaffen. Da sehe ich aber einige kleinere Probleme. Wer ein Plug-In im Browser hat, nutzt meist die Google Toolbar, Yahoo oder wen auch immer noch eins. Firefox kommt eh schon mit den Funktionen daher und meldet netterweise nichts nach außen.

Jetzt optimieren doch tatsächlich Leute für ein System zur Zugriffsmessung, das im deutschsprachigen Raum nun wirklich keine große Bedeutung hat. Entsprechend kann man super mit den ach so tollen Resultaten werben und Kunden ködern. Entsprechend der geringen Bedeutung in Deutschland halte ich die Messungen für wenig valide und aussagekräftig. Entsprechend kümmere ich mich einen feuchten Honecker um die Alexa-Fans.

Alexa mag seine Vorteile haben, wenn man Trends großer Webseiten bestimmen möchte, fürs reale Online Marketing und bei mittleren bis kleinen Webseiten scheint es meines Erachtens nicht brauchbar.

Bevor ich mich jetzt um Alexa und das damit verbundene Ranking kümmere, schiebe ich lieber Kundenseiten nach oben und messe Conversions in etablierten Kanälen.